Künstlerkollektiv gesucht

13. Juni 2010

Maler könnten hier malen

In der Innenstadt GE warten rund 200 Quadratmeter Raum auf die “Bespielung” durch Maler, Grafiker, Fotografen etc. zu günstigsten Konditionen.
Es könnten Ateliers eingerichtet werden – mehr Infos folgen.
Kennt jemand eine junge, wilde Gruppe, die statt lauter Bohème Partys zu machen, ernsthaft leise arbeiten will?

Alte, etablierte gehen übrigens auch.

Die Räumlichkeiten:

eine ehemalige Röntgenarztpraxis aus den 50er Jahren mit entsprechender Atmosphäre  und der Möglichkeit auch schwere Geräte zu installieren (Graphikdesign etc.).

Es müsste in Eigenarbeit renoviert werden. Eine Zusammenarbeit mit dem Kulturamt wäre überlegenswert, (Schirmherrschaft / Bürgschaft)  falls sich eine Gruppe finden würde, die diese Räume als Kreativwerkstatt nützen möchte.

Es könnten durchaus auch erst Einzelpersonen beginnen und nach und nach weitere hinzukommen.

Alles ist denkbar.

Interesse?

*ich gebe nur die Infos weiter, bekomme weder Vermittlungsgebühr, Provision noch sonst irgendeine Gegenleistung.

Außer der Aufwertung der Innenstadt im Falle dass Künstler das Angebot annehmen.


Mein Mond ist abgefüllt…..

9. Juni 2010

Nun auf meinem immer noch nicht aufgeräumten Schreibtisch: abgefüllte Mondtage von Martin Rolke

Silverhorse Edition schreibt:

Mit Martin Rolkes Gedichtband

An den Tagen abgefüllter Monde

eröffnen wir unsere kleine Reihe
“Lyrikpräsentationen”

Vorgestellt von einem bekannten Autor können hier bislang
unbekanntere Leute ihre Texte auf 16 Seiten einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren.

Für Martin Rolkes frische, ungewöhnliche, unverbrauchte Lyrik
hat Jürgen Völkert-Marten Pate gestanden.

ISBN 978-3-937037-39-4,
Euro 4,80, 16 Seiten auf starkem Werkdruckpapier mit grünem Vorsatzblatt,
Inhalt grün gedruckt.

Martin Rolke

@Martin  Rolke

Herzlichen Glückwunsch


Peter Strege zu den lokalen Helden 2010

8. Juni 2010

Ein Text von Peter Strege, der als freier Künstler und Schriftsteller auf der Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde arbeitet.  Er hat diesen Text für die Eröffnung der Local Heroes-Woche in Recklinghausen geschrieben und vom Leiter der VHS RE am Tag der “freien Szene” im Ruhrfestspielhaus (19.3.) vortragen lassen:

Bist du ein lokaler Halbgott?

Laß dich fragen, wenn du versuchen willst dich ernst zu nehmen und bei deinen Leisten bleiben möchtest.

Denn:

Es geht zwar nur um Sprache. Aber gerade um diese, jenes Verständigungsmedium erster Güte in Tagen wie diesen, an denen Reden geschwungen werden wie nie, und sich dem aufmerksamen Betrachter ein besonderes Schauspiel darbietet.

Wie eine zweite – oder ist es schon die dritte? – Haut streift der geschulte Redner, jener Schwadroneur von rhetorischer 5-Sterne-Qualität, jede Verbindung des Gesagten zum Bezeichneten von sich ab und begibt sich zur freien, höchst fragwürdigen, weil ungeerdeten Rede.

So befreit nimmt es nicht Wunder, wenn sich die dörflichen Helden im groß angelegten Reigen von 2010 einer pläbeischen Beteiligung am Kunsthauptstadtzirkus erfreuen dürfen und, weil sie zugelassen sind, auch noch dankbar dafür sind.

Es schmerzt mich, mit ansehen zu müssen, wie Frauen und Männer, Kolleginnen und Kollegen, mit Elan in die bereitgestellten Körbchen springen, die ihnen in ihren jeweiligen Heimatregionen bereitgestellt werden.

Der Mensch ist verführbar und, wenn er es nicht bemerkt, bedankt sich auch noch für die Erniedrigung.

Local heroe, wer bist du eigentlich, oder wer sollst du oder wer willst du sein?

Die mit dem BURGER-KING-Krönchen verzierten Einladungen, Flyer und sonstigen Hochglanzpublikationen geben mir Anlaß, Bedenken gegenüber denen zu äußern, die mit einem scheindemokratischen Instrument regionaler Beteiligung am eigentlichen Event, darüber hinweg täuschen wollen, dass sie genau mit dieser Art von Mitmachaktion die qualitative Ausgrenzung vorantreiben.

Zeitlich befristet, örtlich verdrahtet, heimatlich gestreichelt, bleiben die bei ihren Leisten und dabei auf der Strecke eines Kunst- und Kulturgebarens, dass von sich und für sich eigentlich in Anspruch nimmt, dass die Kunst so frei und supraregional ist, dass es keinerlei Schranken geben soll oder geben darf, weil gerade die autorisierte spontane Äußerung jenen kreativen Gehalt zu versprühen verspricht, der uns alle ins Schweben bringt.

Die frei geborenen Menschen entscheiden sich hin zu persönlichen Äußerungen in allen gestalterischen und kommunikativen Bereichen, um zum Nachdenken anzustiften und/oder zu unterhalten.

Dabei spielen kommunale und regionale Verortungen keine Rolle.

Es sei denn, dies sei gewünscht, weil einer elitären Kultur die silbernen Tabletts vorbehalten bleiben müssen.

Wenn dem so ist, dann braucht’s auch das Unterfutter, das Fußvolk, die, die in einer unteren Klasse spielen, damit eine Hierarchie entstehen kann.

Die wiederum braucht es, wenn  die gestaffelten, die überhöhten, die vortrefflichen, die meistgebotenen Preise, als losgelöste Versprechen für nicht einhaltbare Vergnüglichkeiten und Erhabenheitsvergaben ihre Wirkung nicht verlieren sollen.

Dafür braucht es eben Halbgötter, damit es einen Götterhimmel geben kann.

Insofern haben die lokalen Helden eine wichtige Funktion:

Sie sorgen dafür, wie einst die Kölner Heinzelmännchen, dass das Kulturhauptlügengebäude, ähnlich wie des Kaisers neue Kleider, als das angesehen und gewürdigt werden, wie sich die Kuratoren des europäischen Events dessen Auswirkungen vorgestellt haben.

Und vor allem geht es darum, dass die im vorhinein gemachten vollmundigen Versprechen über die Wirksamkeit von Kunst und Kultur, wenn sie nur entsprechend hochrangig bewertet daherkomme, in Erfüllung gehen.

An dieser Realisierung des groß gehauchten Wünschens arbeiten die local heroes und sind sich der Rolle der gelittenen kleinen Geister dankbar bewusst.

Ja, wir leben in modernen Zeiten, in denen es Herrschaft nicht mehr nötig hat, ihre Macht auf Gewehrläufe zu stützen.

So herrscht Frieden im Land und ich bin dankbar dafür, und gleichzeitig beschämt!

Peter Strege 18.3.2010


Mehr von Peter Strege:


Von der Persiflage einer Stadtverwaltung zum Selber Verwaltung Sein …

8. Juni 2010

Während ich den Begriff “Verwaltung” in die virtuelle Spiegelwelt des Städtchens einführte, um so den Fluch jahrzehntelanger Filzokratie und Ämterpatronage augenzwinkernd zu persiflieren, nähert sich das GG-Verwaltungshandeln und Selbstverständnis immer mehr den Hochzeiten des remonstrationsfreien Gelsenkirchener Stadtverwaltungsapparates an.

Irrlicht

Transparenz weicht Verschleierung, Kooperationsfähigkeit weicht Vetternwirtschaft, Effektivität weicht irrlichterndem herumtappern. Lästige Bürger (user) werden ausgesessen, ignoriert oder aussortiert.

Man forscht nicht mehr nach Gründen und Ursachen für Zu- und Widerspruch sondern schwingt die “Die  Partei Verwaltung hat immer Recht” Keule:  – die user, die user, die kommen und die gehen, das war immer soohoo  – aber die Verwahaaltung, die Verwahaltung, die bleibt bestehheheen.

Nachdem erfolgreich das öffentliche Nachdenken über die Organisationskultur der GG sowie das stecken neuer Ziele abgeschmettert wurde, bewegen sich die GG auf dem Stille Post Niveau und tuscheln sich per PN die neuesten Erkenntnisse über böse Außenbedroher zu.

Inhaltliche Differenzen werden auf persönliche Konflikte reduziert, nach wie vor wird mein Gesprächsangebot an die Verwaltung als Gruppe  sowie an die Einzelpersonen nicht angenommen.

Skurrile Blüten treiben aus – zu öffentlichen Vortragsveranstaltungen oder Diskussionsabenden sagen die GG “Nein Danke, “  andere von den GG wesentlich mitgestaltete Projekte werden nicht weiter begleitet.

Aufstrebend dagegen die neue Funktion der GG als  “Dauerdarstellungsplattform für Tiefdenker” aus der Abteilung  kleine Männer von der Straße  füsiliolosofieren  (omopitz /buerio)……

Wem das reicht…

Popöchen

Was war sonst noch bewegend?

Das Wort “Arsch” wurde per automatischer Wortzensur erst in “Auspuff” und dann in “Hinterteil” geändert.

Warum nicht gleich konsequent in “Popöchen” oder noch vernebelnder in “Südpol” verstehe wer will.

Gähn…

und immer schön zusätzlich diesen Artikel lesen > klick<


Geschützt: Lecker Think Tank II

6. Juni 2010

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Informationsgesellschaft

3. Juni 2010

Geschockt – Ohne Kommentar


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