Hinterzimmerdüfte und geschlossene Gesellschaften
Um Abschottung, Hinterzimmerabsprachen und starre Seilschaften strukturell zu erschweren und die Kreativität und das Wissen vieler einzubinden, habe ich immer auf größtmögliche Offenheit und Öffnung bei allen GG-Planungen geachtet.
Jeder sollte die Entwicklung einzelner Projekte nachvollziehen können, um durch diese niedrigschwelligen Beispiele Ermutigung für eigenes Handeln zu bekommen.
Ein wohl gescheiterter Versuch angesichts der unfassbaren Weisheit der Evolution, die archaische Gruppendynamiken genetisch verankerte und andere Eigenarten wie die der Eitelkeit, des Herrschen & Besitzen wollens, besonders gestärkt hat..
Die Abgrenzungsbegründungen unter sich bleiben wollender user und Verwalter waren bunt, vielfältig, meistens vor allem aber burlesk.
Das Geheimtreffen eines ausgesuchten Teils des GG-Buch-Redaktionsteams unter gezieltem Ausschluss der restlichen Redaktionsmitglieder und gegen die verwaltungsinterne Absprache wurde von dem betreffenden Verwaltungsmitglied mit …..” ööhh …. wir trafen uns zufällig alle im Café und haben auch nix besprochen” erklärt.
Die Begründung, warum für eine öffentliche VHS-Veranstaltung der GG nicht geworben werden durfte: dann kämen immer die selben Leute.
Statt Potenziale zu bündeln, hieß es plötzlich: “wir lassen uns doch nicht in die Karten gucken”!
Das Politikum der gemeinsamen Entscheidungsfindung wurde abgelöst durch Überraschungsmomente, man inszenierte lieber zeitgeistnah ein “Event” für das “Publikum” (womit die anderen Aktiven gemeint sind), statt das “Publikum” mit- und nachdenken zu lassen.
Was Anfangs gemeinsame Bestandsaufnahme, Selbstreflexion und Selbstvergewisserung, Erfahrungsaustausch war, wurde in einem schleichenden Prozess durch Verwaltungsmitglieder umgedeutet in so genannte “Bevormundung”, “Kontrollversuch”, “Misstrauen” etc.
Gezickter Gedanken Tausch
Nicht der Diskurs, das Gespräch, der Ausstausch, bestimmten irgendwann das Verwaltungsklima, sondern neben vielen Worthülsen für ein Kommunikationsprojekt erstaunlicherweise vor allem das kollektive Schweigen zu bestimmten Themen, das nicht zur Kenntnis nehmen, das Ignorieren.
Sprachlosigkeit wurde das akzeptierte Mittel der Wahl.
Hieß es erst: “schreiben führt zu immer mehr Missverständnissen, also lasst uns gemeinsam reden”, folgte ein “7 Menschen können nicht gemeinsam reden und Probleme lösen, also lasst uns 4 Augen Gespräche führen”, – aber keinesfalls mit Heinz!
Als Avantgarde der neuen Stille und Botschafter des kindlichen Glaubens, dass nicht da ist, was ich nicht sehe, steckten meine sechs Ex-Verwaltungskollgen dann auch konsequent öffentlich den Kopf in den Sand und hielten sich die Hand vor ihre Augen. Verdrängungskunst im www, eine neue Kulturtechnik.
Wir sind beleidigt und sagen deshalb der Öffentlichkeit nix über den Rückzug des Initiators des Projektes, zeigen ihm die kalte Schulter, kündigen ihm die Freundschaft, reden auch privat nicht mehr mit ihm.
Strafe muss sein, sagten sich die Verwalter…… wenn uns schon jemand so deutlich zeigt, dass er unseren Weg in die “Realität” der Dutzendwaren-organisations-zwangs-strukturen nicht folgen will.
Getreu dieser Logik vermieden die Verwalter dann auch, sich ernsthaft an einem Gedankenausstausch einer Arbeitsgruppe über die Zukunft der GG zu beteiligen. Schließlich will mobben konsequent angewandt sein, auch wenn man sich dadurch das Wasser selber abgräbt.
Während die einen user Eifersucht und einen Beziehungskonflikt vermuteten (nein, ich hatte zu keinem Zeitpunkt jemals eine sexuelle Beziehung zu irgendeinem anderen Verwaltungsmitglied) wollten andere gar nicht erst wissen, warum ich mich von der aktiven Arbeit zurückzog bzw. wussten es ja schon immer bzw. atmeten auf, dass der Totengräber der GG endlich die Klappe hielt.
Hauptsache es geht weiter – egal wie. Nachdenken bringt nur Ärger und das verbietet ja die Netiquette.
Alt-bekannte Namen neben der Verwaltung. 3 Pärchen. Den Erfahrungsschatz eines Dthamm, Alter Mann, Detlef Aghte, transform, gutenberg usw. usw. zieht man gar nicht erst in die Überlegungen und Vorbereitungen mit ein, man bleibt halt gerne kuschelnd unter sich.
kaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkaltkalt
let me freeze again to death
Fortsetzung von ….
Fortsetzung folgt




[...] Fortsetzung hier 51.511532 7.093030 [...]
All´ das, was hier berichtet und beschrieben wird, halte ich für eine Tragodie in alle Richtungen: wenn ich in den letzten Jahren eine traurige Geschichte mitverfolgt habe, dann hier. Es gibt keine(n) Gewinner, nur Verlierer. Auf der menschlichen Ebene, aber auch auf der sachlichen Ebene. Es wird wahrscheinlich noch fleissig so weitergehen, bis sich dann alle Fraktionen endgültig so zerstritten haben, dass etwas noch traurigeres geschieht. (Wie hieß noch der König, der zwar gewann, aber dennoch Verluste erlitt?)
@Mutti
Ich sehe eine melancholische Verlorenheit, teile deine Sicht, dass alle etwas abgeben müssen. Illusionen, Täuschungen, Realitätssinn, Sicherheiten, Unsicherheiten.
Das ist die eine Hälfte der Wahrheit. Es gibt aber etwas darüber hinaus, egal ob man es versimplifiziert oder überhöht: ich verstehe nach wie vor die GG als SOZIOKULTURELLE SPURENSUCHE & als KUNSTPROJEKT.
Zur Soziokultur gehört auch die Streitkultur, gehören Konfliktlösungsstrategien, gehört der Umgang mit starken Gefühlen.
Zum Kunstprojekt gehört auch das Grenzverändernde, das andere Sichtweisen und Blickwinkel einnehmen, Entdeckungen, Erforschungen. Manchmal kann das sanft kommen, manchmal schmerzhaft sein.
Dramatisch! Erneut Zugriff der GG-Apparatschiks gemeldet: http://tinyurl.com/ggapparatschik
Dramatisch? Wohl doch eher langweilig, oder? Wenn ichs recht verstanden habe, gab es einen pädagogischen Eingriff “unten rum”.
Das ist nun doch nichts wirklich neues, zeigt nur weiter, dass es Auffassungsunterschiede beim Thema Freiheit der Kunst, Überforderungen beim wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, Defizite bei der Methodik und Ausgrenzung aller Schichten gibt, die nicht ins Raster “Mädchenpensionat” passen.
Es bleibt dabei – weder die Bibel noch Ringelnatz hätten je eine Chance auf den GG veröffentlicht zu werden.
Zu wenig PC, zu schmutzig – auch “unten rum”.
Jeder neue GG-User der auch nur im Entferntesten irgendeinen Bezug zu Bielefeld hat wird sofort verdächtig ein mutkunst-Troll zu sein, köstlich! Diagnose: Fortgeschrittene Paranoia
)
http://goo.gl/xhWqA
Ich überlege ernsthaft ob ich dagegen etwas unternehmen soll. Ich bin unter diesen Umständen eigentlich nicht mehr bereit, dieser Truppe meine alten Textbeiträge zu überlassen…
Ja mutkunst, wenn ich könnte würde ich alle meine Beiträge die ich irgendwann mal in die GG gekritzelt habe, sofort löschen oder löschen lassen und noch ne dicke Spende dafür raus hauen.
@ Dieter
War das ironisch gemeint? Du kannst einfach die Löschung Deiner Texte einfordern, das geschriebene Wort gehört Dir ganz allein.
@mutkunst
Das ist keine Ironie!
Ich habe mehrmals darum gebeten meine Beiträge zu löschen, leider bekam ich nie eine Antwort auf mein Anliegen.
Es ist sogar arg verwunderlich, dass die GG mich rausschmeißen, aber danach noch mit meinen Geschichten in Alteneirichtungen hausieren gehen.
Da ist schon eine merkwürde Sorte menschlicher Artgenossen am Werk. Aber was soll`s.
@ Dieter
Zünftigen Rechtsbeistand besorgen, was meinst Du wie schnell Deine Beiträge gelöscht werden. ;o)
@ Enrique
Sorry dass wir hier Deinen Alt-Blog zuspammen. Iss auch fertig.
Immer sportlich bleiben liebe Sportsfreunde!
Ich verrate euch mein dunkelstes Geheimnis: das Projekt Gelsenkirchener Geschichten hatte auch zum Ziel, Rechte an “Geistigem Eigentum” neu zu justieren, Menschen zu ermöglichen gemeinschaftlich (genossenschaftlich, brüderlich, ohne Gewinnstreben und Gewinnabsicht) etwas zu schaffen, was uneingeschränkten “Mehrwert” für alle hat.
Dazu nutzten pito und ich von Beginn an die Mittel der Common Lizens und Open Source.
Siehe Zitat unter Verwaltungs-Beiträgen:
Da auch langjährige user immer wieder nachträglich die Löschung ihrer Beiträge verlangen und sich auf tradiertes Recht berufen, hat sich diese wunderbare Idee als Flop erwiesen.
Ebenfalls ein Flop wurde meine Idee, Konflikte öffentlich untereinander ohne Dritte auszuhandeln. Was ich in letzter Zeit an Hauen und Stechen hinter den Kulissen mitbekommen habe, ist deprimierend. Da drohen prominente user und Verwaltungsmitglieder einander mit juristischen Händeln, da fliegen die Fetzen, werden gemeinsame Projekte gekippt und alles was nicht pflegeleicht ist, wird in die Troll-Ecke geschoben.
Das dunkelste aller dunklen Geheimnisse: auch ein Hauch von “Selbsterkenntnis” sollte beim gemeinsamen Ringen um Positionen die Köpfe & Herzen der user durchwehen.
Da passt es nicht, wenn (verletzte) Eitelkeiten die Triebfeder des Tun & Lassens sind.
Das Projekt GG IST mehr als die Summe aus Meinungs- und Wortführern oder Verwaltungsmitgliedern.
Das Erzählkunst, verdichtete Lebenserinnerungen einem großen Publikum weiter zugänglich sind, auch wenn der Verfasser am Projekt GG nicht mehr teilnimmt, sollte diesen mit stiller Freude erfüllen, statt mit Gedanken, dass sich möglicherweise andere mit fremden Federn schmücken würden.
Zum Schluss ein Paradoxon:
Die Idee von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit verträgt sich nur schwer mit dem agieren von Rampensäuen. Ohne lustvolle Selbstdarsteller gibt es aber keinen “Input.”
Euer link zum raben fred ist nebulös. Ein vorstellbares raben-projekt wäre eine Quintessenz seiner Texte und Bilder zu machen.
Dat ließt sich gezz aber so,wieen nebulöser Schildbürgerstreich.
Das ist es was ich an Enrique A. am meisten schätze: Direkte, ehrliche & ungeschminkte Einschätzungen; und zack den Spiegel vorgehalten! Super.
Dennoch fällt es mir schwer, meine Textbeiträge einem Forum zu überlassen, deren Blockwarte regelmäßig nichts Einfältigeres zu tun haben, als unliebsamen Usern vorschnell zu unterstellen sie seien mutkunst (besonders die Hausmeier Fuchs und Benzin-Depot sind da besonders eifrig).
Der von Enrique oben skizzierte “Open-Source-Gedanke” ist sehr wünschenswert, keine Frage. Das funktioniert aber nur so lange, wie auch mit ehemaligen Benutzern (bzw. deren Beiträgen) halbwegs fair umgegangen wird.