Mit dem 31.12.11 23:59 sollte dieser Blog geschlossen werden und im Datennirwana verschwinden.
Ich habe mich überzeugen lassen, dass einige Beiträge für die Meinungsfindung zu zwei oder drei Themen wertvoll genug sind, um auffindbar zu bleiben.
Viel neues wird hier also nicht mehr erscheinen. Erspart bleiben der Welt also meine Gedanken über Probleme wie:
Warum steckten früher viele Menschen abgebrannte Streichhölzer wieder in die Schachtel zurück?
Dienen die nun überall eröffneten Sportwetten Büros der Wette oder eher der Geldwäsche?
Habe ich die kommunikationssucht der Menschen angeheizt durch verschiedenen Netzprojekte oder dazu beigetragen, dass der eine oder andere sich selber gefunden hat?
Wie auch immer – demnächst also hier nur noch „read only“
Die Beerdigung ist am Dienstag, 29. November um 10 Uhr auf dem Evangelischen Altstadt Friedhof ( Kirchstraße) durch Pastor Thomas Schöps.
Anschließend gibt es ein Treffen in der JAG, Florastraße.
Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass das Städte-Netzwerk NRW
insolvenzbedingt zum 31.07.2011 seine Geschäftstätigkeit einstellen muss.
Auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich für die gute
Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken.
Vielleicht ergibt sich ja in Zukunft erneut die eine oder andere Form
der Zusammenarbeit.
Wir wünschen Ihnen alles Gute und verbleiben mit freundlichen Grüßen,
Bürgerproteste in Spanien auf dem Weg nach Deutschland?
Der Spreeblick hat das spanische Manifest übersetzt:
Wir sind normale Menschen. Wir sind wie du: Menschen, die jeden Morgen aufstehen, um studieren zu gehen, zur Arbeit zu gehen oder einen Job zu finden, Menschen mit Familien und Freunden. Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, um denjenigen die uns umgeben eine bessere Zukunft zu bieten.
Einige von uns bezeichnen sich als aufklärerisch, andere als konservativ. Manche von uns sind gläubig, andere wiederum nicht. Einige von uns folgen klar definierten Ideologien, manche unter uns sind unpolitisch, aber wir sind alle besorgt und wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, die sich uns um uns herum präsentiert: die Korruption unter Politikern, Geschäftsleuten und Bankern macht uns hilf- als auch sprachlos.
Und diese Situation ist mittlerweile zur Normalität geworden – tägliches Leid, ohne jegliche Hoffnung. Doch wenn wir uns zusammentun, können wir das ändern. Es ist an der Zeit, Dinge zu verändern. Zeit, miteinander eine bessere Gesellschaft aufzubauen. Deswegen treten wir eindringlich hierfür ein:
● Gleichheit, Fortschritt, Solidarität, kulturelle Freiheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung, sowie das Wohl und Glück der Menschen müssen als Prioritäten einer jeden modernen Gesellschaft gelten.
● Das Recht auf Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische Teilhabe, freie persönliche Entwicklung und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz sind unverzichtbare Wahrheiten, die unsere Gesellschaft zu befolgen hat.
● In ihrem momentanen Zustand sorgen unsere Regierung und das Wirtschaftssystem nicht dafür, sondern stellen sogar auf vielerlei Weise ein Hindernis für menschlichen Fortschritt dar.
● Die Demokratie gehört den Menschen (demos = Menschen, krátos = Regierung), wobei die Regierung aus jedem Einzelnen von uns besteht. Dennoch hört uns in Spanien der Großteil der Politiker überhaupt nicht zu. Politiker sollten unsere Stimmen in die Institutionen bringen, die politische Teilhabe von Bürgern mit Hilfe direkter Kommunikationskanäle erleichtern, um der gesamten Gesellschaft den größten Nutzen zu erbringen, sie sollten sich nicht auf unsere Kosten bereichern und deswegen vorankommen, sie sollten sich nicht nur um die Herrschaft der Wirtschaftsgroßmächte kümmern und diese durch ein Zweiparteiensystem erhalten, welches vom unerschütterlichen Akronym PP & PSOE angeführt wird.
● Die Gier nach Macht und deren Beschränkung auf einige wenige Menschen bringt Ungleichheit, Spannung und Ungerechtigkeit mit sich, was wiederum zu Gewalt führt, die wir jedoch ablehnen. Das veraltete und unnatürliche Wirtschaftsmodell treibt die gesellschaftliche Maschinerie an, einer immerfort wachsenden Spirale gleich, die sich selbst vernichtet indem sie nur wenigen Menschen Reichtum bringt und den Rest in Armut stürzt. Bis zum völligen Kollaps.
● Ziel und Absicht des derzeitigen Systems sind die Anhäufung von Geld, ohne dabei auf Wirtschaftlichkeit oder den Wohlstand der Gesellschaft zu achten. Ressourcen werden verschwendet, der Planet wird zerstört und Arbeitslosigkeit sowie Unzufriedenheit unter den Verbrauchern entsteht.
● Die Bürger bilden das Getriebe dieser Maschinerie, welche nur dazu entwickelt wurde, um einer Minderheit zu Reichtum zu verhelfen, die sich nicht um unsere Bedürfnisse kümmert. Wir sind anonym, doch ohne uns würde dergleichen nicht existieren können, denn am Ende bewegen wir die Welt.
● Wenn wir es als Gesellschaft lernen, unsere Zukunft nicht mehr einem abstrakten Wirtschaftssystem anzuvertrauen, das den meisten ohnehin keine Vorteile erbringt, können wir den Missbrauch abschaffen, unter dem wir alle leiden.
● Wir brauchen eine ethische Revolution. Anstatt das Geld über Menschen zu stellen, sollten wir es wieder in unsere Dienste stellen. Wir sind Menschen, keine Produkte. Ich bin kein Produkt dessen, was ich kaufe, weshalb ich es kaufe oder von wem.
Im Sinne all dieser Punkte, empöre ich mich.
Ich glaube, dass ich etwas ändern kann.
Ich glaube, dass ich helfen kann.
Ich weiß, dass wir es gemeinsam schaffen können.
Soeben wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Verein Gelsenkirchener Geschichten e.V. es nicht erträgt, dass ich auf seine Internetseiten verlinke.
Man hat für user die von meinem Blog kommen, eine Umleitung auf eine Nonsense Seite (Stupipedia) eingerichtet.
Was soll man dazu noch sagen?
Konsequent und folgerichtig diese Entscheidung, bedauerlich der Starrsinn (?), die Uneinsichtigkeit (?) der Zurückbleibenden:
Presseerklärung zum Austritt der Vereinsmitglieder Karin Hilmar, Jiri Hilmar, Pedro Malinowski und Katja Langer aus dem Verein „Künstlersiedlung Halfmannshof e.V.“
Trotz ausreichendem Finanzierungsrahmen in Form von Fördergeldern und vorhandenen Eigenmitteln sah sich am 06.05.2011 die Mehrheit der Mitglieder der Künstlersiedlung Halfmannshof e.V. (im folgenden KSH genannt) nicht in der Lage, das Ausstellungsprojekt: „Zwischen Diktatur und Demokratie – Die Geschichte der Gelsenkirchener Künstlersiedlung Halfmannshof 1931-1956″ zu befürworten.
Die Ablehnung der Durchführung des wissenschaftlich fundierten Projekts durch die Mehrheit der Vereinsmitglieder der KSH bewirkt einen enormen Glaubwürdigkeitsverlust bei allen kommunalen, landesweiten und privaten Förderern. Zudem wird es unserer Einschätzung nach den Bürgerinnen und Bürgern Gelsenkirchens, besonders nach dem Erscheinen der historischen Studie zur KSH „Geht Kunst nach Brot“ des Instituts für Stadtgeschichte nicht zu vermitteln sein, dass die KSH sich erlaubt, ein solches Projekt nicht zu verwirklichen.
Aufgrund der Ablehnung des Ausstellungsprojekts hat der Verein auch für uns persönlich jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Wir sehen uns daher nicht mehr als Mitglieder dieses Vereins, der sich nicht in der Lage sieht, sich mit seiner Vergangenheit kritisch auseinander zu setzen.
Daher sind wir am 06.05.2011 mit sofortiger Wirkung aus der Künstlersiedlung Halfmannshof e.V. ausgetreten.
gezeichnet:
Karin Hilmar, Jiri Hilmar, Pedro Malinowski und Katja Langer
Gelsenkirchen, am 09.05.2011
Wie erwartet macht Google nun ernst mit dem Plan ins Fernsehgeschäft einzusteigen. Sie beginnen damit, die Filme zu löschen, die man bisher kostenlos auf die Google Server laden konnte.
Die ersten Filme die in meinem Account gesperrt wurden, waren die mehr als 30 minütigen. Begründung: Urheberrechtsverstoß. Was nicht stimmt, da die Musik von Jamendo kam und die Bilder selber aufgenommen waren.
Gesperrte Filme bisher: Peter Rose – ein Portrait und Hartmut Hering im Gespräch mit Michael Klaus.
Die anderen Filme werden bis zum 29. April 2011 durch Google gelöscht.
Wird Street View als nächstes folgen und Bezahldienst werden?
Nachdem ich gestern einige Artikel im GG Wiki ergänzte und diesen über den < klick Urbanausen Kalender >klack begann, wurden mir von einem Herrn Wiki-Sysop die Schreibrechte entzogen.
Nein, nicht wegen Vandalismus – plötzlich fiel diesem Herrn Sysop ein, dass ich ja kein Mitglied der Gelsenkirchener Geschichten bin und – na klar – deshalb auch nicht mehr im Wiki schreiben dürfe.
Hat lange gedauert bis ihm das einfiel – ich hoffe dass ich ich nicht ebenso lange schmunzeln muss über diesen weiteren neuen Ausdruck der Überforderung und Hilflosigkeit, der sich hinter Verwaltungsrecht versteckt.
Ich hatte damals die Stadtverwaltung persiflieren wollen mit dem Begriff „Verwaltung der Gelsenkirchener Geschichten“ und gestehe ein, dass diese unbürokratischer, flexibler, offener agiert als die GG-Verwaltung. Ausgenommen natürlich die Angestellten der Stadtverwaltung, die auch Mitglieder oder Trabanten der GG Verwaltung sind. (ist jezz Späßken)
Großartiger Humor der Verwaltung, inhaltliches administrativ zu lösen, Hut ab.
200 Zuschauer und Hörer verfolgten letzten Samstag Rolf Dennemanns Aufzeichnungen seiner einsam melancholischen Fahrt durch die Kulturhauptstadtmetropole Ruhr 2010 im Consol Theater in Gelsenkirchen.
Im Spannungsfeld zwischen Kulturbeschafftem und Kulturbeschaffer
Statt in einem Gewaltakt zu enden wie in Martins Scorseses Film „Taxidriver,“ bleibt Rolfs Obsession der Beobachtung und Schilderung moderat, fast versöhnlich. Leise, amüsante Töne statt krachledern-schenkelklopfendes, gaben dennoch Einblick ins Leiden des Kulturschaffenden an dem, was oft gut gemeint, aber nicht gut gemacht daher kam. Lakonisch und mit mildem Spott berichtet er über Veranstaltungen ohne Künstler und ohne Publikum, Veranstaltungen mit Künstler aber ohne Publikum, schildert das Stillleben-Grauen leerer Parkplätze mit Blumenkübel-Vorlesepodesten und immer wieder grüßt als running Gag die Singsäule.
Rolf Travis Dennemanns künstlerische Nachbetrachtung tut gut und lässt auch über noch so schrill-kreischende Kunstdarbietungen schmunzeln, ohne das Fazit unerwähnt zu lassen: viel Event – wenig (nachhaltige) Kultur.
Beachtenswert Julian Rybarskis gelungene musikalische Hommage an die Toten der Love-Parade und das insgesamt stimmige der Multimedia-Lesung mit Musik. ( Denitsa Pophrisata … )
Verschwiegen werden soll nicht, dass Rolf Dennemann nach Dortmund ging, weil er dort mehr Förderung als in Gelsenkirchen bekam.
„Hab ich von gehört – Dman’s Tagebuch“ – hab ich gesehen und kann es nur weiter empfehlen.
im Museum Buer im Dachgeschoss als Raum-Lichtinstallation in Kombination mit Musik, Geräuschen, S/W Fotos auf Papier und Stoffbahnen. Ne kleine, feine Konzeptkunst-Ausstellungs Aktion zusammen mit einer Fotografin und einem Jazz Musiker.
Die Materialisierung von Gefühlen mit anschließender Dekonstruktion von Material, Dimension, Raum, Farbe, Textur und abschließender Verwandlung in Töne und somit dem entschwinden in der Zeit.
Die kleine Geschichte blieb fertig in meinem Kopf , sie gefiel mir und das reichte dann auch. Seit 12 Jahren. Die Umsetzung bzw. Konkretisierung wäre mit Arbeit verbunden und so wichtig oder unverzichtbar ist das dann doch nicht, was ich in diesem Bereich ab und zu erwerkel oder an Ideen habe.
Die wenigen Präsentationen endeten oft mit Beschädigungen der Objekte, viele Arbeiten sind eben einfach zu fragil, um fallen gelassen zu werden.
Deshalb: keine Ausstellungen!
Um die Ecke bei mir findet in den nächsten Wochen aber mal ein unverbindliches öffentliches Schaulaufen einiger Figuren statt, und zwar am
Ich konnte Angelas Wunsch nicht widerstehen (wer widerspricht sich nicht selber auch gerne ab und zu?) und finde ihr Konzept einer Schaufenster-Galerie reizend. Außerdem hat Werner mit angepackt und geteilte Arbeit ist halber Aufwand. Die Skulpturen hat Angela ausgesucht und ich werde hier ein paar Infos dazu geben.
Koan
Die intimste meiner Figuren heißt „Koan“ und ist eine Beschwörung, ein Fetisch, Zauber. Weil ein Koan in der Regel nur intuitiv erfasst werden kann, muss und werde ich hier dazu keine weiteren Hinweise geben.
Der zweite Catwalker heißt „Im Wald“ und beschäftigt sich mit dem gefangen sein im Schwebezustand zwischen archaischen Mustern, Traumwelten, unterschiedlichen Realitäten und der Entscheidungs(Un)Freiheit des Menschen.
Ausschnitt im Wald
Im Wald
Ausschnitt im Wald
.
Klingt überladen?
Mag sein. Ist eine Momentaufnahme meiner damaligen Gedanken / Gefühle und Situation. Jeder ist frei für andere Interpretationen.
Nein, keine Motten- Socken- oder Käselöcher. Ein gelungenes öffentliches Gespräch zwischen Bedenkenträgern und Bedenkenträgern sowie Förderern und Förderern der (medial) offenen Gesellschaft. Ich stehe ja auf Leyendecker – noch mehr, seitdem er den medialen technologischen Quantensprung mit einem (journalistischen) Generationenkonflikt koppelt. Ich mag seinen behutsamen und verantwortungsvollen Umgang mit News & Quellen bei größtmöglicher verantwortbarer Veröffentlichung.
Hut ab.
Ich mag genauso Alvar Freudes Umgang mit den sich aus den neuen Medien ergebenden Möglichkeiten und Unmöglichkeiten.
Wo ist nen Sombrero, der das alles unter seinen Deckel bekommt?
Scheint nicht mehr ne Frage meiner Generation zu sein (nach 68er – vor Golf GTI) , obwohl sich daraus/von denen dazu die meisten zu Wort melden.
Seit die Internet-Plattform WikiLeaks im Verbund mit einigen großen Zeitungen zahlreiche geheime Dokumente veröffentlicht hat, ist eine neue Debatte um die Informationsfreiheit entbrannt. Während WikiLeaks-Sprecher Julian Assange für die einen der Robin Hood einer neuen Aufklärung ist, fordern andere sogar die Todesstrafe für den verantwortungslosen Verräter. Für den Beginn des neuen Jahres hat WikiLeaks weitere Veröffentlichungen angekündigt, die eine amerikanische Großbank betreffen sollen. Und an anderer Stelle sind zusätzliche Leak-Plattformen in Arbeit, die bald online gehen sollen. Wird in Zukunft jedes Geheimnis ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden? Wie viel Informationsschutz, wie viel Informationsfreiheit braucht die Demokratie?
mit Alvar Freude (Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur), Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung) und Mitchell Moss (Amerikanische Botschaft)
Gesprächsleitung: Matthias Kremin
Öffentliche Veranstaltung
am Donnerstag, 06.01.2011
im Kleinen Sendesaal, WDR-Funkhaus Wallrafplatz
The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:
The Blog-Health-o-Meter™ reads Wow.
Crunchy numbers
About 3 million people visit the Taj Mahal every year. This blog was viewed about 53,000 times in 2010. If it were the Taj Mahal, it would take about 6 days for that many people to see it.
In 2010, there were 59 new posts, growing the total archive of this blog to 78 posts. There were 170 pictures uploaded, taking up a total of 44mb. That’s about 3 pictures per week.
Wegen des Weihnachtswunsches einer fürsorglichen Dame werde ich auf die Geschichte rund um den „mädchentoilettetenwaschbeckenknierohrfögler“ Konflikt hier nicht eingehen. Ich würde doch öffentliche Verleumdungen, falsche Tatsachenbehauptungen, Verächtlichmachungen mit Gleichmut ertragen und müsse einfach über solchen Niederungen stehen. Okay.
Dann schreibe ich also nichts darüber, wie der Künstler HelmutW (und Meister(liche) Spießgesellen) trotz meiner wiederholten Bitten nicht davon ablassen konnten, sich genussvoll über den Künstler WeNe und sein Metier der Tierdokumentation lustig zu machen – im Wissen, dass er (sie) damit eine unnötige seelische Grausamkeit begeh(en)t und Leid hervorruf(en)t.
Substanzielle Kritik wurde gegen Häme getauscht – was ja zumindest einen Erkenntnisgewinn über den / die Kritiker bringt.
Natürlich kann ich hier auch nicht darüber berichten, wie emotional bewegend HelmutW die Waschbecken-Knie-Rohr-Zuschreibung empfand, die ihm im Laufe eines artifiziellen Dada-Disputes durch den Künstler Tusnelder angeheftet wurde und wie roh und grausam er auf einmal Häme sah, die vermeintlich über ihn gekübelt wurde.
Dass er beharrlich aber fälschlich den Nicht-Künstler „Heinz“ als Wort-Erfinder und Drahtzieher glaubte, wähnte, dass dieser zusätzlich unter verschiedensten Pseudonymen tätig war um ihn zu quälen, zu verfolgen und zu vernichten, werde ich natürlich auch nicht beschreiben.
Weil die GG-Verwaltung die Diskussion nicht innerhalb einer Stunde im HelmutWschen Kunst-Sinn zensierte, werde ich seitdem als böser Mensch beschrieben, mit dem man nicht einmal einen Raum teilen könne.
Aber darüber und über einiges mehr werde ich wie versprochen öffentlich schweigen.
Worüber ich noch schweige……..
Ich bekam eine weihnachtliche Bitte, die ich als ernsthafte Aufforderung zu verstehen hätte (!), in diesem Blog weder aus den GG zu zitieren, noch etwas dort geschriebenes zu kommentieren oder über gemachte Erfahrungen zu berichten.
Advokatus Diaboli
Würde ich es dennoch tun, wären meine Einschätzungen, Kommentare, Analysen einem Mobben gleichzusetzen, von einem Copyrightverstoß war in dem Zusammenhang auch zu lesen.
Meine Meinung wäre falsch und ich bräuchte sie auch nicht zu differenzieren, erläutern oder zu belegen, da die Verfasserin von mir nur zerpflückendes Geschwurmel erwarte und sie grundsätzlich nur reagieren würde, wenn Freunde sie konstruktiv kritisieren würden.
Da ich weder Freund noch konstruktiv wäre, könne ich mir also eine Antwort sparen.
Gut, dann schreibe ich also nichts darüber, dass die Dame sich bei mir 2008 höchst persönlich für ein Verhalten entschuldigt hatte, von dem sie heute nichts mehr wissen will.
Ich werde auch nicht laut darüber nachdenken, dass meine Erfahrung allgemein gezeigt hat, dass Menschen „konstruktive“ Kritik nicht als Wunsch nach Veränderung im Sinne einer Verbesserung verstehen, sondern als Wunsch nach Belobigung und Status Quo. Was heute unter konstruktiver Kritik firmiert, wurde früher schlicht und einfach nur Lob, Anerkennung und Applaus genannt.
Absurd und müßig deshalb auch, auf verschiedene Stilmittel hinzuweisen, dass ein „Verriss“ nicht immer sofort mit einer Vernichtung gleichzusetzen ist. Wenn schon Bernd Matzkowski ständig vorsorglich in seinen Repliken an Jürgen Kramer betont, dass er nur den Advokatus Diaboli spielt und dennoch dafür abgewatscht wird, was kann da noch erwartet werden.
Das jedenfalls sind die Momente, wo ich den Verfall der Kirche bedauere und den Wegfall der Tradition der Stilmittel des Anwalts des Teufels / Gottes als herben Verlust einer Kulturtechnik beweine.
Worüber ich schreiben werde…
ist mein brennender und sehnlicher Wunsch, endlich einen Bürgerpreis für alle auszuloben, die ihrerseits Bürgerpreise vergeben.
Heike und Andreas Jordan bekamen den nun wievielten Preis?
Diesmal den „Unerschrockene BürgerInnen“ Preis für ihr unerschrockenes Behaupten gegen Verleumdungen und Gegenwind bei der Umsetzung
Orden
des Stolperstein Projektes. Ich gönne ihnen von Herzen (völlig Ironiefrei) diesen und alle noch kommenden Preise und Ehrungen als Anerkennung für ihre Arbeit. Schade nur, dass beide selbst nie die politische Ethik umsetzten, die sie von anderen fordern.
Trotzdem mein Glückwunsch an alle Unerschrockenen
und die Hoffnung, dass neben CDU und AUF auch die Grünen, Linken (gibt es die zur Zeit in GE?) die SPD und die FDP (gibt es die zur Zeit in GE noch?) endlich in die Puschen kommen und Bürger mit Urkunden und Orden ehren. Dann hätte man auch mehr Auswahl für den Bürgerpreis für Bürgerpreiser.
„Den ersten Orden bekommt man, weil man noch keinen hat; alle weiteren, weil man schon einen hat.“ (Gustav Heinemann)
Über Anatevka schreibe ich auch….
ein oder zwei Sätze, eigentlich nur um die begeisterte Kritik von Wolfgang Platzek in der WAZ in Kleinigkeiten zu ergänzen. Mich hat besonders gefreut, dass Norbert Labatzki als freier und Szenekünstler dort ein furioses Klarinettensolo hinlegen konnte – Klasse! Sein Schauspiel war manchmal eine Spur zu exaltiert – macht aber nix. Der Geigensolist – keine Ahnung wer es war – auch großartig.
Meine Erinnerung an Anatevka wurde gründlich entstaubt und von einem irgendwie süßlich-klebrigem Folklore mit Herz-Schmerz Stück zu einem hochaktuellen und sehr forderndem brisantem Polit-Theater umgeformt.
Gedanken am Rande – da der Schlussapplaus ja nicht nur der großartigen Leistung des Ensembles gelten konnte – ob der Theaterbesucher da sich selbst in der erträumten Rolle des Gerechten applaudiert und schon beim erheben aus dem Sitz sich nicht doch wieder der Alltags-Massenmensch durchsetzt, der im Zweifel eben doch die „Tradition“ wahrt?
Worüber ich zum Abschluss schweigen werde….
sind meine krude Gedanken darüber, ob das Medium Internet nicht doch Seiten des Menschen freilegt, entgrenzt, die andere Medien bzw. Techniken nie erreichen?
ich benötige aus verschiedenen Gründen unbedingt eine lauffähige lokale Datensicherung der GG. Unter anderem, weil ich bis ans Ende meiner Tage für alles, was bis zum Mai 2009 auf den GG veröffentlicht wurde, persönlich haftbar bin.
Ich hatte Probleme diese Datensicherung zu installieren und bat deshalb Ralf Klossek, den Datenbank- und Script-Gott der GG, um Hilfe. Die Fehler und Probleme der Installation direkt auf meinem Laptop zu beseitigen, hätte ihn nur wenige Minuten gekostet. Dies lehnte er ab und gab mir einige Hinweise per PN / e-mail, die ich aber aus Unkenntnis, Unfähigkeit, Unwissen, mangelnder Kompetenz etc. nicht umsetzen konnte.
Das Problem I:
Wie befürchtet, brauche ich nun tatsächlich Zugang zu den Daten, um mich juristisch Hieb- und Stichfest bei einem aufgetretenem Problem absichern zu können. Die Verwaltung suchte auf meine Bitte mit Teilerfolgen lieber aufwändig die entsprechenden Passagen, statt mir bei meinem Installationsproblem zu helfen. Mein Hinweis auf den Teilerfolg der Suche, führte zu unten aufgeführter Wortflut, an der ich einige user per mail teilhaben ließ.
Das Problem II:
Bisher habe ich aus Datenschutzgründen vermieden, bei der Installation (GG) fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerät eine solche Datensicherung in falsche Hände, kann es schnell zu Problemen kommen, für die ich im Zweifelsfall wiederum haftbar gemacht werde. Probleme könnten sein: Rückschlüsse auf die Identität der user durch die e-mail Adressen, auslesen von PNs, auslesen von Verwaltungsinternen Freds usw. Sollten solche Infos oder Texte plötzlich im Internet auftauchen, könnten einige Menschen sicherlich berufliche und / oder private Probleme bekommen. Meine Schutzmaßnahme bisher: die Daten sind auf einer verschlüsselten Platte gespeichert, also nur über ein bisher nicht knackbares Passwort aufrufbar.
Aus den Rückmeldungen auf meine mail und aus Gesprächen mit usern ergibt sich, dass die Mehrheit zwar Empfänger meiner jahrelang erbrachten Leistungen (war) ist, keinesfalls aber umgekehrt sich für mich bei einem Problem einsetzen will.
Das geht mich nichts an, davon verstehe ich nichts, das will ich nicht wissen, das will ich nicht hören, das ist nicht mein Problem, dafür habe ich keine Zeit, da will ich mich nicht rein denken, lass mich in Ruhe usw. usw. sind die Reaktionen auf die mail und wann immer ich user auf die Gesprächsverweigerung der Verwaltung ansprach.
Nix hören nix sehen nix sagen
Wer glaubt, dass es hier nur um einen Zickenkrieg zwischen Verwaltung und einem Ex-Verwalter geht, täuscht sich. Hier steht auch zur Debatte, ob man einer Einzelperson die Risiken aufbürdet und ihm ein „Selbst Schuld“ hinterher ruft, statt als Gemeinschaft der Nutznießer wenigstens für technische Minimalvoraussetzungen einer Selbstsicherung des Haftenden zu sorgen.
Ich habe es oft genug angesprochen, nicht einer (!) hat gesagt: verdammt Verwaltung – helft dem Heinz dabei und gut ist.
Es geht auch darum, ob user das Projekt als ihres sehen, dem Spirit der ersten Jahre verbunden sind, sich verantwortlich für einander fühlen, oder doch nur eine Solidar- und Wohlfühlgemeinschaft unverbindlicher Selbstdarsteller sind.
Auch hier scheinen die GG die typischen Gelsenkirchener Partei- und Verbandsmuster und Strukturen, die kaputte Streit- und Gesprächskultur eins zu eins zu spiegeln.
Problem III:
Niemand scheint sich wirklich Gedanken zu machen über die Datensicherheit, den Datenschutz, die Abhängigkeit der GG in diesen Fragen von nur einer Person. Von einer öffentlichen Diskussion darüber auf den GG ist mir jedenfalls nichts bekannt. Ich habe auch nichts von Arbeitskreisen gehört, die sich mit diesen Fragen auseinander setzen. Ich weiß nichts darüber, wer Daten, für die ich verantwortlich bin, manipulieren kann. Keine Hinweise auf eine Strukturdebatte bei den GG, keine Hinweise auf irgendeine Richtungsorientierung. Mag sein dass mein Eindruck der Plätscher-Plauderei falsch ist – ich erkenne allerdings kein ringen um eine neue Offenheit bei gleichzeitiger Neujustierung von Personen- und Datenschutz.
Die Lösung:
Ich lasse alle Beiträge zwischen November 2006 und Mai 2009 löschen.
Vorteil: ich muss mir den Zickenalarm der Verwaltung nicht mehr antun und muss nie mehr mit bösen juristischen Überraschungen oder finanziellen Forderungen rechnen.
Nachteil: ein auch mit meinem Herzblut gestaltetes Projekt wäre zerstört.
oder:
Ich schicke die Daten an eine Firma, die mir auf einer externen Festplatte einen lokalen Server einrichtet und die Daten einspielt.
Vorteil: ich kann bei Problemen endlich selbst recherchieren
Nachteil: hohes Risiko eines „GG-Leaks“ und frei vagabundierender Daten
Ich werde drüber nachdenken, bis spätestens zum 31.12.10 werde ich mich entschieden haben, ist ja auch Ende meiner Arbeit am (Gesamt)Kunstwerk GG.
Ein kleiner Nachrichtenaustausch zwischen Verwaltung und mir:
@Verwaltung Danke für Fakten & Fazit. Ich ergänze Fakten & Fazit wie gewohnt kurz:
Ich bekam eine Hälfte der Infos (zum user X) und die Mitteilung, dass Fuchs die andere Hälfte (zum user Y) noch schicken wird. Fazit Nummer 1, dass ich bewusst Hilfestellung ignoriere, ist falsch bzw. es wird ein falscher Bezug von euch konstruiert.
Mindestens der Einbau des acounter, crackertracker und der Bot-Trap Mod (von Ralf Klossek eingebaut) verhindern, dass die Datensicherung auf meinem lokalen Server läuft. Zusätzlich nachträglich sicherlich auch von mir durch Unwissenheit und Ungeschicklichkeit verursachte Scriptänderungen beim Versuch, die Sicherung auf den lokalen Server zu bekommen. Fazit Nummer 2 ist also falsch und ignoriert, dass es nicht um Verantwortungszuweisung sondern um verweigerte Hilfestellung geht.
Fazit Nummer 3 – ich wolle etwas, was es nicht gibt, ist konstruiert. Ich wollte Hilfestellung von Ralf Klossek, um Zugriff auf die Datensicherung zu bekommen, egal in welcher Form.
Fazit Nummer 4 / 5, dass ich längst alles hätte, um an die Daten zu kommen, stimmt formal. Was ich nicht habe, ist das Wissen, die Erfahrung und die Kenntnis, dies umzusetzen. Das wisst ihr und deshalb ist euer Verhalten das klassische „vor die Wand“ und „ins Leere“ laufen lassen aller Apparatschiks.
Mein Fazit: wir hätten uns gegenseitig Arbeit und Reibungsverluste ersparen können, wenn Ralf Klossek mir 30 Minuten telefonischen oder „vor Ort“ Support gegeben hätte. Dass ihr bzw. Ralf Klossek dies verweigert, schadet letztlich eigentlich nur eurem Karma. Ich könnte auch die christliche Terminologie bemühen oder andere Wertesysteme – ihr löst euch dabei niemals aus dem Muster Abschottung & Abwehr. Euer Ding.
MfG H.Niski
Verwaltung schreibt:
Heinz hat Folgendes geschrieben: Ich habe zwar eine Datensicherung. die lässt sich allerdings auf Grund einiger durch Ralf Klossek durchgeführter Scriptänderungen nicht lokal öffnen. Meine mehrfachen Bitten an euch bzw. Ralf Klossek mir bei der Lösung dieses Problems zu helfen, wurden bewußt ignoriert.
Hallo Heinz,
Ein paar Fakten.
Noch vor wenigen Tagen hast Du bekommen, was Du wolltest. Der Aufwand betrug auf unserer Seite mehrere ignorante Stunden. Fazit: Heinz ignoriert bewusst, dass er Hilfe erhält.
Die MODs „acounter“ und „cracker-tracker“ verhindern die Funktion der GG-Forensoftware auf einem lokalen Rechner. Du selbst hast die MODs auf dem GG-Server im Jahr 2007 installiert. Das geschah lange Zeit bevor Ralf irgendwelche Aufgaben bei den GG übernommen hatte. Es gibt keine Aufzeichnungen von dir, welche Änderungen du vorgenommen hast. Fazit: Heinz hat seine jetzigen Probleme selbst verursacht. Er schiebt die Verantwortung dafür auf Ralf.
Es gibt nur eine funktionierende Version der GG http://www.gelsenkirchener-geschichten.de Es gibt keine lokale Version der GG auf einem anderen Rechner. Es gibt kein Testsystem der GG auf einem anderen WebServer, welches man mit Altdaten füllen könnte. Es gab einmal eine holperig laufende und dir bekannte Test-DVD, auf der ausschließlich der offene Bereich der GG angezeigt werden konnte. Einloggen als Benutzer, um in geschütze Bereiche zu gelangen, war damals nicht möglich. Die DVD stammte aus Ende 2008. Sie existiert nicht mehr sondern wurde längst zerschreddert. Fazit: Heinz will etwas, was es gar nicht gibt.
Du hast mehrfach Fragen per PN beantwortet bekommen. Du hast Hinweise erhalten, welche Stellen in den von Dir selbst angepassten Skripten damals für die DVD geändert wurden. Der letzte Rat von Ralf war damals, das Datenbank-Backup in ein nacktes phpbb2 zurückzuspielen. Damit ist dir seit Monaten eine Lösung bekannt, die du selbst realisieren kannst. Fazit: Heinz hat längst alles, was er benötigt.
Du bist mit dem Backup sogar im Besitz aller Scriptänderungen, die jemals an den GG gemacht wurden. Es ist am Dateinamen zu erkennen, wer eine Datei geändert hat. Du könntest also deine Änderungen von 2007 selbst suchen und rückgängig machen. Fazit: Heinz hat sogar mehrere Lösungsmöglichkeiten.
Grüße von der Verwaltung
weiter demnächst – wenn die Zeit noch reicht – mit der wundersamen Geschichte eines Künstlers, Egomanen und mädchentoilettetenwaschbeckenknierohrföglers
H. Peter Rose, Rede zur Eröffnung der ARTS PRAXIS am 11. Dezember 2010 in der Von-Oven-Straße 10
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I.
Ausgangspunkt für das heutige Ereignis war ja wohl im letzten Sommer ein Tipp von Heinz Niski zu leerstehenden Räumen einer ehemaligen Arzt-Praxis, die eventuell als Künstler-Ateliers genutzt werden könnten. Herausgekommen ist dabei, was wir heute besichtigen können, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem das Ende des Kulturhauptstadtjahr für Gelsenkirchen schon absehbar. Denn in der nächsten nächsten Woche wird mit der Enthüllung einer 18 Meter hohen Herkules-Statue von Markus Lüpertz auf dem Förderturm im Nordsternpark Schluss sein mit RUHR.2010. Immerhin bleibt Herkules uns für die Zukunft erhalten. Was sonst noch bleibt, ist eine offene Frage.
Ganz im Gegensatz zum heute in der WAZ veröffentlichten Städteranking zur wirtschaftlichen Leistungskraft der 100 größten deutschen Städte, ist die Eröffnung der ARTSpraxis ein gutes Omen für die Zukunft der „freien Kulturszene“ in unserer Stadt. Denn was sich im vergangenen Jahr, vieles davon angeregt und begleitet von dem Internet-Forum „Gelsenkirchener Geschichten“, als zivilgesellschaftliche Initiative alternativ zum offiziellen Kulturhauptstadt-Programm lokal entwickelt hat, kann sich sehen lassen und sollte nicht leichtfertig beiseite geschoben oder gar wieder verspielt werden.
Einige Pflänzchen konnten zum Blühen gebracht werden. Da war das doppelsinnige „Abgehängt“-Projekt mit den von Gelsenkirchener Künstlerinnen und Künstlern gestalteten Bannern in der Hauptstraße. Die „Urbanausen“ entwickelten und organisierten Straßenaktivitäten, brachten sich engagiert ein beim City-Fest „Ab durch die Mitte“ und veranstalteten mit dem Consol-Theater auf Schloß Horst – leider nur einmalig – das Konzert „Klang der Stille“. Ebenso unterstützten sie organisatorisch die von Jürgen Kramer initiierte Ausstellung „Gelsenkirchener um Beuys“. Und meistens war auch „ArtMzug“, der Kunstautomat, dabei.
II.
Mit der ARTSpraxis startet am heutigen Abend nun das Projekt einer Ateliergemeinschaft, in der sich 3 Frauen und 5 Männer zusammengefunden haben, um je für sich künstlerisch und kreativ arbeiten zu können, aber hoffentlich auch gemeinsame Projektideen entwickeln und umsetzen werden, um sich mit ihren Arbeiten öffentlich zu präsentieren und der Diskussion zu stellen. Dies und noch manches mehr ist vielversprechend für die Zukunft der „Gelsenkirchener Szene“, dass sie sich nicht mit RUHR.2010 verabschieden, sondern weitermachen, sich verstetigen und verstärken wird.
Meine Wahrnehmungen der „freien Kulturzene“ stimmen mich zuversichtlich, dass es auch in Gelsenkirchen Potenziale gibt, die bereit sind, ihre Sache „selbst in die Hand zu nehmen“ und „ihr Ding zu machen“ und auf ihre Art und Weise das Gemeinwesen mitgestalten und mit Leben erfüllen wollen, indem sie beispielsweise dazu beitragen, Stadtquartiere kulturell aufzurüsten und peu á peu sogar zu verändern. Ich habe dabei eine alte Erkenntnis bestätigt gefunden, dass leider, wie überall und immer noch, die Menschen mehr können als sie dürfen. Deshalb muss man sie lassen und nicht gängeln.
Gefordert ist Eigensinn und zivilgesellschaftliche Initiative, die nicht auf Staat oder Kommune und „öffentliche Knete“ schielt, sondern mit persönlicher Zivilcourage in der Sache selbst Fakten schafft, wie es hier mit der ARTSpraxis zwischen zwei Bankfilialen geschehen ist. Vielleicht wäre es zwischen zwei Kneipen besser gewesen. Aber wer außer dem „lieben Gott“ unserer Zeit, Josef Ackermann, weiß schon, was aus den Banken wird.
In den vergangenen fünf, sechs Jahren sind einige neue künstlerisch-kreative Orte entstanden, die auch der kulturellen Kommunikation dienen und somit potenzielle Keimzellen für die Entwicklung „kreativer Quartiere“ sind. Heute kommt ein weiterer „Kreativ-Standort“ hinzu. Weitere könnten folgen, denn die Initiatoren der „Kunstperipherie Ruhrstadt“ haben gezeigt, wo und wie Raumpotenziale zu finden sind, um sie für die Szene-Kultur „auf Zeit“ zu erschließen und zu nutzen – und sei es nur für ein Wochenende. Denn was ist schon perfekt? Eine Szene-Kultur lebt von Initiative und Improvisation. Alles andere wäre langweilig.
Die ARTSpraxis könnte Knoten- und damit Ausgangspunkt für ein „kreatives Netzwerk“ in der Innenstadt werden. Die Lage ist nicht schlecht, sie wird sich sogar verbessern, wenn das Hans-Sachs-Haus, das „Jahrtausendbauwerk“ als zentraler Standort endlich fertiggestellt sein wird. Dann wird sich auch das nähere und weitere Umfeld wieder beleben. Leider hat „Abgehängt“ in der Hauptstraße nicht so aktivierend gewirkt, wie erwartet. Aber das könnte sich mit einer vorübergehenden „Inbesitznahme“ des ehemaligen „Kodi“-Ladens ändern, um „Abgehängt“ noch einmal würdigend Revue passieren zu lassen und warum nicht auch noch einiges mehr, solange der Raum verfügbar ist. Vielleicht wäre es auch eine erste gute Chance für die „ARTSpraxisten“, auf sich aufmerksam zu machen und erste Kontakte mit der Nachbarschaft für ein kreatives Netzwerk zu knüpfen.
III.
In der Kunst geht es um „Kreativiät“, um menschliche Schöpfer- und Gestaltungskraft. Die Freiheit der Kunst ist ein Grundrecht unserer Verfassung. Ihre Förderung ist eine öffentliche Aufgabe. Deshalb unterhalten Staat und Kommunen kulturelle Einrichtungen und überlassen sie (noch) nicht der Wirtschaft und den Gesetzen des Marktes. Der Begriff „Kulturwirtschaft“ war mir von Anfang an suspekt. Er wurde von den ersten „Kulturmanagern“ in den 1980er Jahren eingeführt, um die Bedeutung der Kultur für die demokratische Gesellschaft zugunsten der Wirtschaft zu verschieben. Inzwischen ist von „Kreativwirtschaft“ und einer „kreativen Klasse“ die Rede, um die originär mit dem Begriff „Kreativität“ verbundene menschliche Freiheit ökonomisch zu verwerten und damit einzuschränken. Mir scheint, unter Kreativität versteht man heute ausschließlich nur die eine Kunst, an das Geld anderer Leute zu kommen.
Ja, auch die „freie Kulturszene“ wird öffentlich gefördert, aber nicht im Sinne der Entfaltung ihrer kreativen Potenziale, sondern nach ihrer „Bewährung“, also nach vorgegebenen bürokratischen Kriterien. So kann nur schlecht Neues entstehen bzw. ans Licht der Öffentlichkeit gebracht werden. Es bleibt also faktisch nur die Nutzung der politischen Spielräume durch demokratische zivilgesellschaftliche Basisarbeit im Sinne sozialer und kultureller Gemeinwesenarbeit. Dazu müssen die Kommunen gewonnen werden. Wenn schon kein Geld für Sachmittel und Personal, dann doch Unterstützung für Aktivitäten zur Nutzung öffentlicher Räume und Plätze sowie Hilfen bei Beschaffung von Arbeitsräumen etc.
IV.
Ich habe lange überlegt, welchen Kreativitätsbegriff ich Ihnen anbieten kann. „Ein geheimes Kinder-Spiel-Buch“ hat mir auf die Sprünge geholfen. Es ist ein Gedicht aus den 1920er Jahren von Joachim Ringelnatz, das ich Ihnen abschließend vortragen möchte, und hat irgendwie sogar etwas mit den „alten Zeiten“ Gelsenkirchens zu tun. Ich hoffe, dass ich es trotz meiner krächzenden Stimme einigermaßen verständlich rüberbringen kann. Es heißt „Das Bergmannsspiel“:
Unter dem Bett ist der Schacht.
Der wird entweder mit Bettdecken dunkel gemacht.
Oder ihr spielt das Spiel bei Nacht.
In den Schacht schüttet ihr erst recht viel Kohlen.
Die muß der Bergmann auf dem Bauche rausholen.
Ein Licht oder Spirituskocher und zum Graben
Eine Schaufel muß jeder Bergmann haben.
Außerdem muß er vor allen Dingen sich hinten
Ein Stück Leder aus Schuh oder Ranzen anbinden.
Dann baut ihr aus Tisch und Stuhl und Fußbank drei Stufen,
Dort, wo der Eingang sein soll.
Jeder, der runterkriecht, muß erst „Glückauf“ rufen
Und schaufelt eine Zigarrenkiste voll Kohlen voll.
Jeder, der rauskriecht, muß dann ganz dreckig sein.
Und jedesmal müssen alle Glückauf schrein,
Geben euch eure Eltern was hinten drauf,
Dann ihr doch hinten das Leder und ruft nur „Glückauf“.
In diesem Sinne wünsche ich den Akteuren der ARTSpraxis für ihre Ideen, Pläne, Operationen und Aktionen – na, was wohl? – ja sicher:
Das Selbstverständnis der Arts-Praktiker scheint sich noch schärfen zu müssen, aber auch ohne große Selbst-Ansprüche an ihre Strahlkraft ins Viertel hinein, wird sich die Wohn- und Lebenssituation durch sie in der Innenstadt sicher etwas verbessern.
Man stelle sich vor: das Hans Sachs Haus fertig renoviert und das Elend, genannt Hauptmarkt, aufgepeppt mit handverlesenen türkischen Händlern der verschiedenen Gelsenkirchener Flohmärkte.
Könnte klappen – aber ob wir je hier so etwas wie ein Bermuda Dreieck bekommen? Ne, glaube ich nicht.
Eine Malboro ist eine Malboro ist eine Malboro. Oder wie der Maler Felix Zdziuch sagt: auf dem Bild ist nur das, was auf dem Bild ist. Es gibt keine Bedeutung darüber hinaus. Keine Zusammenhänge zwischen der Rose, der Malboro, der Frau Stein und dem Text. Das Bild ist einfach nur Bild.
Na dann.
Natürlich sind die Farben nicht echt wiedergegeben, bestimmt kommt trotzdem die Kraft der Frau und des Bildes rüber, was aber laut Maler ja egal ist. Also: ein Stück Stoff mit Farbe. Nicht mehr, nicht weniger. Eine Leinwand ist eine Leinwand ist eine Leinwand – und hängt zur Zeit an meiner Wand.
Topfpflanze auf Einrad mit Lüstling
Mag sein, dass dem seltsam androgynen Lüstling oder der Lüstiline die Topfpflanze an den Kopf fliegt, weil er / sie / es wieder mal nicht die Triebkräfte umlenken kann – beunruhigend ist aber nicht der mögliche Zusammenprall, sondern das zum Einrad mit Lenker, aber ohne Sattel geschrumpfte Zweirad auf Linie.
Sieht aus wie eine schmerzhaft-unkomfortable festgelegte Einbahnstraßenreise ohne Alternativen und Steuerungsmöglichkeit.
Kanne auf Kubus
.
Na gut, nichts stimmt hier, weder die Perspektive, die Gravitation, die Flächen sind nicht gefüllt, das Gras wächst falsch – aber die Kanne wirkt bedürftig-gewalttätig und hat Eigenleben. Also darf sie sein.
Alle Bilder Felix Zdziuch und bei mir „zwischengelagert“.
Soft Skills werden ja zu recht sehr groß geschrieben bei den GG und sehr viele sprechen sich selbst diese soziale Kompetenz zu, den Unsicheren soll die Netiquette eine Knigge-Bibel sein. Verantwortlich für die Exegese ist die Verwaltung, die den mehrfachen Schriftsinn der Texte interpretiert. Sie beurteilt den ethischen Sinn, den wörtlichen Sinn, den allegorischen Sinn und letztlich den höheren bzw. tieferen Sinn des Geschriebenen.
Es gibt keine allgemein gültigen Vorstellungen darüber, was und wie die GG sind, sein sollten, sein könnten und deshalb kann und darf sich jeder den eigenen Auslegungsraum stecken, in der Regel im Rahmen des „gesunden Menschenverstandes,“ seines Bildungshorizonts und seiner Einzelinteressen. (Selbstdarstellung, Kontaktbörse, politisches Kampfinstrument etc.)
Schauen wir mal ins Labor und nehmen diesen Fred: zum Fred hier klickenoder direkt im Text hier weiter mit Kurzanalysen und Inhaltsangaben, Erläuterungen und Exegese.
Kwitsche bedauert die Sprachlosigkeit zwischen Verwaltung und mir, ruft zur „Versöhnung“ auf, fragt ob die Verwaltung Gründe nennen kann für diese Entwicklung und bittet um Offenheit.
Er zeigt soziale Kompetenz im Bereich Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Wahrnehmung, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.
Debray versagt im Bereich Perspektivenübernahme, Mitgefühl, emotionaler Intelligenz. Vermutlich teilt er als Kader immer noch in Haupt- und Nebenwiderspruch auf.
Soft Skill Antworter 2:
Männlein stellt fest, dass die GG nicht am Ende sind, sich aber ändern werden.
Männlein war in der Anfangszeit der GG Mitglied der Senatorengruppe. Diese Gruppe von GG usern beriet die Verwaltung bei schwierigen Entscheidungen und hatte meiner Erinnerung nach auch Stimmrecht. Seine Soft Skills waren vor allem Menschenkenntnis, Großmut, Selbstbeobachtung, Kompromissfähigkeit.
Soft Skill Antworter 3:
Egon erklärt, dass die Verwaltung Zeit zum Nachdenken braucht und dass sie eine gemeinsam abgestimmte Antwort geben wird. Unter Heinz hätte es das nicht gegeben.
Er persönlich allerdings wüsste auch nach einem Jahr nicht, warum es zu dieser Sprachlosigkeit kam. Kwitsches Befürchtung nicht mehr Gruppenkompatibel zu sein, interpretiert er als Stimmungsmache gegen die Verwaltung und betont noch einmal, dass die Verwaltung user nur überlegt, abgestimmt und begründet aussperrt und nicht willkürlich, wie unter Heinz. Er bemängelt, dass noch ein Fred zum Thema „Heinz“ durch Kwitsche eröffnet wurde.
Egons Soft-Skill-Defizite sind im Bereich Selbstwertgefühl, Selbstbeobachtung, Menschenkenntnis, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung. Er greift zum Mittel der Selbsttäuschung und Abwehr.
Kwitsche erklärt, dass er mit Verständigungsschwierigkeiten zwischen ihm und Egon gerechnet hat, er versucht zu vermitteln, dass er mit seiner Frage und der Eröffnung eines neuen Freds Altlasten abschütteln wollte, seine Stimmung mitteilen wollte und keinesfalls Stimmung für oder gegen jemanden machen wollte. Er möchte mehr Details darüber, warum ich Entscheidungen ohne die 6 Verwaltungskollegen treffen konnte, erinnert sich, dass auch Egon für den Ausschluss von usern gestimmt hätte.
Er nutzt das Sprachbild des „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ (jemand will nur Vorteile genießen und unangenehmes anderen überlassen) und stellt Toleranz, faires Streiten und Offenheit auf Egons Seite in Frage.
Er glaubt dass Egon und Ralf eher als die anderen Verwaltungsmitglieder für seinen Ausschluss stimmen würden.
Kwitsches resignative Grundstimmung resultiert erkennbar aus bisherigen Beobachtungen und dem jetzigen Gesprächsverlauf , der zeigt dass Angst und Abwehr auf Egons Seite kaum zu durchbrechen sein wird.
Soft Skill Antworter 4:
Egon stellt fest, dass es Verständigungsprobleme gibt und glaubt dass Kwitsche fremdgesteuert durch Heinz ist.
Alles Auslegungssache
Soft Skill Antworter 5:
Chronistin66 erklärt, dass Heinz jederzeit hier posten könne, dass er einen eigenen Blog hätte und dass sie kwitsche nicht verstünde.
Sie lenkt von der Ursprungsfrage ab und zeigt mangelnden Respekt und mangelnde Achtung vor Kwitsche als Mensch und vor seinem Versuch Antworten auf Fragen zu bekommen, die sich viele stellen. Chronistins Soft Skills sind Härte und Konsequenz.
Kwitsche glaubt nicht dass Egon nicht weiß wie und warum sich die Situation so zuspitzte, sieht die Verwaltung eingeigelt hinter hohen Mauern und hofft dass es irgendwann gesellschaftlicher Konsenz sein wird, über diese Art „privater“ Probleme auch öffentlich zu reden. Er sieht eine Doppelmoral der Verwaltung, einerseits nicht öffentlich zu reden vorzugeben und andererseits ausgesuchten usern selektierte Infos zukommen zu lassen. Er bedauert, dass seine guten Absichten in schlechte uminterpretiert werden und wünscht sich mehr Transparenz und Offenheit. Er wünscht der neuen Verwaltung und Heinz alles gute und bedauert noch einmal den Bruch.
Kwitsche zeigt Selbstdisziplin, Verantwortung, Großmut und Konsequenz
Soft Skill Antworter 6:
Verwaltungsmitglied zuzu erklärt, dass die neue Verwaltung keine neue wäre, sondern die alte – nur ohne Heinz.
Mir ist völlig unklar, ob dieses Fragen an sich abperlen lassen und mit Mätzchen und Spott auf ernsthafte Bemühungen anderer zu reagieren, auf sozialer Inkompetenz beruht (mangelndes Selbstwertgefühl, fehlendes Selbstvertrauen, Kritikunfähigkeit), gespielter Zickenalarm ist oder schlimmeres.
Soft Skill Antworter 7:
Paul Herbstwald glaubt dass die Verwaltung noch aus 7 Mitgliedern bestünde, wovon einer Enttäuscht wäre. Er hofft, dass die GG mehr Demokratie wagen.
Hier soziale Kompetenz zu entdecken, ist schwierig, da nur Meinung ohne Kenntnis veröffentlicht ist.
Es beginnt der übliche Austausch von Belanglosigkeiten und Geplänkel und wir setzen wieder ein mit Paul Herbstwald.
Soft Skill Antworter 8:
Wirksamkeit und Effizienz
Paul Herbstwald wünscht sich weniger Diskussion, um so bei Lesern mehr Wirkung zu erzielen. Das prozesshafte gemeinsame ringen um Erkenntnisse soll beendet werden zu Gunsten von Statements und Verlautbarungen.
Er glaubt, dass ich noch auf den GG schreibe und gibt vor mich zu kennen und meine künstlerische Arbeit zu schätzen.
Er sieht im Beziehungsabbruch von 7 Menschen eine provinzielle Befindlichkeitsstörung, glaubt immer noch, dass die Verwaltung aus 7 Personen bestünde und gibt als Ziel für die GG und das nächste Jahr aus, mehr Demokratie zu wagen.
Zielorientiert mit qualitativer Verbesserung solle das Projekt GG weiter bestehen – ob mit oder ohne H.
Soft Skills hier im Bereich Härte, Fleiß, Konsequenz - Defizite im Bereich Perspektivenübernahme, Wahrnehmung, Respekt, Achtung, Selbstbeobachtung, Teamfähigkeit. Bleibt anzumerken, dass er den Charakter der GG ändern will und das Ursprungsthema nur als Stichwortlieferant für seine Umbaupläne nutzt.
Soft Skill Antworter 9
Chronistin66 fragt sich, warum sich die Prägung und Ausrichtung der Verwaltung zwar mit meinem Weggang geändert haben soll, aber nicht mit pitos Ausscheiden.
Sie fragt sich warum ich nicht mehr auf den GG schreibe und warum man mich vermisst.
Diese rhetorischen Fragen dienen der Stabilisierung ihrer Gruppe und sollen ihren Status festigen. Es zeugt also von Kooperation, Teamfähigkeit und Flexibilität.
Es folgt allerlei Geplänkel zu anderen Themen und wir machen weiter mit Muttis Spaßmacher
Soft Skill Antworter 10:
„Mutti hat Spaß denkt Vati“ ärgert sich über meinen Blog, in dem von oben herab die GG kommentiert würden und EX-User ihre Emotionen hochkochen würden.
Er bezweifelt zuzus Kommunikationsfähigkeiten und bescheinigt ihr, patzig-trotzige Antworten zu geben. Er überlegt, ob Paranoia oder Missverständnisse der Hintergrund für dieses Verhalten sind.
Er möchte das immer wieder auftauchende Thema „Wo ist Heinz – Warum hat er sich zurück gezogen – Warum sagt die Verwaltung nichts“ unbeantwortet beerdigt wissen.
Soft Skill Kompetenzen im Bereich Flexibilität, Härte, Konsequenz, Verantwortung. Um den Gruppenfrieden zu erhalten, opfert er Außenseiter & Ausreißer.
Wir sind auf Seite 4 von 7 angelangt und Fortsetzung folgt
Während ich noch schwanke, ob mein größter Fehler beim Projekt Gelsenkirchener Geschichten die Einführung der exzessiv formulierten Netiquette war oder doch das Konzept des Zufälligen bei der Inner Circle Oligarchie Truppe, wird möglicherweise die „Verschlossene Auster des Jahres“ den GG in ihrer Rolle als Partnervermittlungsinstitution zugesprochen werden.
Die mich berührende „Hosianna & Kreuzige ihn“ Erfahrung (immer wieder beeindruckend, wenn Individuen sich zu Massen-Masken verwandeln) ging nahtlos über in das Vergnügen, meiner Trotzkisierung jüngst sogar auf einer öffentlichen Veranstaltung beiwohnen zu dürfen. Die kleinen und größeren Verrenkungen der Menschen, mich aktiv zum Unerwähnten zu ignorieren, haben in ihrer Unbeholfenheit schon wieder einen fast liebenswürdigen Charme. Jedenfalls sind sie mir sympathischer als die Taschenspieler Tricks der K-Linken, die solche Konflikte ideologisch unterfüttert in Haupt- und Nebenwidersprüche abspalteten. Die Grausamkeiten bleiben gleich, sind nur gefälliger verpackt – und wie wir alle wissen, bestimmt heute Verpackung den Inhalt. Form follows function war einmal.
Wenn Gruppen Gedanken erdrücken
Hunger? Mehr Essen!
An diesem Beispielfred möchte ich einmal exemplarisch belegen, dass die Gelsenkirchener Geschichten eine piefig-spießige abgeschottete Sektenveranstaltung geworden sind, die freien Gedankenaustausch unterbinden, aktiv verhindern und nur noch als Name-Dropping und Selbstdarstellungsplattform für einige wenige dienen.
Troy bzw. die Verwaltung unterstützt löblicherweise ein zivilgesellschaftliches Hilfsprojekt einer Gelsenkirchenerin in dem Heimatdorf ihrer togolesischen Eltern.
So weit so gut. Doch dann fängt das Elend an.
Astrid Becker alias Jazzam wird als Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund um das Projekt vorgestellt und bekennt vollmundig, über Anregungen aller Art dankbar zu sein. Es tauchen anregende Fragen auf. Die Beantwortung der Fragen wird abgelehnt, die Fragen werden als unverschämt bezeichnet, der Fragesteller je nach Lesart als Troll, Störer, neoliberaler Niebeldirk oder auch Neonazihandlanger gesehen und aus den GG verbannt.
Doch zuvor meldet sich unvermeidlich Pünktchen HelmutWäh zu Wort und erzählt in Prosa, dass er beinahe auch schon mal selber ein Hilfsprojekt gestemmt hätte, wenn nicht dies oder das dazwischen gekommen wäre. Etwas später präsentiert er wie immer die originelle Idee, dass der Künstler auch ein Bild stiften könne, inszeniert sich als feinfühliger Damen-Beschützer Kavalier, um gegen Ende des 7 Seiten Freds selbstlos-bescheiden zu verkünden, das er den Oberbürgermeister für das Projekt in Geiselhaft genommen hat.
Die Verwaltung verlautbart selbstreferenziell, dass der Verein Avenir die Projektidee auch klasse fände, Presseartikel werden zitiert und irgendwann stellt irgendwer die unvermeidliche Frage „Was hat das alles mit Gelsenkirchen zu tun?“
Man ist beleidigt und lässt Publikumslieblingdarsteller Lo-Lancelot ran, der die Frage zwar nicht beantwortet aber bereitwillig als Vorlage für sein Wortspielerei-Hobby aufgreift.
Etwas später reagiert zuzu beleidigt, pito kommt im Imperativ (lass es!) daher und die Verwaltung schützt sich mal wieder vor einem Nachdenken mit der missbräuchlichen Auslegung der Netiquette.
Welche bösen Fragen wurden gestellt?
Der Reihe nach:
1. Gibt es noch ein anderes Spendenkonto als das der GG?
Die Frage blieb unbeantwortet. Auch wenn die Frage möglicherweise nur dazu diente Misstrauen zu säen, hätte die Verwaltung hier eine klare und deutliche Sprache sprechen müssen und genauere Angaben machen müssen. Statt vertrauensbildender Maßnahmen kam nur beleidigtes Geplänkel. In Zeiten der Spenden-Tüvs und Spenden Siegel doch zu dünn und zu wenig.
2. Was hat das mit Gelsenkirchen zu tun?
Glücklicherweise sprang pito für die Fragen-Ansprechpartnerin und die Verwaltung ein und fasste zusammen.
3. Ist diese Hilfsform sinnvoll?
Keine Erklärung
4. Ist das Subsidaritätsprinzip gewahrt?
Keine Erklärung
5. Produziert die Hilfe Abhängigkeiten?
Keine Erklärung
6. Verstellt der „Internationalismus Ablasshandel“ den Blick auf die Defizite und Mängel in der direkten Nachbarschaft?
Keine Erklärung
Alles Fragen über die sich weltweit Menschen die Köpfe zerbrechen – nur nicht auf den GG. Im Gegenteil, hier wird der Fragesteller auch noch rausgeworfen und eine absurde Begründung für diesen Rauswurf konstruiert. Immerhin hat sich die Verwaltung da noch die Mühe gemacht irgendwas zu begründen. Mein Rauswurf aus verschiedenen GG-Arbeitsgruppen war nicht mal ne Info an mich wert. Was für eine scheinheilige Armseligkeit, Cliquenwirtschaft und welch ein Rückfall in archaischen Gruppenzwang.
Ich kann mir übrigens durchaus vorstellen, dass die Flugkosten für den Projektleiter durch Spendengelder gedeckt werden könnten und sollten. Auch hier kein Gedankenaustausch, keine Erklärung – nur Empörung und Erregung und Verhinderung des öffentlichen Gespräches.
Das hatte ich mir vor 4 Jahren nicht vorgestellt oder gewünscht, als ich die GG initierte. Ich wollte zwar ein möglichst perfektes virtuelles Spiegelbild der realen Stadt, habe aber völlig ausgeblendet, dass zur Perfektion auch die Filzokratie, Borniertheit, Brain-Drain und die sich verweigernden Naserümpfer-Bildungsbürger gehören – wirklich dumm von mir.
Na ja und die Künstler, die den Stallgeruch der GG fürchten, sollten nicht unerwähnt bleiben.
Säckeweise Asche über mein Haupt für meine Idee, eine in ihrer Strenge so noch nie da gewesene Netiquette für die GG zu komponieren. Asche nur noch bis zum 31.12.2010, danach wird dieses Splitterchen befriedet im Käseigel spicken. Mein Gesprächsangebot an Marie, Sabine, Lothar, Ralf, Egon, Meik, Jesse, Helmut W. und Michael W. ist hiermit nach einem knappen Jahr beendet. Die Netiquette wird wohl noch einige Zeit darüber hinaus missbraucht werden, um den geneigten Leser der GG endgültig zu Tode zu langweilen und mit belanglosen Beliebigkeiten zu foltern.
*Nachtrag auf Nachfrage:
mit der Einstellung meines Gesprächsangebotes nach einem Jahr meine ich sowohl Gespräche auf der Sachebene, wie auch die zwischenmenschliche Beziehungsebene. Von diesen Formen von Kumpanei, Heuchelei, Freundschaft, Bekanntschaft, Zweckbündnissen etc. möchte ich mich doch lieber unabhängig halten.
Und nein, ich habe keinen Groll gegen irgendjemand – wir alle strampeln nur wie der Frosch in der Milch und den wenigsten ist vergönnt, dass daraus Butter wird und sie dem Topf entkommen.
Und ja – ich versuche nach wie vor noch für mich einen zusammenfassenden Rückblick zu schreiben. Ob ich den veröffentlichen werde, kommentieren lasse oder zur Diskussion stelle, weiß ich immer noch nicht. Nach wie vor ist es mir ein Handicap, keinen Zugriff auf meine in 3 Jahren geschriebenen Verwaltungsinternen Texte zu haben – der großzügig-freundlichen Verweigerung meiner Ex-Kollegas sei Dank dafür.
In diesem Sinne – wenn schon nicht Liebe, dann wenigstens: