Opa Pipes Geschichten und Ansichten

63 Antworten zu Opa Pipes Geschichten und Ansichten

  1. Opa Pipe sagt:

    1. Opa Pipe sagt:
    8. Juni 2010 um 18:44
    „Außenbedroher“,(Grüne userfressende Männchen)gefährden die Geschichten.
    Die Kommandozentrale arbeitet auf Hochtouren,an einem Gegenmittel zur Abwehr der immer hungrigen Außenbedroher,die sich durch ständige Erneuerung rasend schnell vermehren.
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    2. Opa Pipe sagt:
    9. Juni 2010 um 08:10
    +Mutig, mutig blockka, du bist der erste, der nicht gefeuerten oder gegangenen User der Geschichten, der sich hier zu Wort meldet.
    Dass Meinungsfreiheit von dir als „Nachtreten“ bezeichnet wird, ist weniger gut.
    Noch weniger gut ist es, dass du tragende Säulen der Geschichten, (JVM, Josel, Babapapa usw.) als Enttäuschte, Vertriebene, Verirrte, Verwirrte und Profilneurotiker bezeichnest.
    Aus der Vogelperspektive gesehen ist bei den GGs nicht alles Gold was glänzt.
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    3. Opa Pipe sagt:
    10. Juni 2010 um 09:25
    Lapsus?
    Geringfügig?
    Oder doch ein schwerwiegender Fehler?
    Entscheidung und Sichtweite liegt bei den Betroffenen.
    Datenschutz wird zum Datenschmutz!
    ——————————————————
    Es tut uns sehr leid und wir bitten um Entschuldigung, dass wir diesen Fehler gemacht haben. Wir hoffen, dass den betroffenen 937 Usern kein Schaden dadurch entsteht. Um diesen Fehler zukünftig auszuschließen, werden wir beim nächsten Mal eine andere technische Lösung anwenden.

    Ego-Uecke
    für die Verwaltung
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    4. Opa Pipe sagt:
    11. Juni 2010 um 14:21
    Sandra schrieb am 11.06.2010
    -Eigentlich wollte ich mich nicht einmischen aber es muss doch mal möglich sein, diese Diskussion zu beenden.-
    Diskussionen beenden ohne erwiesenen Wahrheitsgehalt ist reiner Blödsinn, dann hätte man sie gar nicht erst beginnen dürfen.
    Warum veröffentlicht Madam Frankreich nicht einfach einen Auszug aus ihrer Anruferliste?
    Warum hat kein Midglied der Verwaltung einen Screenshot gemacht?
    Warum ist mein Rausschmiss noch nicht als solcher gekennzeichnet?
    Warum können immer noch pn an abgeschaltete User versendet werden?
    Das bei der Verwaltung Friede Freude Eierkuchen Zeiten stattfinden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
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    5. Opa Pipe sagt:
    19. Juni 2010 um 13:28
    Wie die Zeit sich ändert.
    Zitat Verwaltung an DThamm:
    Hallo Dieter,
    wir wünschen nicht die Veröffentlichung des Lebenssplitter-Links auf unseren Seiten
    Solltest du erneut diesen Link einstellen, den wir jetzt zum zweitenmal gelöscht haben, werden wir deinen Zugang sperren müssen.
    Bitte habe Verständnis, dass wir gegen die Verwaltung gerichtete Lügen und Beleidigungen hier nicht stehen lassen wollen.
    Hoffähig!
    Jetzt haben die GGs einen Lebenssplitter Fred ohne Androhung einer Sperrung an Pito und Animken
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    6. Opa Pipe sagt:
    19. Juni 2010 um 15:54
    @ Enrique Abacho
    1. Die Grundpfeiler der GGs, ich sehe keine mehr.
    2. Es gab zu deiner Zeit auch Fehler, aber keine Schwerwiegenden wie jetzt.
    3. Applaus wem Applaus gebührt.
    4. Komplizenschaft fängt mit internen Gruppenmitgliedschaften an und endet meistens im Chaos.
    5. Eine Wiederaufnahme bei den Geschichten ist unter dieser Führung ausgeschlossen.
    Antworten
    7. Opa Pipe sagt:
    20. Juni 2010 um 08:05
    @ Enrique Abacho.
    -Hart und unversöhnlich-
    Meine Beteiligung bei den GGs erfolgte freiwillig, genau so, wie bei den anderen Mitgliedern auch. Die Verwaltung hat mich geschasst, nicht die User der Geschichten.
    Warum sollte ich der Verwaltung nicht mit einer bestimmten Härte gegenüber treten? Sie macht es auch und lügt dabei noch das blaue vom Himmel.
    Versöhnung hängt immer davon ab, wer den ersten Schritt in diese Richtung macht.
    Lebenssplitterchen!
    Schreiben in den GGs sind auf Gelsenkirchen beschränkt. Eine Geschichte wie „Kindheit und Jugend rund um Wilhelmine-Victoria“ die ich an dem Punkt abgebrochen habe, als die Handlung nicht mehr in Gelsenkirchen spielte, zeigt auf wie begrenzt der Umfang der GGs ist.
    Lebenssplitterchen zeigt mir eine solche Begrenzung nicht. Aus diesem Grund bringe ich die Geschichte auch hier zu Ende.
    Lebenssplitterchen eines ex Gelsenkirchners.
    Antworten
    Opa Pipe sagt:
    20. Juni 2010 um 20:34
    Blockka:
    Da hasse ja ein ganz dollet Ding vom Stapel gelassen!
    Genau, „Zufluchtsort mit magnetischer Wirkung.“
    Die magnetische Wirkung der GG lässt nach und die Zeit ist gekommen, so schnell wie möglich Abstand von solchen rostigen Nägeln wie dir zu gewinnen.
    Enttäuscht?
    Ja!
    Eine geniale Idee wird zu Grabe getragen, schade!
    Vertrieben?
    Ja!
    Aber rückblickend haben Millionen Weltkriegsvertriebene einen Neuanfang geschafft.
    Warum sollte mir das nicht auch gelingen?
    Verirrt!
    Ein Tunnel hat ein Eingang und ein Ausgang, oder doch zwei Eingänge und zwei Ausgänge, ne, ein Eingang und kein Ausgang.
    Ich hab mich verirrt, oder bin ich verwirrt?
    Egal, als Profilneurotiker biedere ich sie, Herr Lehrer, an und biete ihnen als typischer Ellbogen Mensch meinen Erfahrungsschatz sich zu profilieren, andere ins Abseits zu drängen und selbst immer im Vordergrund zu stehen, kostenlos an.
    Antworten
    8. Opa Pipe sagt:
    2. Juli 2010 um 06:38
    Die Verwaltung der GG schreibt:
    -Wie im letzten Rundbrief schon angekündigt, haben nunmehr (fast) alle irgendwann aus irgendwelchen Gründen abgemeldeten User den Status „abgemeldet“ unter ihrem Nick stehen. Andere „Botschaften“ sind an dieser Stelle von uns nicht mehr vorgesehen.

    Diese Botschaft würde mir reichen!
    DThamm – Anmeldedatum: 09.12.2008 – Beiträge: 2454
    Leider sehe ich nur heiße Luft.
    Antworten
    Opa Pipe sagt:
    11. Juli 2010 um 20:31
    Enrique Abacho schrieb an blockka:
    -irgendwie … fehlt mir noch eine Rückmeldung von dir,-
    Der gute Mann steht nach eigener Aussage kurz vor dem Supergau. Was willst du da noch erwarten?
    -und bin gerade kurz vor der Kernschmelze!! heiss
    Antworten
    Außerdem kennt Ihr doch Helmut, von dem im übrigen die Überschrift, oder wohl eher Textexcerp stammt. Er verwendet halt gerne Punkte. Na und?
    Den neuen Themenstrang hat also Helmut angestossen. Ich hatte auch daran gedacht, es aber ob der eher geringen Resonanz gelassen. Dabei fiel mir auch auf, dass Anne offensichtlich für die Verwaltung der Gelsenkirchener Geschichten kein Thema ist.
    Was sind da schon Punkte gegen Einfalt?
    Tanja
    Nein, keine Sesamstraßenlieder…….
    Antworten
    9. Opa Pipe sagt:
    25. Juli 2010 um 10:13
    Love Parade Gelsenkirchen!
    axel O Zitat:
    Absagen. Definitiv. Ggf, zu erwartende 1.0-1,6 Mio. Raver auf eine Stadt mit 278.000 EW nebst entsprechender Infrastruktur. Das Thema ist durch. Für Schlauschwätzer und welche, die es nicht sind….
    Ein paar Worte, ein paar Zahlen von axel O dürften auch dem normalen Bürger klar gemacht haben: „Geht nicht“
    Nach Duisburg ist diese Veranstaltung zum Sterben verurteilt.
    Antworten
    10. Opa Pipe sagt:
    26. Juli 2010 um 09:42
    Semmel
    Killerspiele-Spieler :schreibt:
    Anmeldedatum: 12.12.2007
    Beiträge: 1480
    Wohnort: Altstadt,
    Titel: Verfasst am: 26.07.2010, 08:52
    Eva Hermann hat eh nich alle auffe Latte. Für die gehören Frauen an den Herd, sind zum Kinderkriegen da und lassen sich gerne mal von Ihrem christlichen Ehemann verkloppen. Wie gesagt, meine Nichte war da, war nicht besoffen oder bekifft und hat nun ´ne Freundin weniger. Die blöde Kuh soll die Schnauze halten mit Ihrer Meinung, pietätsloser gehts ja kaum noch. (ja, Verwaltung, diese Beschimpfungen gehen auf meine Kappe, Ihr habt damit nix zu tun und wenn´s Euch nicht passt löscht es einfach, auch nicht schlimm. Musste mir bloss mal eben Luft machen) _________________Früher, als Gummistiefel noch aus Holz waren, war alles besser
    Verwaltung schrieb Folgendes:
    NIX
    Antworten
    11. Opa Pipe sagt:
    26. Juli 2010 um 17:48
    Lobenswert, die Verwaltung löscht Klarnamen.
    ———————————————————-
    All-GEmeinheit
    Anmeldedatum: 01.07.2009
    Beiträge: 77
    Titel: Verfasst am: 26.07.2010, 08:33
    Na, dank Eva weiß man jetzt mehr! Zitat:
    Nach dem Todes-Drama in Duisburg: Eva spricht von biblischer Strafe für Bekiffte und Ferngesteuerte Eine Sex-Orgie mit Bekifften und Betrunkenen – Die und umstrittene Autorin Eva hat mit ihren Äußerungen zum Raver-Drama in Duisburg für Empörung gesorgt. „Wer sich die Bilder der Loveparade ansieht, glaubt, in der Verfilmung der letzten Tage gelandet zu sein, wie sie in der Bibel beschrieben werden. Viele der Partygäste wirkten auch in diesem Jahr bereits vor dem Unglück wie ferngesteuert. Betrunken oder vollgekifft.“ Diese inzwischen wieder gelöschten Zeilen schrieb H. in einem Beitrag auf der Internet-Site des Kopp-Verlages. Haben hier womöglich „andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen“ fragte H. weiter.
    Für die betroffenen Angehörigen sicher ein Schlag ins Gesicht! edit Verwaltung: Klartextnamen geändert. _________________»Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung.« Dieter Hildebrandt
    bürger
    Anmeldedatum: 28.10.2007
    Beiträge: 53
    Wohnort: Gelsenkirchen
    Titel: Verfasst am: 26.07.2010, 17:15
    Beitrag wegen Nennung eines Klarnamens von der Verwaltung gelöscht.
    ———————————————————-
    Warum löscht die Verwaltung nicht meinen Klarnamen und emails die von ihr selbst in den GG eingestellt wurden?
    Antworten

    12. Opa Pipe sagt:
    19. August 2010 um 08:42
    Ja Heinz, wat den nu?
    circleoflife
    Anmeldedatum: 19.08.2010
    Beiträge: 16
    Titel: Unfreies Forum Verfasst am: 19.08.2010, 06:13
    Freie Meinungsäußerung auf den GG´s? Fehlanzeige! Unvoreingenomme und freundliche Aufnahme von neuen Mitgliedern? Fehlanzeige! Die Zensurwut hat hier in meinen Augen schon fast faschistoide Züge angenommen! Aus diesem Grunde rufe ich alle User der GG´s dazu auf dieses unfreie Forum zu boykottieren!
    Nach oben
    Antworten
    13. Opa Pipe sagt:
    19. August 2010 um 19:09
    Micha Null
    Edit: und Onkel Pipe muß auch nen Kommentar abgeben (kennt den eigentlich jemand ? ist auf jeden Fall ein fleißiger Mitleser der GGs)
    ———————————————————–
    Einzig und alleine deine Berichte in den GGs, sind für mich von Interesse, sie übertreffen alles was was ich bisher in meinem Leben erfahren habe. Super!!! Weiter so!!!
    Antworten
    Ich müsste noch den zweiten Teil für Blockka schreiben…. ist bestimmt unhöflich, wenn ich sage dass mir die Zeit & Lust bisher fehlte…
    Antworten
    o Opa Pipe sagt:
    20. August 2010 um 11:33
    Klar lese ich in den GGs, ist ja kein geschlossenes Forum.In der Umkehrung kann jeder GGler hier lesen.
    So kam es, dass ich beim Blättern in den GGs Josels Bericht fand.
    Zitat:
    Agnes` Vater (ohne Gröfas)
    Es gibt hier im Forum ein Foto, über das ich immer wieder nachdenke, seitdem ich es bei den GG gesehen habe. Deshalb möchte ich mir erlauben, es in einem neuen, nämlich diesem Thread nochmals zu thematisieren, mitsamt meinen – vielleicht völlig fehlgeleiteten – Überlegungen dazu.
    ————————————————–
    Der ganze Fred hat etwas fragwürdiges, merkwürdiges.
    Antworten

    o Opa Pipe sagt:
    22. August 2010 um 10:04
    @Rudi
    Dein Vater sagte mal zu mir, wörtlich im sportlichen Sinn:
    „Ohne die nötige Grundschnelligkeit sind deine Krafteinsätze nutzlos und dumm!“
    Die Grundschnelligkeit ereichte ich nie, setzte aber nach diesen Worten meine Kraft nutzbringend ein und habe einen Teil davon bis heute behalten.
    Antworten
    14. Opa Pipe sagt:
    21. August 2010 um 13:16
    Zitat:
    -Warum reagieren eigentlich einige exponierte User (von mir gern als Chefideologen bezeichnet) so dünnhäutig auf jede Diskussion, die die abseits vom eng begrenzten GG mainstream liegt.
    ——————————————————
    @Rudi
    Der Hauptstrom folgt heute
    http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?t=7395&start=15
    Antworten
    o Opa Pipe sagt:
    21. August 2010 um 13:20
    Leckofannischreibtsichnichtmitp.
    Antworten

  2. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 1

    „Sach ma Hannes, wat is los mit dich, hasse gestern nich aufen Pott können?“
    „Fritz du bis en blöden Hund, hau lieber deine Knifften rein, nachen Buttern gehtet anne Panne. Aber warum frachse mich sowatt bescheuertet überhaupt.“
    „Weile auch so aussehen tus und seit zehn Minuten deine Kauleisten nich aussenander krichs.“
    „Fritz, ich hab ma kurz nachgedacht wat mein ulligen mich gestern gezeicht hat.“
    „Wat hatter dich denn gezeicht, sach ma.“
    „Der hat sich doch vor paar Wochen son komischen Kasten, ich glaub Computer heißt dat Ding gekauft und gestern sachter für mich, Vadder, komm ma hier, ich zeich dich ma wat.“
    „Mach dat nich so spannend und sach schon watter dich gezeicht hat.“
    „Da tuter wat reinschreibn in den Kasten und schwupps die wupp steht da, Geschichten aus Gelsenkirchen.“
    „Und wat is dadran so besonders?“
    „Dann drückter ma auf den kleinen Kasten, den watter inne Hand hat und dreht da an son kleinet Rad und dann kannze ma sehn wat da allet kommt. Die, die da die Geschichten schreiben , schreiben nich mitten richtigen Namen, nee die heißen Betongsau, Wilde_Hilde, pedder vonne emscher, hörmal, Prömmel, Fuchs, wattisdatt, rumbalotte und wer weiß wat noch. Anne linke Seite sind so kleine Bildchen zusehn und nebendran steht dann sowat wie Achnes ihr sein Vadder, oder beschmierter Bürgersteich, oder weggeschmissene Schuhe inne Stadt und wenne da ma draufdrücks, kannze lesen wat da allet für ne Kacke geschriebn steht und für den ganzen Mist gibtet auch nochen Haufen Bilder bei. Fritz, ich frach mich nur, wat in die Köppe vorgeht, die son Mist verzappen und woher die die Zeit ham.
    Aber dat seh ich ja an mein ulligen, seiter den Kasten hat, hockter stundenlang davor und zieht sich die Kacke rein, als wennet nix mehr anderet zu tun gibt.“
    „Aber gezz is Schluss mit lustig, noch ne Prise und dann gehtet weiter mitte Schüppe.

    Beim Buttern 2

    „Du Hannes, gestern hab ich nache Schicht meine Frau ma gefracht obse auch die Geschichten kennt, von die du gestern erzählt has, die hat nämich im Büro auch sonne Kiste und sacht dattse sich auskennt damit, weilse se brauch für Briefe zum schreiben. Na klar sachtse für mich, da kuck ich inne Pause immer rein, ob wat neuet gibt inne Stadt.
    Und wat sacht euer Chef dafür? Den isset egal wat wir inne Pause machen, nur kosten darfet nix, sachtse und geht innet Schlafzimmer und kommt mit sonne schwarze flache Kiste die wat aussieht wie ne Unterlage zum Briefe schreim zurück. Dann stecktse den Stecker inne Dose, drückt auffen Knöppcken und sacht, Fritz, ich zeich dich ma wie man surfen tut, wenne aufpasst, kannze dat ganz schnell alleine. Hannes, vor zwei Jahre im Urlaub am Kiemsee hab ich ma probiert wie dat mitten surfen so geht. Nach ein Tach hab ich die Schnauze so voll davon gehabt und mich am See gesetzt und lieber paar Bierchen gezischt und zugekuckt wie die anderen innet Wasser geplumst sind.
    Aber dat hier is ganz wat anderet, kumma die Mia hat mich dat ma erklärt. Wenne dann die Geschichten sehen tus aufen Bildschirm und ma genau hinkucks, erkennze datt dat nix anderet is wie bei uns aufe Zeche. Die ham auch ne Verwaltung und im Emschbruch steht dat Maschinenhaus, kannze nachlesen wenne auf dat Bildchen mit die vier Köppe und die zugeklebten Schnauzen drücks.
    Da steht sogar, datt wenne schreibs, —ich geh ma kurz aufen Scheißkübel—im Maschinenhaus automatisch der Scheißkübel verschwindet und dafür steht—ich geh ma kurz aufe Berchmannsnotdurftsverrichtungstoilette—
    Dat is ne automatische Zensur die wie bei den Schreiberling (wattisdatt) sofort zuschlächt.
    Der hat nämich um 21:16 Uhr wat reingekritzelt, mit weiterleiten an Geheimdienst und so und um 22:50 hat die Maschine ihm schon die rote Karte gezeicht.
    Aber wat ich mich so fragen tu, weiße. Dat ganze Geschichtending wird mit Bettelgelder von die 2257 Mitglieder selbst bezahlt und die Verwaltung malocht umsonst. Dat is der Unterschied mitten Betrieb aufe Zeche, oder würdes du umsonst malochen? Als Dank dafür haben die Schreiberlinge aber keine Gewerkschaft, wose sich ma beschwern könnten und rausfliegen tunse wenn die Maschine oder die Verwaltung dat so will, wenne ma wat geschrieben has, watse nich passen tut.
    Dat is wie dat spielen mit Zinnsoldaten, gwinnen tut immer der größte und mächtigste Feldherr. Aber die ham auch nich immer gewonnen.“
    „Komm Hannes wir machen weiter, für unsre Maloche kriegn wir wenichstens wat.!“

    Beim Buttern 3

    „Du Fritz, wenn ich dat richtich verstanden hab, watte gestern gesacht has, is dat so, datt die Verwaltung den Klingelbeutel aufhält und die Schreiberlinge da wat reintun, datt dat Maschinenhaus überhaupt am laufen bleibt. Wenn dat so is, frach ich mich wat die ganze Kacke fürn Nutzen bringt. Die, die da wat schreiben bezahlen selbst dafür, datt der vonse selbst verzappte Mist unter falschen Namen aufe ganze Welt zu lesen is.
    Dat hat schon bisscken dat Muster vonne Kirche, fehlt nur noch datse ne Geschichtensteuer erheben und die vonne angemeldeten Schreiberlinge ihr Lohn abgezogen wird.
    Zehn Gebote hamse ja auch aufgestellt und die tunse kräftich selbst beweihräuchern.
    Dat kannze nämich sehn und richen wenne ma auf son Bildchen drücks, wat am linken Rand manchma zu sehn is. Da sitzt son Buldogköter aufen roten Sofa und drüber geschrieben steht, Kunst, Gelsenkirchner Gesichter. Da hat denn mein ulligen ma drauf gedrückt und dat glaubse nich, kommen paar hundert Gesichter und die echten Namen stehn auch dabei. Den Erwin Lorscheider, der wat die Akkulok aufe 8 Sohle fährt, sein Köttel kannze auch dabei sehn.
    Dann is dat ja so, der ganze Club trifft sich ja ab und zu, die nennen dat Forumstreffen und dann frach ich mich ma wofür die alle die lustigen Namen haben.
    Von Hessler is gestern auch wat gekommen, ich sach für den ulligen drück ma drauf und wat seh ich da, son kleinet bewechtet Bildchen wo der Vati die Mutti am bumsen is und bei dat nächste Bildchen hamse en Sack sonne knappe Damenunterbuxe angezogen. Ich glaub dat war wat wichtiget, weil da viele vonne Verwaltung wat reingekritzelt ham.“
    „Fritz komm wir machen weiter, der Schießmann is nämich schon bestellt.“

  3. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 4

    „Du Hannes, datt watte gestern über die Geschichten gesacht has, mach ja allet stimmen, aber abens hab ich ma reingekuckt, weil die Mia mich gesacht hat, datt auch viel von Hessler da drin steht. Anne linke Seite is son Stadtplan zu sehn und wenne drauf drücks, wo Hessler is bisse auch sofort da.“
    „Fritz, für sowatt hab ich keine Zeit, ich hab gestern angefangn den Gaten um zu graben, weiß schon, dat Stück ganz hinten wo die Katoffel warn und abens anne Glotze bin ich eingepennt, hab sogar ne halbe Pulle Bier stehn lassen, so kaputt war ich!“
    „Hannes rentiert sich datt mit die Katoffels überhaupt, für die ganze Maloche watte damit has,
    krisse doch viel billiger im Geschäft.
    Aber hörma watt ich da allet so in Hessler gesehn hab, da gibtet Fersenbruch, Maibusch, Westfriedhof, Kneipen in Hessler, unser Kirche, unsere Zeche und weiß der Deiwel watt noch.
    Alles hab ich mich ja garnich ankucken können, da brauchse ja Wochen, bisse da durch bis.
    Und der Hammer is, für allet sind da noch en Haufen klasse Bildchen bei. Die Mia sacht, datt man se sich runnerladen kann und aufen Rechner ablegen kann, watt auch immer dat heißen soll, aber dat willse mich ma zeign wenn wir im Urlaub sind. Du has ja nich vergessen, datt ich morgen meine letzte Schicht hab vorn Urlaub, oder doch?“
    „Sach bloß ihr nehmt den Kasten mit in Urlaub?“
    „Die Mia sacht, bei Regenwetter kann ma ja ma rein kucken, oder meinze wennet ma rechnet setzen wir uns inne Kneipe, nee, ne dat is doch viel zu teuer.“
    „Gezz sach blos noch, datte dich auch noch anmelden tus, beie Geschichten!“
    „Brauch ich doch nich, die Mia is schon en ganzet Jahr dabei!“
    „Fritz, da kann ich nur für dich hoffen, datte im Urlaub keine Regentage has.“
    „Warum dat denn!“
    „Sonst hasse viereckige Augen wenne wieder aufe Maloche komms! Aber sach ma wenn die Mia angemeldet is, dann kannz du ja, ma theoretisch gesehn auch wat inne Geschichten schreiben!“
    „Theoretisch schon!“
    „Aber?“
    „Kumma Hannes, inne Geschichten schreibt der Oberbürgermeister, der Bernd Matzkowski, weiß schon, der Köttel vom Hammer Matzkowski von Schalke, der watt beie Grünen is und weiß der Deiwel wer noch. Praktisch gesehn lass ich ma die Pfoten da weg, oder meinze ich will mich blamiern, du weiß doch datt ich et nich so mitte Schule hatte“
    „Lass doch die Mia schreiben, die war doch aufe Mittelschule!“
    „Hannes da kommten Blitzer, dat kann der Steiger sein, lass uns schnell weiter machen!“

  4. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 5

    „Nache Schicht, Hannes, trinken wir nochen Bierchen und dann musse drei Wochen ohne mich feddich werdn, Samstag Nacht gehtet nämich los, ab nach Süden.“
    „Und wat machen die Geschichten, hasse ma rein gekuckt?“
    „Ja, nachen Fernsehn!“
    „Wat habter euch denn angekuckt, auch die Spendensendung im Zweiten?“
    „Die Mia is ganz verrückt auf die Sendung mitten Berchdoktor, die is aber ausgefalln, dann habn wir auch dat mitte Spenden für Pakistan geglotzt und danach inne Koje noch ne Stunde inne Geschichten.“
    „Erzähl, gibtet wat neuet?“
    „Dat erste wat uns inne Augn gekommen is, is son Bildchen mitte Pakistan Fahne drauf und dann steht da nebendran,—Flut in Pakistan-Wir helfen—dat ham wir uns ma angekuckt.“
    „Sach schon, wiese dat machen!“
    „Die tun da wat anbieten, Bilder watse selber gemacht ham, son Brotpott aus Keramik und sonne Spielzeuch-Fotokamera mitten Feuerzeuch drin und noch einiget mehr. Da steht dann der Preis dabei und dat Geld watse dafür kriegn, geht nach Pakistan.“
    „Wat hamse denn schon zusammen gekricht?“
    „Dat sach ich dich lieber nich, musse schon selber kucken! Die Mia sacht aber, dat hamse schon ma gemacht, da ham paar bekannte Künstler, die auch inne Geschichten schreiben, ihre Werke angeboten und dafür en paar Tausender zusammen gekricht. Ich glaub dat war für Haiti, als dat große Erdbebn war. Is auch egal, auf jeden Fall machen se wat für die armen Deiwel in Pakistan oder sonst wo!
    Sach ma Hannes, hasse auch wat gespendet?“
    „Gib ma ne Prise und erzähl weiter!“
    „Weiße überhaupt wat Urbanausen sind?“
    „Banausen, da kann ich dich paar Säcke voll vore Tür stellen, ne aber sachma.“
    „Siehse, dat lernste allet kennen, wenne ma ab und zu inne Geschichten kucks! Dat hat nämich wat mitte Kulturhauptstadt zu tun und sehn kannze dat wenne bei den Optiker Oppermann durche Straße läufs, da hängn doch, weiß schon, sonne Bilder quer übere Straße und die sind vonne Urbanausen gemacht. So gezz weißet!“
    „Wenne schon ma wat vonne Kulturhauptstadt sachs, geht mich ganz wat andert durchen Kopp, da denk ich automatisch an Duisburch und wat da passiert is. Denk ma selbst, paar Tage vorher hamse die Autobahn von Duisburch bis Dortmund gesperrt. Hätten se die Liebes Parade, angefangen in Duisburch bis Dortmund über die Autobahn laufen lassen, hätte jede Stadt wat davon gehabt, auch unsre Stadt, und Bochum auch und passiert wär sicher nix und dat Wort Kulturhauptstadt hätte genau gepasst.
    So gezz machen wir weiter und nache Schicht machen wir nochen kleinen Urlaubsumtrunk!“

  5. Goethe sagt:

    ! Einfach Köstlich !

  6. Wenn ich auch manches, nein vieles anders sehe, einschätze, bewerte als Opa Pipe, so bin ich entzückt darüber, dass jemand die GG karikierend persifliert.
    Das ist der Ritterschlag für das Projekt.
    Ernsthaft auf die Überzeichnungen einzugehen wäre sicher falsch. Macht man im Kabarett ja auch nicht. Da lacht man einfach mit. Auch wenn man die Faust in der Tasche ballt.

  7. Opa Pipe sagt:

    @Enrique
    Einfach die humoristische Brille mit satirischem Rahmen von Oppermann aufsetzen.
    Fritz geht drei Wochen in Urlaub und tankt kräftig auf.
    Danach ließt man sich wieder.

  8. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 6
    „Öppes der Fritz hat mich en Brief aussen Urlaub geschickt, den hat aber sicher seine Mia geschriebn, weil es selbst damit nich so klar kommt.“
    „Und, wat schreibter denn?“
    „Dattet warm is und er viel Durst hat, aber die Mia ihm nich alleine inne Kneipe läßt und immer dabei is und dat Futter im nich schmeckt. Dann sachter noch, dasser bald krumme Füße hat von berchrauf und runner laufen und dat die einzichsten zehn Meter wo et grade is und die Füße sich ausruhn können die Kneipe und die Bude is, in die se pennen.
    Mitten Internet Anschluss schreibter, war auch ne Lüge und datse den Laptop mitgeschliffen haben, Blödsinn war. Die ham zwa en Anschluss aber dafür müssten se jedesmal berappen.
    Am ersten Tach sacht der Fritz, warer vonne Reise so kaputt datter sich bischen aufe Pritsche gelecht hat und und dabei eingepennt is. Alzer die Döppen wieder aufgemacht hat, lach die Mia neben ihm und is im Buch am lesen und alzer näher hingekuckt hat, siehter, datt dat en Buch vonne Gelsenkirchener Geschichten is.“
    „Und wat sachter weiter?“
    „Datt im dat gestunken hat, datt die Mia Büchers mitnimmt und er dat schwere Zeuchs schleppen muss, er gezz kaputt is und sie mitten lächeln am schmökern is.
    Na ja, nächste Woche aufe Mittachschicht isser ja wieder bei uns.

  9. Opa Pipe sagt:

    Beim Fritz im Garten 7

    „Na Fritz wie isset so nach drei Wochen krumme Füße kriegn wieder bei uns zu hause?“
    „Weiße Hannes, schöne Gegend hamse genuch, aber wat bringt dat, wenne wat von Bäcker brauchs und aufen Wech dahin deine Pumpe schon im Schleudergang malocht.“ „Und warse denn ma irgendwo so richtich oben aufen Berch?“
    Wennet nache Mia gegangen wär, wärn wir jeden Tach aufen andern Huckel gelatscht, aber da hab ich schnell aufe Bremse getreten und fürse gesacht: „Rauf fahn wir mitte Gondel und runner könnwer laufen. So ham wer dat dann auch gemacht. Oben sind wer ja auch immer noch rumgelatscht, aber ham öfter ma Pause gemacht und eine gequalmt. Wie ich so am paffen bin sacht die Mia für mich:“ „Fritz kuck dich ma um, überall wirse anne Gelsenkirchener Geschichten errinnert.“ „Du siehs Gespenster, ich seh nur Hügel, Berge, Bäume, Sträucher und sonst nix.“
    „Denk ma anne Geschichten, da gibtet doch son Fred, oder wiese für dat sagen, der heißt, Bäume sind auch nur Menschen, kennze doch, hab ich dich schonma gezeicht.

    Hasse denn nich den Kerl hinter dich gesehn, der aussieht alser en angekraztet Ego hat.“
    „Ach so, den meinze, jau, dann iss ja der Baum im zweiten Leben en Mensch geworden.“
    „Siehse, gezz kommze dahinter wat ich mein.“
    Und Stückchen weiter sachtse für mich.
    „Kumma Fritz und die sieht aus wie ne Troy sorgende Mudder, die tut alle ausse Geschichten, siehse. ob Tiere oder Menschen in ihre Obhut nehm.“
    Ja wenne dat so sehn tus hasse schon recht, meinze da kommen noch mehr Bäume die schon im zweiten Leben sind?“
    „Wenn du nur auf deine Fott rum sitzt und qualms, anstatt paar Meters zu laufen, siehse bestimmt nix mehr.“
    „Mensch Mia, kuck ma, dat könnte der Maschinist vonnet Maschinenhaus im Emschbruch sein.“ Warum dat denn?“ „Kann man doch sehn, der hat paar Ersatzteile besorcht, datt die Geschichten wieder richtich am laufen kommen. Du has doch selbst gesacht, die fahn zur Zeit nur mit halbe Kraft. Kumma da vorne da kommt der nächste,wat könnte dat sein?“
    „Ich denk dat issen Wolf oder dochen Fuchs, datt sind nämich schlaue, aber hinterlistige Viecher, deswegen kann man se auch nich ausrotten. Fritz da vorne is ne Bank und en Tisch, auch aus Bäume, da kannze Buttern und ich mach ma schnell paar Fotos vonne Landschaft.“ „Mia komm ma schnell hier und kuck dich dat an, wir sind nich die ersten vonne Geschichten die hier oben warn, hier im Tisch kannzet sehn, da is KG mitten Messer rein geschnitzt.“ „Jau Fritz, dat kann nur die kleine gemeine gewesen sein, die geicht ja mit ihrn schnellen Drahtesel überall rum und sucht nache Dose.“ „Meinze hier oben auch, na ja Gestrüpp zum se zu verstecken gibtet ja genuch hier.“ „Wenne feddich bis mit futtern gehnwer weiter ma kucken wat noch kommt. Kumma da vorne, da kommt der nächste Kerl, datt könnte der mitten Bauchladen aufe erste Seite vonne Geschichten sein, der is nämich genau so getarnt. Der kommt mich so wie son Versicherungsverkäufer vor, vorne lächeln und hintenrum bescheißen.“
    „Mia aber gezz stehse vorn Rätsel, wat könnte dat den sein, ich hab keine Ahnung!“
    „Fritz is doch ganz einfach, datt is die, die watten Weitblick wie die Adlers hat, die kuckt nämich weit inne Zukunft und stellt immer die Termine mitte blaue Überschrift ein, fürn halbet Jahr im vorraus.“
    „Hannes, kanns ja abens ma mitte Gerlinde zum Bilder ankucken kommen, ich hab auch ne Pulle selbstgebrannten mitgebracht, vonnen Bauer nebenan, wower warn, der brennt nämich nebenbei inne Scheune.“ „Jau Fritz wir kommen!“

    • Nette Bezüge zu den Verwaltungsleuten – aber pädagogisch wertvoller sind ja eher die positiv verstärkten noch so kleinsten guten Merkmale zum Alleinstellungsmerkmal .. huch was schreibe ich verschwurmelt…

  10. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 8

    „Fritz wat meinze wat ich froh bin datwer Mittachschicht haben.“
    Warum dat denn?
    „Dein selbstgebrannten dene mitgebracht has, aussen Urlaub, der hat mich die Eingeweide ganz schön durchenander geschüttelt.“
    „Nee, nee Hannes dat war nich der Schnaps, dat is nämich en ganz edelet Tröpchen, dat warn die paar Pullen Bier und der Kirschlikör vonne Mia, wat säufse auch son Dreck, bis selber Schuld und von den guten Schinken hasse auch nich probiert.“
    „Nur gut datt gestern Sonntach war, da konnt ich mein Kater auskuriern, aber sach ma, gibtet wat neuet beie Geschichten, hasse ma reingekuckt?“Nacht DTHamm
    „Jau hab ich, Hannes sachma, has du gewust datet ausser Gelsenberch nochen Benzin-Depot in Gelsenkirchen gibt?“
    Ne, dat is mich neu, aber warum frachse?“
    „Weil inne Geschichten son Benzin-Depot schreibt und als Signatur, oder wie dat heißt, stehen hat, –Che Guevara–, weiße, dat wa einer ausse Clique vonnen fidelen Castro. Kann ja sein, datt der, als die Amis den Castro, den Hahn zugedreht haben, die über geheime Kanäle beliefert hat.“
    „Wat hat denn en Kastor damit zu tun, dat is doch ganz wat andert, dat hat doch wat mitte Atomkraft zu tun.“ „Gezz hasse auch noch wat anne Ohrn, aber wenne schon ma beie Atome bis, davon hamset auch inne Geschichten gehabt. Da wollten se mitte Busse und Bahn nach Berlin fahrn und Rabatz machen gegen die Velängerung vonne halben Betoneiers. Abends hab ich extra die Glotze angemacht um inne Nachrichten ma zu kucken, ob ich in Berlin paar Gelsenkirchner seh, aber dat hätte ich mich sparn könn. Ich hab nix gesehn vonne Gelsenkirchner. Inne Geschichten schreiben se, am Bahnhof war auch nix los mit Sonderzüge und von Sonderbusse wär auch nix zu sehn gewesen. Na ja, dann war dat Geschreibsel ma wieder heiße Luft, dat kommt öfters ma vor, aber son Haufen Bilder aussen Internet hat eine reingestell, bestimmt um Stimmung zu machen.
    Aber dann hab ich mich richtig gefreut und die Mia gerufen, die soll ma kucken kommen, da hat nämich der Jürgen Kramer, der wat die Ausstellung am Bahnhof, die wat um den Professor Beuys geht und die er selbst angeleiert hat, son richtich töfftet Bild inne Geschichten gestellt. Weiße, der war bei den Beuys inne Schule und is dann sogar Meisterschüler bein Professeor gewesn und dat kannze auch bei seine Bilders sehn. Hannes, der hatten Bild gemalt, da könnt man meinen, der hat die Mia und mich im Urlaub beobachtet, als wir ma Abends nochen Spaziergang gemacht haben, untern Baum gestanden sind und uns die Landschaft und den zunehmenden Mond angekuckt haben. Die Mia hat noch gesacht, kuck dich ma dat schöne, schaurige Licht an und datse sich ganich dran satt sehn kann.“
    (Bild)
    „Mensch Fritz, du bis son richtich gebildeten geworden, wann meldes dich denn aufe Steigerschule an?“
    „Manchma bisse schon bischen bekloppt! Hasse denn selber auch ma wieder inne Geschichten gekuckt?“
    „Hab ich, aber nur Sport und wattet so neuet von Schalke gibt.“
    „Da halt ich ma lieber meine Schnauze.“
    „Kumma Fritz, da hat letztet Jahr ma einer geschriebn, —Felix Magath Flip oder Flop—und wenn ma dat nüchtern betrachtet, war dat auch so. Letztet Jahr hatter gefilppt und dieset Jahr tuter floppen. Wenn dat so weitergeht mit die niedrige Taktfrequenz wird Schalke nie mehr Deutscher Meister.“
    „Ja wennet selber so siehs!“

    • Anti-Atom
      ich war auch nicht auf dieser Demo – die nächsten kommen aber bestimmt.
      Richtig ist aber, dass es in GE sehr still war in Sachen Widerstand & Meinungsäußerung

      Beuys Ausstellung
      mein erster Eindruck war RIESENARBEITSAUfWAND – tolle Leistung der Vorbereiter – aber die Eröffnung war wie ein großes Klassentreffen mit dem Charme des “Weißt du noch wie aufregend wir damals waren” und das in einem Ambiente der gefplegten Langeweile & Zurückhaltung – nicht mal ne verstörend-berührende Vernissagen Einlage gab es.

  11. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 9

    „Glückauf Steiger!“
    „Glückauf Leute!“
    „Wat hab ich da grade gehört, ihr kuckt auch inne GG?“
    „Jau, ab und zu wenn nix aufe Glotze is, lesen wir ma, wattet so neuet gibt in Gelsenkirchen, is besser als dat verlogene Zeuch, wat inne Bild steht.“
    „Ob man alles wat inne Geschichten steht, aufe Goldwaage legen kann bleibt ma dahin gestellt, aber egal, macht weiter, datter eure Baue rein kricht, Glück auf!“
    „Glückauf Steiger, nachen Buttern geht dat richtich los!“
    „Hannes, die Mia hat mich gesacht, datt der Oberbürgermeister auch ma wieder wat geschriebn hat, alswer in Urlaub warn.“
    „Wat hatter den geschriebn?“
    „Weiße, der OB hat doch ne eigene Seite im Internet und da hat einer vonne Geschichten behauptet der OB hätte die Funktion, wo man Fragen an ihm stellen kann, selber gelöscht.“
    „Und weiter!“
    „Ja, den hatter kurz ma klar gemacht warum dat so is und den Junge wieder inne richtige Reihe gestellt. Allerdings kümmert sich der OB auch ganz persönlich um dat Anliegen von seine Schäfchen. Kumma, dat kannze am besten beie Berchmannsglücker sehn, da soll wat abgerissen werdn und der OB schreibt den Heinz H ausse Geschichten, ein von ihm selbst verfassten Brief und setzt sich direkt damit fürn Denkmalschutz ein. Aber wat erzähl ich dich dat, du bis ja vonne andern Fakultät!“
    „Fritz dat siehse falsch, ich mach den OB auch, auch wenn ich vonne andere Partei bin!“
    „Heute morgen vore Schicht hab ich noch ma bischen inne GG geblättert und da is mich wat aufgefalln: Da gibt datt so paar Dinger die mich richtich gehend stutzich gemacht haben.“
    „Und wat is dat, sach schon und mach nich solange umme heiße Katoffel rum, has ja gehört wat der Steiger gesacht hat, feddich müssen wer wern, mitten Ausbau.“
    „Kumma Hannes, Da gibtet paar Freds, weiß ja wat dat is, ne,
    Wat lest ihr grade?
    Wat hört ihr grade?
    Wat kuckt ihr grade?
    „Und wat hat dich an dat stutzich gemacht?
    „Erst ma hab ich mich gefracht, wen sowat überhaupt intressiert, aber wenne aufe Klickers kucks und wie viele sich den Kokolores reinziehn, überlech ich, wat denn als nächstet kommt.
    Ma paar Beispiele: Wat fürn Scheißhauspapier bevorzuchs du? Oder welche Tittenhaltergröße has du? Wie oft inne Woche wechsels du die Unterbuxe? Und so weiter. Bei die Fülle von Themen watse inne GG ham, sollten einige Heinis erstma drei Wochen rumstöbern, bevor se wat neuet erfindn, denn eins hab ich festgestellt, im Hintergrund schlummern richtige Schätzchen und vorne nimmt der Blödsinn immer mehr zu.“
    „Die Mia is doch angemeldet, wenn dat deine Meinung is, schreibet doch einfach ma rein!“
    „Da kannze deinen Arsch drauf wetten, wenn noch mehr son Kappes kommt, datt ich dat auch mach!“
    „Ich bin gezz schon gespannt!“
    „Wirs schon sehn!“
    „So, wir sind schon übere Zeit, Öppes du machs die Quetschhölzer feddich und wir zwei holn die Mollbögen ran.

    • Scheißhauspapier:
      das war einer meiner größten Träume als ich mal über die GG phantasierte- soziokulturelles umfasst auch die Konsistenz des Scheißhauspapiueres – von der Bildzeitung als Klopapier mit den nicht wischechten Farben zu 6 Lagengolddurchwiktes Feuchtpapier mit Kamillearoma und Desinfektionsstoffen.
      Oder:
      soziokulturelles beim Hände geben zwischen indischen oder srilankischen Einwanderen und Ureinwohnern – darfs das linke Händchen sein? Nehmen wir Papier oder Wasser?

      Da hängen viel mehr Themen mit Tiefgang drang, als es scheint.

  12. Opa Pipe sagt:

    Nun gut, so soll es sein.
    Ein letztes Wort sei mir erlaubt.
    Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

  13. Opa Pipe sagt:

    Lieber Anrufer!
    Die geballte Faust in deiner Tasche kannste ruhig behalten. Der Herrgott hat mein abendliches Gebet erhört und mir Hirn geschickt, welches ich dir hiermit überreichen möchte.

    • Ich versuche mal in Stichworten deine Beiträge zu kommentieren – hier:

      warum glaubst du dass Verstand (Hirn) über Gefühl siegt?
      Die Aufklärung als Entwicklungsprozess mag vielleicht nicht endgültig gescheitert sein, es riecht aber sehr streng

  14. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 10

    „So Hannes, der Durchbruch is geschafft, beie Spätzlefresser hamse die ersten drei Punkte eingefahn, gezz geht die Post ab, bis anne Spitze sindet nur noch 12 Punkte. Ich hab dat so inne Pisse, datse gezzen Durchmarsch machen und bis inne Winterpause schon am dritten Platz stehn. Weiter tu ich ma noch nich denken, aber möchlich is allet.“
    „Kasten Bier und Pulle Schnaps datet nich so is.“
    „Öppes schlach ma durch, könn wer noch ma richtich ein saufen auf den Hannes seine Kappe.“
    „Öppes sach du auch ma wat!“
    „Inne Geschichten, feiern se Schalke schon als Meister, aber wie ich den Rot-Weis-Essen Fan kenn, wird der se schon mit pa Worte wieder aufen Boden zurück holn! Außerdem kuck ich ja nich mehr so oft inne Geschichten rein wie früher, mich macht dat kein richtigen Spaß mehr.“
    „Warum dat denn nich!“
    „Wenn mich ma wat intressiern tut und denk da kuck ich ma rein, könnze mein du bis im Kindergaten. Kumma früher hattet Bauklötze, dann Legos oder Duplos gegeben, womit wir gespielt ham. Heute spieln se mit Schmeilis oder wie die Dingers heißen und dat tun erwachsene und keine Blagn wie wiret warn. Kuck ma selbst, dann siehse wie dat geht. Einer schreibt wat rein, der andre findet dat gut und haut son Schmeili rein, son Kopp, der nebendran immer zwei Daumen hoch hebt, dat is dann die Antwort. Als nächtet kommt dann son Dings, wat immer aufen Boden klatscht, dann son Kopp der en Plakat hochhebt wo Respekt drauf steht und als nächstet en Galgen wo einer dran hängt und baumelt. So geht dat weiter bis ne ganze Seite voll is und selber geschriebn hat keiner wat und als Krönung kommt noch son blauen Kopp der sacht, (Wink).
    Eingentlich heißt dat ja, Gelsenkirchener Geschichten und nich, wer kann die besten Schmeilitürmchens baun. Da waret beie Geschichten am Anfang ganz anders, da haben richtige Könners geschriebn, die auch über Gelsenkirchen raus bekannt warn. Aber so nach und nach haben die alle en Abfluch gemacht und beschäftigen sich wieder mit wat besseret, weil, wennse nur ma dat Wort Essen oder Düsseldorf in Mund genommen haben, sofort dat Fallbeil, mit immer den selben Spruch, (Wat hat dat mit Gelsenkirchen zu tun) zu hörn gekricht ham.
    Sogar Gründungsmitglieder haben sich verabschiedet oder wurden geschasst und durch son paar neue möchtegerne alleswisser Schlauköppe ersetzt. Nee, ne geht mich bloß los, da nehm ich lieber meine Angel und setz mich am Kanal. Hannes und Fritz, ihr könnt ja machen watter wollt, aber früher oder später kommter schon dahinter, datt dat allet brotlose Künste sind.
    Ihr braucht ja nur ma innen internen Bereich bischen blättern und lesen, da gibtet ne zentrale Müllkippe, da müsster euch ma die Berichte vonnen Katzentisch reinziehn, dann habter ma en kleinen Einblick, wat alles im Hintergrund abläuft.
    Genau son Scheiß sind die pns, wat meint ihr wat da allet abgeht, wie da über andere hergezogen wird, wie Neuankömmlinge begutachtet und sofort in verschiedene Ecken gestellt werden. Und wenne ma ne Meinung has, die den Spielwiesenclub nich gefällt, kommen sofort die Detlefs und Benziner und machen alles nieder watse nich in ihrn Kram passt.
    Aber dat is allet noch hamlos, die verschärften, die Garde die sich umme Verwalter versammelt, die den Weihrauch zubereiten und bei jeden Satz den se loslassen, sofort den Räucherpott schwenken, dat sind die, die inne Gruppen Mitglieder sind und festlegen wat sein oder nicht sein darf. Dat kommt mich nämich so vor als wenn der Guro vonne Sekte en Furtz lässt und alle andern klatschen Beifall.“
    So ihr zwei gezz hab ich auch ma wat gesacht, gezz könn wir weitermachen.

    • zu den smilies:
      homu ludens – der spielende Mensch, der sich dadurch entwickelt. Warum nicht – aber wenn nur noch… dann nicht.

      zu den Schreib-Könnern:
      sind noch genug Könner da, die zu fördern & pflegen wird vernachlässigt.

      Zu den Redakteuren:
      kein offenener Prozess – das ist Hinterzimmergemauschel.

  15. Opa Pipe sagt:

    Beim Hannes im Garten 11

    „Mensch Hannes dein Acker sieht ja schon richtich gut aus, bis ja bald feddich mit Winterfest machen!“
    „Öppes komm rein, der Fritz kommt auch gleich, könn wer bischen Quatschen, kuck ma, da isser schon.“
    „Moin ihr zwei Rübenzüchter, habter keine Betten mehr?“
    „Ich denk du wolltes um neun kommen, kuck ma aufe Uhr du Penner!“
    „Na und, die Mia hat grade ma inne Geschichten gekuckt und wenn dat Dingen ma an is, werf ich auch ma en Blick rein!“
    „Ich krich ne Latte, da vertrödels deine Zeit morgens schon mit son Schnick-Schnack und uns beschimfse als Rübenzüchter. Und, wat gibtet denn neuet zu erzähln?“
    „Eigentlich nix besonderet, bis auf son Gedicht, wat eine eingestellt hat, da sachtse in ein Satz: (Meine Liebe hat sich in Hass nun verwandelt, ich würd dich am liebsten ermorden.) Die Mia meint, datt die ihrn Kropf voller Frust ham muss, weil ihr Macker se in Kappes geschossen hat und die gezz die Geschichten benutzt, den ein auszuwischen und dadrauf gespannt is ob die Verwalter da wat sagn tun.“
    „Son privater Kriech hat ja auch nix inne Geschichten zu suchen, aber Verwalter, wat sind dat für welche, datt sind auch nur Menschen die ne Meinung haben, ob die richtich oder falsch is, wer will dat schon wissen. Müsster euch so vorstelln, da is son Grüppchen von Leute, die sich ausgedacht ham, im Internet wat über Gelsenkirchen zu schreiben und dadrauf hoffen, datt andere wat zurück schreiben. Datt gezz alle die Gleiche Meinung haben und mit die Verwalter heuln wie in son Wolfsrudel, dat könnter euch ja denken, datt dat nich so is.“
    „Öppes, wenn ich dich gezz richtich verstandn hab, könn die Knallköppe walten und schalten wiese wollen und oben drüber steht keiner, der se eins auffe Nuss gibt, wennse ma Scheiße entschiedn haben.“
    „Genau so is dat, außer, die versuchen die Schreiberlinge inne politische Richtung zu schiebn und begeben sich damit Abseits vonne demokratische Bahn, weiß schon wat ich mein, dann gibtet Zoff von andere Stelle und son Forum wird schneller dicht gemacht, als wenn du ne Pulle Bier getrunken has. Aber sach ma, lässte uns hier verdursten, oder hasse nix im Schuppen stehn?“ „Blödmann watte bis, Fritz hol ma wat, weis schon wo et is, ich muss ma schnell auffen Pott.“
    „Fritz gehse heute auffen Platz?“
    „Ne, mein Weib will sich heute ma die Austellung ummen Beuys im Citycenter ankucken, weis ja, die hat für son Künstlerkram wat übrich.“ „Und du gehs mit und lässt dich datt entgehn wie die Jungs die nächsten Punkte einfahn?“
    „Wennse heute gewinnen und dat nächste Auswärtsspiel, geh ich auch wieder hin.“
    „Na, dann ma Prost auffen Siech vonne Blauen.“
    „Fritz hasse noch wat von den mitgebrachten selbstgebrannten, ich will den ma ohne Likör probiern, obse Recht has, datt der dann besser is fürn Magen.“ „Sicher doch, ich geh ma rüber und hol son Püllechen.“
    „Öppes sach ma, wat hat dat denn inne Geschichten, mit Weihnachten im Schuhkatong auf sich, mein ulligen hat mich da ma wat erzählt.“
    „Ach so, da tun se vor Weihnachten immer für die Armen sammeln und wegschicken, kanns ma die Gerlinde sagn, die kann gezz schon anfangn Plätzkes zu backen, die tut dann eine vonne Verwalters auffe Bahnofstraße verschärbeln und die Knete kricht dann die Tafel.“
    „Kanns ma sehn, dann sind die Geschichten doch für wat gut!“
    „So ein trink ich noch, dann verzieh ich mich ma so langsam in Richtung Arena, sonst seh ich bein Spiel alles doppelt. Den Fritz sein Fusel den er mitgebracht hat, haut nämich ganz schön rein und anne Pommesbude liegn auf einma zwei Kürrys auf mein Teller.“
    „Also Öppes, seh zu datte mit drei Punkte inne Tasch zurück komms!“

  16. Opa Pipe sagt:

    Beim Frühschoppen 12

    „So Hannes, gezz hasse noch vier Runden offen, hörnwer auf, sonst kommwer nich mehr mitten Saufen nach.“
    „Na Öppes, wars zufriedn mitten Spiel gestern?“
    „Wenn dat so weitergeht, gibtet inne Zukunft guten Fußball zu sehn! Abens hab ich noch ma Stündchen inne Geschichten geblättert und in son uralten Fred von 2006 gekuckt, den der Heinz ma verfasst hat, alser noch inne Verwaltung war und den die Anne Bude wieder raugekramt hat.“
    „Prost! Und wat is da besonderet dran?“
    „Dat issen ganz töfftet Filmchen, woe gut dran erkennen kannz, wattet allet ma bei uns inne Stadt gegebn hat, oder könnter euch noch genau dran errinnern wie dat ausgesehn hat als die Eisenwerke noch da warn. Aber dat wollt ich eingentlich garnich sagn, wat mich verblüfft hat is, datt son Fred vier Jahre inne Versenkung geschlummert hat und dattet doch Users gibt, die im Geschichtenkeller rumwühln und sonne Schätzkes anne Sonne holn. Dann is ganz deutlich zu erkenn, datt im Maschinenhaus dat neue Ersatzteil eingebaut is, weil erstet mal nach lange Zeit die Startseite an ein Tach mit ein Datum gefüllt war. Manchma konntes ja drei oder vier Tage auf einma sehn. Dat Gedicht, wower Gestern ma kurz drüber geredet ham, hab ich mich auch ma durchgelesen und festgestellt, datt ich sowat ähnlichet schon ma gelesen hab. Ich hab ma ne Perle im Siegerland gehabt, die hieß ANNAbell, die hat auch alle ihre Frusterlebnisse in ihr Tagebuch gekritzelt, aber ich glaub dattet davon mehr gibt, zum Glück muss man nich alle lesen.“
    „Sach ma Öppes, has du ne Kenne, warum denn der Heinz nich mehr inne Verwaltung is, gezz steht ja nur noch beim Bildchen Gründungsmitglied genau wie bein Pito.?“
    „Der Heinz is ja nich weg, der hat sich ja nur ne Auszeit von ein Jahr genommen, weil ihm dat allet bischen viel gewordn is und dat is im Januar rum, dann machter wieder mit. Der Ego Ückendorf freut sich schon auf den Tach und denkt der könnte den Heinz den Wech zeigen wo die Türe nach draussen is. Wenner sich da ma nich inne Traumwelt befindn tut. Wat mitten Pito los is, kann ich nich sagen, aber wat man so hörn tu, soller verliebt sein und dat brauch ja wohl auchen bischen Zeit. So, gezz trink ich mein Bier aus und geh futtern, heute macht die Mudder nämich Knödels mit Schweinebratn.“
    „Öppes meinze wir ham Klebe am Arsch, ma langsam, wir gehen mit, sonst verläufse dich noch ohne uns!“

  17. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 13

    „Wat is denn los mit euch zwei, fehlt euch ne Mütze voll Schlaf?“
    „Öppes weiß doch, dat is immer so, beie erste Schicht nachen Wochenende, dat sieht morgn schon wieder ganz anders aus.“
    „Ich glaub ihr habt zu lange inne Geschichten gekuckt und gezz falln euch die Döppen zu.“
    „Gestern warn keine Themen für mich, da hab ich die Mia dat Ding überlassen.“
    „Dat war doch spannend wat alles so abgelaufen is, der Pito hat den Rabe eins auf Maul gegebn, der soll andere Worte verwendn. Dann haben se den Fred innen Universalen verschoben und der Maschinist hat bestimmt en Eimer Heißlauffett vom Benzin-Depot geholt, datt dat neue Ersatzteil nich am glühen kommt und dat gute Fett wat der Staudermann aufe Straße entdeckt hat endlich ne richtige Verwendung gefunden hat. Aber später am Abend da hat die Maschine richtich Fahrt aufgenommen, da hat die, mit die silbergrünen Augen, die wenn wat schreibt, der Goethe und der Schiller sofort en einarmigen Handstand auf ihrn Sockel machen, wat losgelassen und schon ging die Post ab. Müsst euch ma vorstelln in eine Stunde 500 Klickers. Sogar die Verwalters haben sich gezeicht und wat von grenzwertich gefaselt und Derbray hat kräftich in seine schleimige Masse gerührt, bis auf einmal son ellenlanger Bericht vom Pito kommt und dat knistern auf mein Bildschirm sofort aufgehört hat und die Maschine innen ruhigeren Gang geschaltet hat aber auch sofort die grünen Daumen hoch geflogen sind. Ich täte ma sagn, dat war gestern son richtigen Pitotach. Auch die Männekes die er immer malt, haben et in sich, dat sieht so einfach aus, aber wenn man bischen überlegn tut, kommt man dahinter, dat seine Figürchens wat aussagn tun.
    Äh ihr beiden Penners hört ihr eigentlich zu?
    „Ja, ja erzähl ma weiter, is schon spannend watte da sachs!“
    „Gezz hat einer vonne Verwalters ja ma vorgestellt wattwer in Zukunft zu erwarten ham, die bringen die GG auch in englisch und warscheinlich noch in paar andere Sprachen, ukrainisch, türkisch, albanisch und wer weiß wat noch. Wahrscheinlich wolln se damit en Zeichen setzen, dattse wat für die Emigranten tun.
    For auer inglisch Frendz:
    Ich frach mich nur, wose die ganzen Übersetzers her ham und ob die dat auch umsonst machen. Die mit die silbergrünen Augen hat dat auch sofort aufgeschnappt und schon son Ding inne Fremdsprache verfasst.
    Gezz is der Kuddelmuddel perfekt, sogar der Detlef, wat der Außendienstmitarbeiter vonne Geschichten is, kann dat nich lesen.
    Wenn dat allet der Heinz sehn tut, der schlächt die Hände übern Kopp zusammen und singten Haleluja rückwärts auf englisch. Geh mich blos los, immer kommt wat neuet und dann wundern se sich, dat so viele die GG den Rücken kehrn.
    Fritz, weck ma den Hannes auf, von vorne kommten Licht, weiß der Deiwel wer dat is.

  18. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 14

    „Du Fritz, ich glaub dat neue Ersatzteil im Maschinenhaus funktioniert noch nich richtich, gestern ham sich nämich paar gemeldet und gefracht warum se keinen normalen Seitenaufbau bei sich zu hause auffen Schirm ham.“
    „Wat soll ich dich sagn, ich hab nix gemerkt, schon möchlich datt die , die da nachgefracht haben, zu hause sonne alte Möhre stehn haben, die die Geschwindichkeit vonne heutige Zeit nich mehr mitmacht. Aber frach doch den Öppes, der kennt sich damit besser aus.“
    „Öppes sach ma, kann dat sein, wat der Fritz da von sich lässt?“
    „Genauet weis man nich, aber ich hab gehört die ham ne schnelle Sondersitzung einberufen um die Probleme in Griff zu kriegn.

    Alle Abteilungen und Unterabteilungen vonne GG solln ihre schlauen Köppe geschickt ham.
    Füre Künstlers war der Rabe da, fürn Denkmalschutz der Heinz O, für Sozialet und Fürsorge Zuzu und weis der Schinder wer noch und für welche Abteilung da war. Jedenfalls war der Herr Server anwesend, dat is der, bei den die GG den Speicherplatz gemietet ham und der wirdse ma richtich aufgeklärt ham, über die Fehlers die letzte Zeit aufgetreten sind. Dat is ja schließlich kein Pappenstiel wat der Maschinist im Kopp ham muss, der muss klar und fit inne Birne sein, denn beien kleinsten Fehler dener macht gibt dat schonen Hänger im System. Dat ganze kannze mitne Fördermaschine vergleichen.“
    „Hannes gezz wirdet spannend, mit solche Dingers kennwer uns ja auch aus!“
    „Euch zwei Knallköppe kann man nur mit Beispiele vom Pütt kommen, denn wat anderet versteht ihr sowieso nich.“ He, he du, wir könn auch noch wat anderet!“ Ja wat denn? Saufen und Katen kloppen, sonst is doch nix! Aber passt ma auf, ne Datenbahn müsster euch so vorstelln. Der Maschinist kricht ne Anfrage, (Rabe 489), gezz geht datt los, die Maschine wird in Gang gesetzt, auf eine Seite am Seil gehen Daten nach oben und auffe andere Seite Daten nach unten. Die, die nach oben gekommen sind, nimmt der Maschinist in Empfang, wandelt die um und bringtse auffen Bildschirm. Gezz stellt der Rabe paar Bilder ein und schreibt wat dabei. Dann kommt der Fuchs mit sein ArtMzuch und steht dann ganz oben und der Rabe rutscht inne nächste Reihe. Und so geht dat immer weiter, wenn der Rabe in Reihe 50 steht, isser noch zu sehn, kommt aber obn en Neuer, schwupps isser weg und ab geht die Reise nach unten. Hier wird er dann vonne Datentransporteure in Empfang genommen, aufen Datenzuch gepackt und ab gehtet inne richtige Abteilung. Die Datenreise is aber noch nich zu Ende, dat geht nochen Stückchen weiter, bis dat Abteilungs Maschinenhaus kommt. Von da aus gehtet ab inne Regale

    Aber bevor der Rabe im Regal verschwindet, wird alles noch auf Viren untersucht, dat sich inne Datenbank keine Seuche ausbreiten kann. Viren könn nämich ganze Datenbanken auffressen, Vorsicht is da schon angesacht, denn stellt euch ma vor, son Fred wie der vom Rabe wird aufgefressen, wat dat für Schaden füre Geschichten wär.
    Zum Schluss vonne Datenbahn werden se eingeordnet und kommen zurück an ihrn Stammplatz inne Regale. Die wat die Regale verwalten haben schonen Haufen Maloche, weil inne Regale wird allet noch von Hand eingeräumt.
    Aber ich denk ma, der Herr Server, war auch da, um den ganzen Datendschungel zu entwirren und neuen Speicherplatz zu schaffen. Eins kann ich euch sagn, wenn ma mehr Platz is füre Daten, läuft dat Hauptmaschinenhaus auch nich mehr heiß und der Ego Ücke muss für seine Suppe zum kochen wat anderet nehm, als dat Gehäuse von sonne kostbare Maschine. Müsster euch ma vorstelln ihr zwei und dat allet machen die Verwalter für lau.

  19. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 15

    „Wat has du denn heute fürn Pferdemist in deine Prisepulle, Hannes?“
    „Dat sach auch ma, aber anne Bude hamse nix anderet gehabt und ohne Prise bin ich krank!“
    „Kumma Fritz, der Öppes hängt ganz schön inne Preise, wo der Deiwel sich wohl rumgetriebn hat, heut Nacht?“
    „Nix rumgetriebn, inne Geschichten hab ich so lange geglotzt!“
    „Ich denk, du kucks nich mehr so oft da rein!“
    „Och, datt war gestern ganz schön spannend!“
    „Um wat ginget denn, sach ma!“
    „Die kleinegemeine, weiß schon, die immer so töffte Dinger schreibt, die wat man auch verstehn tut und nich immer sonne verschwurbelten Worte nimmt, wo man bei innen Duden kucken muss, hatten richtich traurigen Bericht geschriebn.“
    „Ja und, datt gibt doch viele traurige Leute.“
    „Ja, nee, dat ging ja umse selbst. Aber da kannze ma sehn, sofort warn Haufen Users da, diese getröstet ham. Dat find ich klasse, datt et auch Menschen gibt die nich nur mit ausgefahrne Ellbögen durche Welt laufen und allet watse im Wech steht aufe Seite drücken.
    Vom Theater hamset auch gehabt, der eine find et gut wattse zeigen, der andre sacht dat is Kacke, aber gesehn hat dat Stück noch keiner, weilet noch garnich gezeicht wird. Aber so ist dat eben, Hauptsache ma sein Senf dabei gebn, für später, denn man könnt ma ja richtich gelegn haben.
    Viel später dann, ich wollt schon inne Pofe gehen, haut der Pito wieder son Ding raus, datt mich der Hut hoch ging. Da hat der doch für son Kinderbuch wat gezz auffen Markt kommt, die Zeichnungen für gemacht. Ich kann euch nur sagn, kuckt euch dat selbst ma an, die sind sowat von klasse, datt ich richtich neugierich war, wat gezz vonne Schreiberlinge fürne Reaktion kommt. Wie zu erwarten, kam ne richtich gute GG Presse.“
    „Jau Öppes, dat kucken wir uns nache Schicht auchma an, sowat, wat innen Buch kommt und von unser Stadt handelt, intressiert mich mehr, als en Wasserrohrbruch in Essen Stoppenberch.“
    „Genau, und deswegen hab ich mich auch en Kopp gemacht. Kumma, als ich noch son Kindergatenblach war, hab ich immer inne Zeitung gekuckt, wat neuet kam, vonnen langen Lulatsch. Dat war sonne Serie, wo jeden Samstach fortgesetzt wurde und der Lulatsch seine Kapriolen gemacht hat. Auf alte Tapetenreste hab ich immer probiert den Kerl abzumaln und wat meinze, dat is von Samstach zu Samstach immer besser gewordn.
    Später hab ich mich auch die Witzchen vonnen Kumpel Anton reingezogn, auch wenn ich se noch nich verstandn hab, dann kamen die Fulgor, und Akim Heftchen und noch ganz wat neuet, Micky Maus in Farbe Aber wonach ich immer gesucht hab, machdem ich ma en Kinderbilderbuch gekricht hab, wat nix mit unsre Stadt am Hut hatte, dat waren Buch mit Bilders von unsern Zoo und von unsre Stadt.
    Dat wat der Pito gezz macht, dat wär dat richtige für mich gewesn. Sowat könnter doch auch als Serie inne Zeitung bringn, ich glaub, ich täte mich dat heute noch reinziehn. Ach Hannes, wär dat schön, wenn man nochma Köttel wär.“
    „Träum weiter!
    Aber wenn schonma am träum bis von son Lubumchen, dann mit sonne dicken Arme watte gezz has, denn gleich krisse die Schüppe inne Hand und dann gehtet ab mitte Steine im Damm verpackn.
    Gib ma eine von deine Prise, denn mein Pferdemist kann ma ja nich nehm“

  20. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 16

    „Fritz hasse ma gemerkt, dattwer uns schon en ganzen Monat beim Buttern mitte Geschichten befassen tun?“
    „Jasicher hab ich dat und dat wird bald ma Zeit, datt wer ma über wat anderet quatschen tun!“
    „Über wat denn? Kumma, datt Hasen keine Kanickels sind dat wissen wer, datt Schalke im Moment kein Thema is, is auch klar, wat im Gaten so wächst, kannze auch vergessen, is bald Winter. Wat bleibt da noch? Mich fällt nix ein!“
    „Öppes und wat sachs du?“
    „Jau, könn wer machen, denn gestern hab ich ma kurz reingekuckt inne Geschichten und nix gefundn, wat nich intressiern tut.
    Kumma, -Verbot von Duschköppe,- wat juckt nich dat, hauptsache kommt Wasser raus. Oder -Gelsenkirchner junge Autoren,-hat sich keiner gemeldet, kann sein dattse sich nich traun.
    Und wat dat soll,-Bürger Strom selber machen,-nee, noch mehr Maloche, ich hol ihn lieber ausse Steckdose.
    Und auffe Bahnofstraße,-Märchenerzählers zuhörn,-davon gibtet abens inne Nachrichten genuch.
    Den Rabe sein Bild,-welche Stadt is datt,-dat Kaff kannze ja nich ma richtich erkennen.
    Pito seine -aufgeschnappten Satzfetzen,- dat sind Lauschangriffe, die kein wat angehn tun.
    -Übungsforum Ironie,- muss ma erst ma kucken wat dat wird.
    -Rhein-Herne Kanal,-Wanderwege,- läuft doch sowieso keiner mehr rum.
    Aber den müsster euch noch ma ankucken. –Wichtich:! Auffällige Fahrzeuge im heutigen Gelsenkirchen.-Der Fred hat fast 140000 Klickers und wat meinter wer dat meiste dadrin geschriebn hat, einer der inne Fußgängerzone wohnt.
    Den Rabe sein Notruf,-Manuskript von Stüttgen gesucht,- hat sich auch erledigt, der hattet wieder, aber warum sacht der Rabe nich. Kann sein, datt die Putzfrau dat inne Tonne gehaun hat und später wieder rausgekramt hat, oder einer vonne ehemaligen hattet sich ma kurz untern Nagel gerissen, kopiert und dann zurück gebracht, ummen Andenken zu haben.
    Na ja, bischen spannendet hattet ja gegeben, die grünesilber Augen fetzt sich mit den Derbray,
    aber die lässt sich nich so einfach über dat Maul fahrn. Aber bestimmt kommt bald der Senfpott vonne Geschichtenprommis und dat Gemetzel geht dann erst richtich los.
    Aber wem dat intressiern tut, datse in Erle en Könich suchen, denet nich gibt und en halben Roman über en geklautet Fahrrad, in den selben Ortsteil schreiben, der is schon krank vonne Geschichten, der muss, denk ich ma, schleunichst beim Dokter gehen.
    Früher als wer noch beie Galoppers gegangen sind, ham wer immer en Thema gehabt und unsre Butterpause war zehn Minuten länger.
    Aber wartet ma ab, bis die nächste Schicht kommt fällt mich da schon wat ein.“

  21. Opa Pipe sagt:

    Beim Fritz inne Laube 17

    „Moin, ihr zwei Mondscheingärtner!“
    „Öppes komm rein, die Katen liegn schon auffen Tisch, heb ma ab, oder willze erst ein zum Aufwärm haben?“
    „Jasicher!“
    „Sach ma, für wat hasse denn dein Handkarren mitgebracht?“
    „Meinze ich schlepp en Kasten Bier vonne Bude auffe Schulter nach hause!“
    „Du has doch sonst immer dein Fahrad genommen?“
    „Ach, dat hamse mich doch in Erle geklaut.“
    „Dat schöne teure Rad, hasse nich abgeschlossen, du Esel watte bis!“
    „Fritz, tu ma noch ein rein, der is lecker, weiße, eigentlich hab ich fürn Katen kloppen keine richtige Lust, besser is wir tun bischen erzähln. Ich hab ja meine Versorgungstour noch vor mich und für die Mudder muss ich auch noch wat tun.
    Aber hörma, gestern hab ich wat töfftet inne Geschichten gelesen.“
    „Wat denn?“
    „Da hatten Südstaatler, der Wolle, gefracht: -Hamse noch Sex, oder sindse schon beie GG?-
    Und die Klexx, wattne Weststaatlerin is, hat ihm ne Antwort gegeben.“
    „Mach nich so spannend, sach schon.“
    „Die sacht ihm, -immer abwechselnd. – Da kannze ma sehn, wat datten schlauen Fuchs is, der Wolle, denn der weiß gezz genau, datt die Klexx inne Wechseljahre is.
    Wat mich aber zu denken gibt und ausse Birne nich rausgeht, is, wat ich aufe Glotze gehört hab.
    Die Bayern strahln den WDR nich mehr aus, sagn tunse datt die Fluchzeuge dadurch gestört werdn. Aber denkt ma selbst, wat is denn, wenn son Fluchzeuch von München nach Düsseldorf kommt, wird dat dann nich mehr gestört, inne Gegend wo der WDR doch am stärksten ausstrahlt. Da steckt bestimmt ganz wat anderet dahinter. Kann sein datt der bayrische Aldenhoven seine Footen mit im Spiel hat und nich mehr will datt seine Grashüpfers ma übern Tellerrand kucken und Angst vore neuen Schalker Truppe kriegn.

    Mitten Kaufhaus Sinn, auffe Bahnofstraße, hamset inne Geschichten auch. Da regn se sich auf, datt dat leerstehende Gebäude endlich wieder am laufen kommt, nur weil son paar Lieferwagen und Monteurautos im Weg stehn. Ich denk datt paar von die Aufregers inne Nähe Geschäfte ham und Manschetten kriegn, datt möchlicherweise Konkurrenz für se kommt, anstatt se froh sind dat bisschen Leben auffe Bahnofstraße kommt.
    Aber wat willze machen, die Betonköppe gibtet überall, nich nur in Gelsenkirchen und aussterbn tun se auch nich..

    Beie Heikonie im Fred tut sich auch wat neuet, die hat Hilfe vonnen Diemelkünstler gekricht, der tut gezz Fotos anne Diemel machen und beie Heikonie ihrn Gewächshaus mit reinstelln. Is ja auch verständlich, datt gezz im Herbst nich mehr so viel Blumen und Gemüse gibt, für Fotos zu machen. Aber übern Winter gibtet ja genuch Motive auffe Bochumer Straße, die reichen bis die ersten Schneeglöckchen kommen.“
    „Wieso auffe Bochumer Straße, gibt datt da en neuen Gemüsemarkt?“
    „Hannes tu ma noch ein rein, ich muss gleich weiter, datt ich bis anne Sportschau mein ganzen Kram erledicht hab.
    Versprochen morgn kloppen wer Katen.“

  22. Opa Pipe sagt:

    Beim Fritz inne Laube 18

    „Hörma Fritz, fängse gezz am spinnen, wat soll dat Schild denn anne Tür?“
    „Kannze nich lesen?“
    „Jasicher kann ich lesen, aber wat willze denn mitne Laube, wenne nich mehr drin qualmen darfs?“
    „Dat is ne Gesetzgebung vonne Mia, die hat gestern ma bischen saubergemacht und im Putzeimer hattse ne richtich braune Brühe gehabt, basta, gequalmt wird draußen, zu mindest so lange dat Wetter noch so is.“
    „Und wie is dat mitten braunen Schnaps, trinken wer den auch vore Tür?“
    „Blöder Hund watte bis!“
    „Is ja egal, wa ja nur en Spässchen, aber mitten Putzeimer, da muss ich euch schnell ma wat erzähln. Gestern hat eine inne Geschichten geschriebn,- Waschmaschinentrommel dreht sich nich mehr- und watt meint ihr, sofort warn die Experten da und haben se geholfen.“
    Obse gezz wieder läuft, kann ich nich sagn, aber datt se ne Wut im Bauch hat, dat kann ich mich gut vorstelln.“
    „Warum soll se denn bei ne kaputte Waschmaschine ne Wut im Bauch ham?“
    „Dat is doch wohl klar, die muss gezz, bisse en richtigen Monteur gefundn hat, die Plörren mitte Hand waschen und innet Theater konnte auch nich gehen.“
    „Wat hat den datt Theater mitne kaputte Waschmaschine zu tun?“
    „Dat weiß ich auch nich, jedenfalls hattse extra dafür en neuen Fred aufgemacht und ihre Katen für lau angeboten. Später hatse dann gemerkt, datt die Vorstellung schon läuft und dat Angebot widder zurück genommen. Danach ham die Verwalters den neuen Fred widder gelöscht.“
    „Öppes, du has doch Ahnung vonne Waschmaschinen, wat is den gezz kaputt an dat Ding?“
    „Dat kann nur der Heizstab sein, so wie se dat erklärt hat:“
    „Und hasse se dat geschriebn?“
    „Bin ich blöd, wat gehen mich die kaputten Waschmaschinen vonne andern Leute an, lass dat ma lieber en Fachmann machen. Paar Tage kannse auch ma dat Waschbrett nehm, wennse eins hat und wenn nich, ich hab noch eins für umsonst zum selber abholn im Keller stehn.“
    „Und wat gibtet sonst noch neuet? Wat sagn se denn von Schalke?“
    „Von Schalke? Wat solln se da noch sagn, da hat der Felix sich wohl vonne Reklame blenden lassen und die gute Knete innen ein Euro Laden gesteckt. Wenn dat so weiter geht wird dat widder en Millionengrab. Komm wir kloppen gezz ne Runde Katen. Hannes heb ma ab, aber nich wie sonst, drunner kucken.“
    „Kumma, da kommt die Mia, wat bringt die denn da mit?“
    „Moin ihr Schlauschwätzer, ich hab euch ma paar Schnittchen gemacht, mit den Rest von den guten Schinken, wat wer vom Urlaub mit gebracht haben.“
    „Und wat hasse inne andre Hand, watte aufen Rücken verstecken tus?“
    „Dat is wat, datt die Schnittchen besser rutschen tun.“

  23. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 19

    „Ich blick da nich mehr durch!“
    Öppes, wo blickse nich mehr durch?“
    „Kumma, da tut der Pito, vonne Zeche Nordstern sonne Serie mit Bilders inne Geschichten stelln und schreibt dabei -Vergangenheit.“-
    „Na und, kanner doch!“
    „Ja schon, aber innen andern Fred schreibter öfter ma rein, watter so geträumt hat.“
    „Wat denn so allet?“
    „Dat untern Stadttheater, große Löcher sind, Grubenbaue mit Gleise die übern Regenbogen liegen und weiß der Deiwel wat noch.“
    „Ich träum auch immer, datt ich Onkel Dagobert bin, aber wenn ich dann morgens inne Patte kuck, is mich klar datt der Wecker geklingelt hat und nich die Talers.“
    „Aber heute hab ich ma auf seine Unterschrift –was der tag mit sich brachte- gedrückt und schwupp dich kommt ne Landschaft. Gezz sitz ich da und bin am Grübeln, wie dat allet zusammen hängt. Bilder Nordstern, Vergangenheit, Träume, Landschaft. Dat hat ne ganze Zeit gedauert bis ich dahinter gestiegn bin, wat dat sein könnte.“
    „Sach ma, wat denn?“
    „Aufen Landschaftsbild, wenne genau kucks, kannze viele Sachen sehn, weiße der Deiwel tut immer son paar Dinger verstecken, wenne die gefundn has, kommse die Lösung schon Stückchen näher.“
    „Und wat is die Lösung?“
    Die Trümmers die man sieht, dat is die Fördermaschine von Nordstern und dat erkennze dadran, datt der Kerl der oben drauf steht auch kaputt is. Im Traum hatter sich bestimmt vertan mit die Hohlräume, die sind untern Förderturm und nich untern Theater. Kumma, sogar en Vogelnest mit Eier drin war da oben, sind aber nich im Eimer, die sind noch ganz.
    Dann sieht man nochen Pfeil, ob der gezz gebrochen is, kann ma nich richtich erkenn. Isser aber gebrochen, is klar dattet Zoff gegeben hat wegen die kaputte Waschmaschine.“
    „Öppes, dat versteh ich gezz aber ganz und gar nich.“
    „Du kucks ebn zu wenich inne Geschichten, sonst hättse nämich gewust, datt seine Perle gezz die Wäsche mitte Hand waschen muss, nich innet Theater konnte und gezz mitte Tocher auffen Wech anne Ruhr is, die Plörren zu reinigen. Na ja, trocknen tut et sicher gut, denn die Sonne scheint kräftich, wie man aufen Lanschaftsbild sehn tut.“
    „Aber sach ma Öppes, warum blickse denn gezz nich durch?“
    „Ich weiß nich, ob ich dat geträumt hab, oder auch nich.“
    „Wat gibtet sonst neuet?“
    „Nix besonderet, bis auf eine die sich vonne Liste vonnet Forumtreffen streichen lässt. Kaum hattse dat geschriebn, sind die üblichen Lästerköppe da und laden ihrn Mist über se aus.
    Dann hamse endlich den Könich von Erle gefunden. Und wer war dat? En Torwart der ma en Elfmeter gehalten hat und en Schirri eins aufe Klappe gegebn hat weiler gemeint hat der Elfer war nich berechticht. Einer vergräbt seine Kamera im Wald. Ehrlich dat is doch Blödsinn, hätter auch bei Umsonst anbieten könn.
    Ansonsten wie an jeden Sonntach, die meisten sind inne Kirche und der Rest is tote Hose.“

  24. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 20

    „Jau, gezz isser da!“
    „Wer is da, ich seh kein!
    „Der Herbst, du Blödmann!“
    „Warum bin ich en Blödmann, wenn der Herbst da is?“
    „Musse doch selber wissen!
    Jedenfalls hab ich mich vore Schicht mit mein Fahrad vor deine Bude auffe Fresse gelecht!“
    „Warum dat denn, hasse keine Augn im Kopp gehabt?“
    „Dat schon, Schuld warn die vielen Blätters, wat der Herbst gebracht hat, heute fecht ja keiner mehr den Mist weg. Du auch nich! Und genau auf son Haufen Blätters is mein Hinterrad weggerutscht!“
    „Ja ja, die feinepinkels Gesellschaft hat dat nich mehr nötich, wenn die Kehrmaschine nich fährt, hasse ebn den Dreck aufe Straße liegn. Dat is früher bei die urtümlichen Gelsenkirchners nich passiert, die ham die Blätters aufgefecht und im Gaten mit untergegrabn.“ „Wer hat denn heute nochen Gaten, so wie ich, dat sind doch nur noch Rasenflächen mit Grillstationen für Spiel und Spaß und für die sonnenhungrigen Bikini bekleideten Madamchen vonne feinen Pinkels!“
    „Genau davon hamset gezz inne Geschichten! Nich vonne feinen Pinkels, aber vonne urtümlichen Gelsenkirchner.“
    „Sach ma, wat gibtet den dadrüber zu schreiben, dat is doch ganz einfach erklärt. Kumma der richtige Gelsenkirchner, dat is einer, der früher son kleinen Kotten gehabt hat und sich bewegn musste datter übere Runden gekommen is und seine Fische zum Futtern noch ausse Emscher geholt hat. Dann hamse die Kohle gefundn, die wat wir gezz noch hier abbaun tun. Danach was Schluss mit lustich, von überall her kamen die Leute, wie beie Amis die Goldgräbers und ham sich hier festgesetzt. Datt dat nich nur Junggeselln warn is auch klar und die Kinder von die und vonne andern ham nich nur verstecken gespielt. Musse dich so vorstelln, du nimms en Sack, packs die Blagen, Mädchen mitte Jungs da rein, schüttels datt ganze ma so richtich durch und wat da raus gekommen ist, dat is der urtümliche Gelsenkirchner der Neuzeit. Vonnen richtigen von vor diese Zeit, is nich mehr viel übrich gebliebn, da gibtet nur noch die Namen, sonst nix mehr, oder kennz du noch ein von Oven, oder Goorshof? Ne, die heißen gezz anders, Skibrowski, Parkowski und wie sonst noch, du selbst has doch auch son Zungenbrecher als Namen.
    Aber eindeutich erkennen kannze den urtümlichen Gelsenkirchner nämich an dat, datter allet kann und jeden helfen tut.“
    „Na klar Hannes, aber nur anne Theke!“
    „Wer sich aber über den URTÜMLICHEN schlauer nachen will, der soll doch einfach in den Fred, WIR AUS SCHOLVEN kucken, der Lorbass 43 und der Gutenberg geben gerne Auskunft.
    „Wat is denn gezz mit dein Urlaub Hannes, has ihn schon beantracht?“
    „Genau dat wollt ich euch grade erzähln, ab Montach gehtet los!“
    „Wo fahrter denn hin, wieder anne Ostsee?“
    „Bis wohl bekloppt, drei Wochen Regenwetter warn genuch!“
    „Und gezz wohin!“
    „Diesma fahrn wer ma nach Weiswurstäquatorialdeutschland, ma kucken ob dat stimmt wattse über die so erzähln tun.“
    „Pass aber beim Saufen auf, die ziehn son Literpott auf einma leer wennet sein muss auchen paar mal nachenander und wenne mithalten tus kuckse dann kurze Zeit später die ihre halben Socken von unten an.

  25. Opa Pipe sagt:

    Opa Pipe auf Kunsttrip

    Denk ich so vor mich hin, eigentlich hasse Zeit und kannz dich ma dat inne GG hochgelobte Kunstgeschehn ummen Beuys ankucken. So isset, ich klopp die Plörren innen Koffer und ab am Bahnhof.
    Wat is dat denn? Fahrkarte bitte am Automat lösen, sacht mich der Knallkopp hintere Scheibe, oder zehn Euronen Aufschlach. Für zehn Euronen denk ich, holze dich dat Ticket, so heißt ne Fahrkarte heute, ebn außen Automat, dafür krisse nämich in Gelsenkirchen schon paar Bierches für. Hät ich bloß die Foten davon weg gelassen. Meine Knete hat der scheiß Kasten gefressen, aber vonnen Ticket war nix zu sehn. Ich son Kerlchen gefracht, der wat so ausehn tat, als wenner wat im Köpchen hat, ob er mich ma helfen könnte. Opa wat hasse denn fürn Problem? Sach ich, der Kasten hat mich die Knete geklaut, ohne ne Karte aus zu spucken. Er hin, drückt auf son Knöpcken, steht da neu und meine Knete kommt wieder raus. Opa wo wollns denn hi? Ich sach, nach Gelsenkirchen und zurück. Frachter noch mit ICE oder Bummel? So schnell wie möchlich. Schwupp, Knete weg, Karte kommt. Aber nach Schalke brauchen sie garnich erst gehen Opa, sachter für mich, die sind im Tal der Tränen. Jau danke, aber Taschentücher hab ich genuch mit.
    Angekommen, den Tempel vonne Kunst vore Augens, stürm ich die Treppe runner, ab umme Ecke und wat seh ich, en Gerüst und dahinter endlich die Ausstellung die wat ummen Beuys gehen soll. Die Tür steht auf, ich kuck ma vorsichtich da rein, ob ich auch richtich bin. Wat seh ich, drinnen wie draußen keine Menschenseele. Bei dat schöne Wetter steck ich mich erstma ne Pipe an, hab mich nebenan auf sonne Sitzbank aus Eisenstäbe gesetzt, so eine wo man en Wolf anne Fott kriegn tut und ging ma inne Warteschleife, denn irgendwann muss ja der Andrang los gehen.
    Halbe Stunde, eine Stunde, Flötepipen, der Hintern tut mich schon vom sitzen weh und mein Rücken is ja auch nich mehr der jüngste. Denk ich, gezz is aber Schluss mit lustich, ich rein in den Tempel, kuck mich allet ma so richtich an, wat anne Wände hängt und auffen Tisch rum licht, geh noch ne Treppe höher in die oberen Gemächer und bin mich dabei vorgekommen wie son Solotänzer auffen Nordsternturm. Wieder unten hab ich mich an sonne Runde Theke gestellt und paar ma Hallo gerufen, nix.
    Na ja, mein Bierchen kann ich auch woanders saufen. Also los, soll ja noch paar andere Sachen wat mit Kunst zu tun hat, zu sehn gebn.
    Die Bahnofstraße runner, anne Sparkasse umme Ecke, ab inne Hauptstraße. Jau, wat seh ich, die Banners wattse inne GG so oft beschriebn haben, hägn verknuddelt und verdreht und dösen an ihre Leine so vor sich hin.
    Wer soll denn dadrauf wat erkenn tun?
    Haken drunner und weiter. Kleine Galerie, ich rein weilet auch schon ma inne GG zu sehn war. Kuck ich genau und erkenn doch glatt en alten Kumpel ausse Jugendzeit, der gezz die Galerie leiten tut. Hier werdn die zukünftigen Malers von Gelsenkirchen ausgebildet und dat könnt ich auch sehn, dat Übermorgen ne Ausstellung is, sachter. Na ja frach ich ihm, is dat nich bisschen klein fürne Ausstellung? Sachter, ach wat für ein Maler reicht dat.

    Gezz hab ich die Schnauze voll vonne Kunst, setz mich innen Bus und fahr nach Heßler, bis anne Melanchthonschule, ab inne Kneipe, erst ma paar Bierchen zischen.
    Wat man da so allet anne Theke erfahrn tut, wer den Löffel schon abgegebn, oder die Kurve gekratzt hat, auch im Knast sind paar gelandet, scheiß egal dat Bierchen schmeckt, aber die Kunstreise war bis heute die Fahrkarte nich wert.
    Ma kucken wie et weiter geht, hab ja noch paar Tage Zeit.

  26. Opa Pipe sagt:

    Opa Pipe auf Zechensuche

    Sacht der Kumpel für mich: „Steich ma ein, inne Feldmark steht nochen Förderturm von Consol!“
    Wir hin, alles ma angekuckt, wat sach ich alles, da war ja nix mehr, bis auf dat Gerüst und son kleinet Bauwerk. Egal ich die Knipse raus und erst ma abgelichtet. Wer weis wat in paar Jahre noch zum Sehen gibt, vonne Pütts, watte has dat hasse. Sach ich für ihm, fah ma weiter in Nienhauser Busch, ma kucken wat sich da allet verändert hat.
    Ne ne, da hab ich garnix mehr erkannt, bis auf dat Geläuf vonne Trabers. Stückchen weiter wo der Zollverein Pütt war, siehse auch nix mehr, bis auffe Halde, wower als Blagen nach Kohle gekratzt ham. Dann sach ich für ihm, fah ma durche Schalkerstraße, dat war nämich früher die Verbindung zwischen Katernberch und Heßler und ne Kolonie von Wilhelmine und die andre Seite von Zollverein. Er umme Ecke unter die ehemalige Brücke vonne Zechenbahn durch, ich trau meine Augn nich, wat ich da seh. Bin ich hier in Istambul, oder wat is hier los?
    Son richtigen Gebetstempel vonne Moslems, mit Türmchen und anderen Schnick Schnack seh ich da, zwa bisschen kleiner wie die echten, mehr so wie im Legoland, aber die kleinen Kolonie Häuschen wirken da richtich bescheiden und ärmlich gegen.
    Na ja, hab ich den Türkeiurlaub ebn gespart.
    Anne Heßlerstraße angekommen frachter mich, ob ich schon ma auffe Schurenbachhalde war.
    Wo soll dat denn sein, hab ich im Leben noch nix von gehört. Wir hin, die is in Altenessen inne Nähe von Fritz Heinrich wo ich früher ma malocht hab. Raus ausse Karre, Knipse übern Arm und ab. Wat seh ich, da geht ne Treppe hoch, kannze dich nich ma die Schuhe dreckich machen und oben denk ich, bin ich gezz inne Berge im Urlaub, oder wo?
    Die Kippe sieht dich sowatt von ähnlich wie der Feldberch im Schwarzwald aus, dat glaubt keiner der et nich selbst mit eigne Augn gesehn hat.
    Rund rum anne Hänge is allet bewaldet und obn die Glatze mitten Kunstwerk aus Stahl drauf.
    Dann fängt der Kumpel ma an mich dat allet zum erklän wat man von da obn sehn tut. Dat is Westen, da kannze den Gasometer von Oberhausen sehn. Dat is Norden, dahinten steht dat Dreieck von Bottrop und Scholven Kraftwerk. Dann kommen paar Halden, auch mit obn wat drauf und ganz vorne sachter, dat is Nordstern, wo die zwei Kräne stehn. Wat dat sein soll auf die eine Halde da ganz hinten, frach ich. Sachter für mich, dat is ne Schneekanone, für im Winter.
    Na klar, sowatt muss dat sein, wennse schon inne Tränenarena Biathlon Weltcup ham, dann hamse dahinten bestimmt den Abfahrtweltcup. Dann zeichter nach Osten, dat is Consol Bismarck und vorne dran dat is Gelsenberch und der Stadthafen. Nach Süden sieht man nich so viel, aber auch ne Halde und dann bischen nach rechts Zollverein Schacht 12 und die ganze Innenstadt von Essen. Mensch, wat die für hohe Häusers ham.
    So gezz wird erst ma allet in den Fotokasten gebracht, dat ich mein Weib ma zeigen kann, dattet nich nur im Schwarzwald schön is.
    Eigentlich hattet mich da obn gut gefalln, aber wenne bischen länger bleim wills, musse Kniften und wat zum Saufen selbst mit nehm, da krisse ja nix.
    Mein Reiseführer fährt dann und wat mich richtich freun tut, nachen Eingang vonne Zeche Fritz Heinrich.
    Als erstet seh ich die Markenkontrolle, wo ich so oft mit mein Fahrad durch bin, wenn ich Zwischenschicht hatte, da fuhr ja kein Bus von Heßler mehr.
    Schnell die Knipse in Anschlach gebracht und paar Fotos geschossen, auch vonne Kaue und dat Veraltungsgebäude, denn dat steht noch allet.
    Kommt doch da son Kerlchen auf uns zu und verbietet uns dat fotografiern, so in richtich gebrochenet Deutsch: „Hier nix Spionage machen, sonst gibt Ärger mit uns!“
    Da darfse als Deutscher der lange auf den Pütt malocht hat, nich ma vonne öffentliche Straße deine alte Wirkungsstätte fotografieren ohne massiv bedroht zu werden.
    Ich sach für den Kumpel: „Fahr los, mein Bedarf an Fotos is gedeckt, bevor ich hier paar auffe Fresse krich!“
    Zu hause frach ich den Kumpel: „War dat gezz in echt, oder warn wir im falschen Film?“

  27. Opa Pipe sagt:

    Auf der Heimfahrt von Gelsenkirchen nach irgendwo geht mir so einiges durch den Kopf.
    Ist Gelsenkirchen noch meine Heimat?
    Nein!
    Die Stadt kommt mir fremd vor!
    Zwar bestehen einige gute Kontakte und Bindungen zu alten Kameraden in Heßler, die aber bei jedem Besuch weniger werden.
    War mein Entschluss von 1964, den Pott zu verlassen, der richtige?
    Ja!
    Viele Alteingesessene bestätigen mir, den Zeitpunkt, die Kurve zu kratzen, verpasst zu haben.
    Es gibt aber auch zufriedene Leute, die stolz auf das erreichte in ihrem Leben sind.
    Einige, ich glaube die findet man überall, sind Spezialisten im jammern auf hohem Niveau.

    Jedenfalls konnte ich keinen Zusammenhalt der Menschen unter einander, wie in alten Zeiten feststellen, jeder kocht seine eigene Suppe.
    Bei zwei Bekannten möchte ich mich ganz besonders, für ihre Mühen und Geduld mit mir bedanken.

    .Gelsenkirchen
    _____________________________schnipp________________________________________

    • Büdchen sagt:

      Opa Pipe schreibt:

      “Jedenfalls konnte ich keinen Zusammenhalt der Menschen unter einander, wie in alten Zeiten feststellen, jeder kocht seine eigene Suppe.”

      Und die Suppe wird dünner.

  28. Woran macht sich diese Entsolidarisierung fest?
    Und was ist an Stelle des Zusamenhaltes getreten?

    Ich war am Wochenende in Essen und kam mir vor wie ein Provinzler in der Stadt. Bei Ikea muss man nun selber einscannen und sein Geld von der Karte abbuchen. Ob es ein Fortschritt ist?
    Bei Rewe wurden die Kassenfließbänder abgeschafft – der Kassierer steht und man hat das Gefühl der persönlichen Bedienung. Im Lebensmittelladen nur “Feinkost” und überall alle freundlich – nirgendwo der herb-rauhe Gelsenkirchener Straßen-Charme..
    Das sage ich als jemand, der die immer sichtbarere Armut in GE noch deutlicher wahrnimmt, weil ich mehrmals am Tag die Route (Innenstadt) laufe, auf der sich die an den Rand gedrängten konzentrieren.

  29. Opa Pipe sagt:

    Zitate:
    Und die Suppe wird dünner.
    Woran macht sich diese Entsolidarisierung fest?
    Und was ist an Stelle des Zusammenhaltes getreten?

    @ Büdchen
    @ Enrique

    Zurückblickend, über einen Zeitraum von 100 Jahren, stellt man fest, dass periodisch die Suppe im Pott mal dick und mal dünn gewesen ist.
    Klar ist, dass Kaiser und 1000 jähriges Reich, diesen Wechsel veranstaltet hatten.
    Mut, Tatkraft und der Wille zum Selbsterhalt der Pottbevölkerung, halfen mit, dass ganz Deutschland überlebte und in besagten, verdammt schweren Zeiten, einen warmen Hintern hatte.

    So etwas schweißt zusammen!

    Mit der um 1960 eingeläuteten Stilllegungszeit im Bergbau, begann der Ausverkauf der Städte an der Ruhr. Fehlende Arbeitsplätze bewirkten hohe Abwanderungszahlen, zur Freude aller anderen Bundesländer, die gerne bestehende Lücken mit arbeitswilligen Ruhrpottlern auffüllten.
    Bei denen, die im Pott geblieben sind, begann die Phase der Entsolidarisierung.
    Zusammenhalt wurde zu einem Fremdwort, denn jeder kämpfte seinen eigenen Kampf ums nackte Überleben. Die Zeit seine Tasche mit Kniften und Kaffeepulle zu nehmen und ohne Fahrzeug auf Schicht zu gehen, war vorbei.
    Dass Pendler Zeitalter hielt Einzug und hält bis heute an.

    Keine Stadt auf dieser Welt hat es bisher geschafft, bei einer Schrumpfung ihrer Bevölkerungszahl um mehr als die Hälfte, ihren Wohlstand und Kaufkraft zu erhalten.
    Erschwerend kommt noch ein hoher Prozentsatz an Fremdbevölkerung dazu.

    Es ist die verdammte Pflicht der heutigen, gesamtdeutschen Regierung, etwas gegen den Zerfall der Ruhrmetropole zu tun.
    Ein Jahr Kulturhauptstadt kann da nicht helfen, kann nur aufmerksam machen.

  30. Waldschrat sagt:

    Je komplexer die “gesellschaftlichen” Strukturen werden,
    um so subtiler wird der Kannibalismus der dann von Klein- und Bildungsbürgern ausgeübt wird.
    Woher kommt die Arroganz, dass der Mensch sich vom Tier
    unterscheidet?

  31. Opa Pipe sagt:

    @ Waldschrat
    Wenn ich dich richtig verstehe, haben sich Klein und Bildungsbürger, feinfühliges, feinsinniges Wissen nur angeeignet um ihren Kannibalismus besser anwenden zu können.
    Ellbogen raus und durch, damit die erlegte Strecke richtig lang wird!
    Ja, woher kommt der Hochmut, die Überheblichkeit, dass der Mensch sich vom Tier unterscheidet?
    Der Mensch besitzt die Fähigkeit seine Mitmenschen zu belügen, auszubeuten und umzubringen.
    Diese Eigenschaften sind in der Tierwelt nicht bekannt.

    • Waldschrat sagt:

      @ Opa Pipe
      Na dann besteht doch Hoffnung, dass nach dem Genozid
      der Menschheit und Vernichtung der Biosphäre die Harmonie im Universum wieder hergestellt ist.
      Dat bisken Verstand reicht eben nicht.
      Kaum isser bisken entwickelt, Demenz und wieder ab inne Pampers und dann inne Erdmöbel oder Asche inne Tüte, Ecke abschneiden und einmal durchen Park latschen.
      Dat warn tofften Schrat oder Opa Pipe, da hatten wir
      ne Menge Spass mit, aber dann, der ganze Krempel,
      Bücher, Bilder, alte Pipen 4 Container Sperrmüll…

      Aldus Huxley:
      Technische Übermenschen sind moralisch
      noch nicht einmal Menschen.

      (Gesinnungsschnüffelei aus der Deutschstunde, 80er)

      Kuck Dich die Welt an, schönsaufen klappt nicht, man
      trinkt und trinkt und erntet keinen Dank.

      Abba, wolln ma nich so schwarz sehen wie der Koschorek
      in sein Wohnflöz.

      Wenn nix dazwischen kommt, wird die Sonne morgen
      wieder dröhnend aufgehen.

      Wo sind denn bloss die Plörren hingekommen,

      Sprechfolter von Handtke, Traum eines lächerlichen

      Menschen von Dostojewski …

      War abber sowieso Schade um dat Papier, ging ja nur

      darum, den Selektionsprozess der Unterrichtsbeamten

      zu legitimieren.

      Boh hab ich wieder am Appel, wär ich ma nich heute

      morgen auf den Brühwürfel getreten …

  32. Ist alles noch übler: den “edlen” Ressourcen schonenden Wilden gab es nie und Tiere täuschen, tarnen, tricksen, lügen, so wie die Menschen – und führen auch Kriege.
    Handke hin, Dostojewski oder Koschorrek her.

  33. Waldschrat sagt:

    Manno Enrique, weisse doch selber dassat nich
    einfach is.

    Dattet nen „edlen“ Wilden gab hat mir der Brühwürfel nich eingetrichtert.

    Inne Steinzeit un davor, da kamense nur klar, wenn se im Team malocht haben.
    Die Steinschleifer warn die Häppchen für die Viecher, wenn se kein Obacht gaben un die Viecher warn die Häppchen für die Steinschleifer.

    Team habense später auch Horde genannt, abba dat gab immer wieder Krach, wenn dat Futter knapp wurde.
    Die eine Horde wollte dann, dat die
    andere die Häppchen werden.

    Abba, wem quatsch ich da die Hucke voll, weisse doch allet selba.

    Dann kam der Firelfanz mitte Höhlenmalers un dann die Schrift vonne Klugscheissers.
    Zack, neuet Problem damit dat mit die Häppchen besser klappt, durften die Malochers nich lesen und schreiben
    lernen. Rechnen sowieso tabu.

    Un dann kennze ja, Scharlatanerie vollet Programm. Et steht geschrieben dat der Oberste Chef über de Wolkens
    dat so un so angordnet hat un wehe wenn nich. Ja un welcher Dussel will da schon anzweifeln watt da geschrieben steht? Besonders dann, wenner nich lesen
    kann.

    Aber, weisse ja alles selber. Blos nu sind wir da, wo dat inne Plete bannig grummelt.
    Mit dem Teilen von dat Futter un den Rest haut dat nach wie vor nich hin un mit der Lügerei schütten wir uns gegenseitig zu.

    Muss ich nochma zurück auf dat Team.
    Klartext issja
    TOLL EIN ANDERER MACHTS.

    Da hilft nur bisken Pause machen, vielleicht ma ab in Wald, und wenner auch nur aussn Stapel alte Zeitungen is.

    Auffe Maggipulle heute war auch wieder n Druckfehler. Stand doch da drauf:
    Je mehr Sie zu wissen meinen, um so
    grösser ist die Möglichkeit der Selbst-
    täuschung.

    Sisse Enrique, ich happet gut, doof aus Prinzip, die Demenz kann kommen, ich bin vorbereitet.

    Un nu schnapp Dich die Kniften un geh anne Schüppe. Muss auch noch paar Pfandflaschen sammeln.

    Hier war neulich noch son ganz schlauen, hatter ne Trittinpulle getauscht gegen ne volle aus Glas und nur 10 Cent draufgelegt.

    Der hat dat System voll durchschaut.
    Mussma kucken, wat ich dem fürn
    temporäret Etikett ankleben kann.

    Un nu gaanz vorsichtich, der Sperrkassierer
    war da un ich seh nich, wo der nächste
    Brühwürfel liegen tut …

  34. Opa Pipe sagt:

    @ Enrique

    Jau, dat watte sachs, vonne Viecher, da is wat dran, dat kannze auch in den Film von den alten Hitschkopp mit erlebn, da hackt sonne Rabenbande nämich heftich aufe Menschen rein.
    Kannz ma sehn, wie verschiedn die Vögel unternander sind, die Gelsenkirchner Raben tun sowat nich, die tun nur gutet füre Menschen und tunse auch noch aufe Zukunft aufmerksam machen, datse aufpassen, datt nich allet außen Ruder läuft.
    Aber wat der alte Tippelbruder Handke damit zu tun hat, den die Angst umme Welt getriebn hat und für sein Kokolores wat er so inne Büchers gekritzelt hat, dat weis der Kuckuck, ich nich.
    Oder den Dostojewski, dat schlaue Kerlchen, wollter doch die Welt verbessern und is dabei auffe Strecke gebliebn. Pech hatter gehabt, oder Glück, wie man dat sehn tut.
    Und den Koschorrek, bei den stand ich letzten Sonntach vore Haustüre und dat kam so:
    Den Kumpel den ich besucht hab, wollte noch bischen pennen, also zoch ich alleine los.
    Ich von Hessler kommend, ab in den Nordsternpark. Und wat seh ich?
    Ne Hundestaffel die beie Ausbildung is. Schön anne Leine zogen se die Frolleins oder die Herrchens mit aufen Grünstreifen und hamse ma gezeicht wie prima se ihre Tretminen verlegen tun. Da kannma ma sehn, wie töfte die Hunde die Menschen erzogn haben.
    Endlich steh ich vor den Koschorrek seine Wohnung und wat stell ich fest, der is nich da.
    Kann aber sein, datter sich eingeschlossen hat und für sein nächsten Auftritt übn tut, denn auswendich musser ja dafür viel lern.
    Aufe Zeche Nordstern geht die Post ab, den Förderturm hamse eingerüstet und en Stückchen obn draufgesetzt, bestimmt kriegn die ne neue Fördemaschine.
    Auffen Rückwech, zwischen Emscher und Kanal sitzten Opa im Rollstuhl und kuckt so inne Richtung vonnen Förderturm. Moin, sach ich für ihm, dat warn noch Zeiten, als die Räder sich noch drehten.
    Moin, sachter zurück, wenn dat Kerlchen, watse gezz da oben draufstellen, nur en blassen Schimmer von dat hat, was sich hier unten allet abgespielt hat, springter freiwillig wieder runner.
    Kumma, wat meinze, warum ich in diese Karre sitz? Hassen Unfall gehabt?
    Und wat für ein, ne Kohlenlage is umgekippt und ich lach drunner, dat Ergebnis siehse ja, als Ersatz für meine Beine hab ich gezz en Brett mit zwei Räder dran, untern Hintern. Is aber egal, meine Blagn mit meine Enkelchen, könn gut von die Unfallrente und Knappschaftsrente leben, ich brauch ja nix mehr.
    Frach ich noch. „Wo gehen denn die ganzen Leute so früh hin, gibtet gezz ne Kirche hier?“
    „Ne sachter, beim Karl is Teilemarkt!“
    „Jau, danke sach ich und bleib gesund!“
    Er winkt zurück, dabei geht mich durchen Kopp, wat ich grade fürn Blödsinn gesacht hab.
    Ob er dat gemerkt hat?
    Mensch ne, wat is denn hier los, Motorrad an Motorrad steht aufen Parkplatz und die Menschenmenge wird immer dichter. Am Rand stehn paar Würstchenbuden mit Sitzplatzangebot und heißen Kaffee krisse auch. Ich 50 Cent ausse Tasche en Kaffee geschlürft, wenn auch aussen Plastikbecher, war egal, wat warmet im Bauch muss schließlich auch sein. Hier is ja mehr los, als auffe Cranger Kirmes, denk ich so vor mich hin und schon um diese Zeit. Klar, is ja Sonntach, schönet Wetter und bevor se ihre Mopeds in Schuppen stelln, für übern Winter, wolln se bestimmt noch ma en schnellet Schnäppchen machen.
    Für mich war dat ein highlight am frühen Morgen.

    @ Waldschrat

    Erstma hab ich heute in mein schlauet Buch gekuckt, wat überhaubt en Waldschrat is.
    Dat sind bei uns, wo ich gezz wohn tu, die Wolpertingers, dat sind solche, die vorne ausehn wie en Gockel und hinten dran en Fuchsschwanz ham. Könn aber auch ganz anders aussehn.
    Aber watte da geschriebn has, da is schon wat dran, denn ne Eigenschaft vonne Menschen is die Hoffnung und die stirbt bekanntlich zu letzt.

  35. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 21

    „Mensch Hannes, du faulet Stück, nich eine Karte hasse aussen Urlaub geschriebn, dat merk ich mich aber für nächstet ma. Und wie war euer Urlaub? Erzähl ma bischen.“
    „Erst ham wer töftet Wetter gehabt und inne dritte Woche hattet nur noch geschüttet und wenne ma raus bis, hasse dich den Arsch abgefrorn. Aufe Berge sind wer nur mitten Bus oder mitte Seilbahn, wat aufe Dauer ganz schön aufe Patte geht. Einma war ich richtich besoffen, da ham wer en Fuselfuscher besucht und überall ma son bischen genascht. Wenn mein Weib nich dabeigewesn wär, wer weis, wat noch allet passiert wär.“
    „Wat is denn passiert?“
    „Anne Brennerei geht son Bach vorbei und ich denk, kannz ja ma reinpinkeln in dat heilige Gewässer.“
    „Dat war allet?“
    „Nee, nee, ich mich auf son Stein gestellt, bin so schön dran, am Wasser lassen, kuck nach obn, die Welt dreht sich, obn wird unten, unten wird obn und schon merk ich, um mich rum is nur noch Wasser. Bin ich anne Ostsee, ne, ich bin inne Berge, ich hoch, schwupps sitz ich wieder aufen Hintern, bis mein Schätzken und der Wirt mich geholfen ham, aus dat scheiß kalte Wasser zu kommen. Gezz musst ich aber noch zwei Kilometers mit den nassen Fummel am Leib nach hause trampeln, wat garnich so einfach war, denn in dat wellige Gelände liegn überall Hindernisse rum. Dat war auch der Grund warum ich noch paar mal den Boden geknutscht hab. Ohne meine Gerlinde hätt ich mich irgendwo hingehauen und mich ausgepennt. Für dat, dasse mich so schön geholfen hat, konnte se sich wat wünschen.“
    „Wat hatse sich denn gewünscht, en neuet Dirndel, für Sonntachs inne Kirche zum Angebn?“
    „Du Blödmann, watte bis, ne en Besuch im Bauertheater!“
    „Aber sacht ma, gibtet wat neuet inne Geschichten?“
    „Schlaf Kindlein schlaf, bis Gestern, dann konnze singen: Ein Männlein steht im Walde, auf einem Bein.“
    „Öppes, versteh ich nich, tu ma erklärn.“
    „Auf ein Bein, dat stimmt nich ganz, der steht nämich fest auf beide Pinne und hat sich aussen Wald ne Keule besorcht und inne Gelsenkirchner Geschichten son richtigen rundum Schlach gemacht.“
    „Wieso dat denn?“
    „Kumma, da hat der, der wat dat Lubumchen in dat schöne Buch für Kinders gemalt hat, wat von seine eigene Krankenvericherung erzählt und irgendein aus Westfalen hat sein Senf da drüber geschmiert und geschriebn.—entweder das arztmobil oder in den sauren apfel beißen und zur abwechselung mal einen job annehmen.—
    Dat is den Künstler seine Perle aber sowat von inne Nase gestiegen, datse ganz bissich ein zurück gegebn hat.“— Wetten, dass man Dich nie auf einem Forumstreffen sehen wird?—
    Wie üblich sind danach die Fenster aufgegangn und die Hilfsorganisation GG hat ihrn Beraterstab aufet Tablett gerufen. Die, wie immer, viel bla-bla um nix gemacht ham, bis die Keule gekommen is.

    Ich tu ma Zitiern watter allet geschriem hat.

    Wenn dies Deine Meinung ist, kann ich das einfach so respektieren. Du stellst es aber als absolut dar. Insofern fühle ich mich jetzt mal genötigt, meine Meinung zu äußern.

    Es gibt viele Beiträge, die die Netiquette-Grenzen schrammen, meist nicht so direkt und platt wie bei Westfale, eher subtil und daher meist unbemerkt.
    Ich habe eine etwas andere Sichtweise, was grenzwertig, taktlos und fruchtbringend (oder eben auch nicht) ist.

    Jeder User setzt sich der Gefahr aus, eine unangenehme, teils auch sehr harte, direkte Rückmeldung zu bekommen. Der urtümliche Gelsenkirchener scheint sich ja wohl dadurch auszuzeichnen.
    Ich kann mich dieser Rückmeldung nun stellen, mich mimosenhaft zurückziehen oder die Keule zum Gegenschlag zu schwingen. Jazzam scheint eine aufgrund ihres Bildungsgrades dubiose Zwischenlösung gewählt zu haben. Ist mir egal, mir geht`s eher um Grundsätzliches.

    Glücklicherweise haben wir GG-User eine selbsternannte Hüterin der Netiquette unter uns, sollten selber also keine Gedanken daran verschwenden.
    Nun kann man Netiquette unterschiedlich auslegen. Die Verwaltung scheint ganz offensichtlich damit überfordert zu sein, beruft sich zumindest permanent auf minimaljuristische Sichtweisen („das steht so nicht da, wo ist das genau zu lesen?“) und ist offensichtlich nicht fähig, zwischen den Zeilen zu lesen.

    Dies wird nun von einigen Usern schamlos ausgenutzt, die ganz offensichtliche Drohungen („Wetten, dass man Dich nie auf einem Forumstreffen sehen wird?“) unbemerkt ins Forum setzen können. – Für mich heißt dieser Satz: „Lass Dich nur blicken, dann zieh`n wir Dir den Scheitel!“.
    Zugleich wird hier endlich offenbar, dass zwischen 2 Forumsebenen unterschieden wird. Ich nenne sie einfach real und virtuell. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es aber nicht 2 Ebenen, sondern 2 Klassen sind.

    Und da beginnt meine Kritik und auch meine Sorge um die Gelsenkirchener-Geschichten.
    Die ursprüngliche Idee der Eigendynamik ist sicherlich verwirklicht worden; das ist ja deutlich zu sehen. Die Intention, sich der Stadt, verschiedenen Szenen (Kunst z.B.) zu öffnen, integrativ zu wirken ist sicherlich verfehlt. Hausgemachte „Kunst“ hat Priorität. Die Vermarktung (soweit man davon reden kann) steht an vorderster Stelle. Persönliche Eitelkeiten überdecken rigoros eine eigentlich latente Inzucht.

    Mir persönlich tut das einfach weh. Ich vermute, da ich ja noch nicht lange in GE wohne, dass da ein kleines Boot Segel- und Ruderlos im im Kulturtümpel der GGs treibt. Ich überziehe ganz bewusst, um die vielleicht gerade Einschlafenden, also sich noch nicht im Tiefschlaf Befindenden, zu wecken.

    Da feiern sich die Ur-Banausen, deren einzige Aktionen eigentlich in der Aufarbeitung von Altlasten besteht (wie kriege ich diese Banner möglichst publikumswirksam wieder auf den Boden der Tatsachen? Event?). Aktuelle Aktionen wie den Kleingartenauftritt durfte ich ja miterleben. Meine Meinung: desaströser Offenbarungseid – Erlenkamp bleibt Erlenkamp!

    Ich könnte mich zu vielen Dingen äußern. Wie mutieren digitalfähige Knipser zu Hofphotographen, wieso ist das GG-Buch ein Jahrhundertwerk…etc.. Ich lasse es.
    Ich habe deutlich überzogen, bitte etliche GGler schon jetzt um Verzeihung. Ich will ganz einfach mal eine grundsätzliche Diskussion „anzetteln“. Ich halte dies für unbedingt notwendig, weil -nicht nur mir- diese permanente hausinterne Schulterklopferei schrecklich auf den Sack geht.

    Ich habe die Hälfte meines Lebens im ach so verhassten Bayern verbracht. Da gibt es ein Prinzip (auf Hochdeutsch): „Das haben wir schon immer so gemacht, das haben wir noch nie so gemacht, da könnte ein Jeder kommen. Es bleibt wie es ist.“ Ein Außenstehender bezeichnet so etwas als „Filz“…

    So, jetzt bin ich zum Abschuss freigegeben…evtl. sollte auch ein Extrathread gemacht werden; Verwaltung sollte walten. GG vs. Big Brother oder so…

    „Gezz frach ich euch ma, hat der denn Unrecht gehabt?“

    „Äh, die Pause is um, kommt wir machen weiter.“

  36. Waldschrat sagt:

    @ Opa Pipe

    Jezz hasse hier soviel geschrieben über dat
    Käseblatt ohne Papier im Internet, datte GG
    nennen tus.
    Ich gebbet zu, ich hab da reingeguckt.
    Is wie bei die Käseblätter mit Papier war.

    Aber eben ohne Papier und Werbunk.
    Schönet Archiv, wenne Zeit zum Suchen
    hass. Kann der Ordner
    „Kram, Trödel, Nostalgie“ bisken
    kleiner werden.

    Ich guck mich dat ma bisken genauer an,
    bis jezz hab ich den Eindruck, dat früher
    mehr Pfeffer drin war.

    Momentan happich Vorurteil, dattet
    mehr Siechtumbegleitung für Sammlers
    von alte Postkarten is. Besonders dann,
    wenn da n alten Pütt drauf zu sehen is.

    So gezz muss ich noch Trittinpullen
    sammeln, sonz wird die Bude kalt …

  37. Opa Pipe sagt:

    @ Wolpertinger (Waldschrat)

    Käseblätter ham wer früher innen Grubnhelm gesteckt, die ham klasse die Schwitze aufgesaucht. Aber wer schwitzt heute noch beie Maloche?
    Kommt höchstens einma in Jahr vor, nämich auf Ballermannkowski

    Damit hasse Recht, datt früher mehr los wa und mehr Feffer drin wa.
    Warum der Heinz auchen ganzet Jahr Urlaub machen muss, dat versteh wer will.
    Kumma, genau von den Tach, woer sich inne Sonne geflakt hat, ham die sechs Stadtmusikanten richtig Gas gegebn.
    Ein wat hamse abba falsch gemacht, die ham Berch runnen noch voll auf dat Gaspedal getreten. Oder die ham sich mitte Bremse vertan.
    Schon klar, datt am Ende vom Berch, dat Sichtum angefangn hat, kommen doch keine Postkarten mehr nach und zum Berch hoch trampeln, hamse keine Lust.

    Aber sach ma Waldschrat, gestern hasse noch den Umtauschtrick mitte Trittin Pullen erzählt
    und heute steckse se in Ofen.
    Gebn die soviel Wärme ab?
    Dat könnt die Lösung von dat Energieproblem sein!

  38. Waldschrat sagt:

    @Opa Pipe
    Technisch klappt dat wohl, is aber nich so lekker
    für den Rest von dat Klima.
    Obwohl, Sprit ham se schon aus Plastik versucht
    zu machen, nebenan in Bottrop.
    Erst aus Steinkohle wie damals auffe Gelsenberch.
    Dann hat dat geklappt. Da habense Muffe gekriegt
    vor den eigenen Erfolg und lieber auf Plaste
    gewechselt. War wohl besser für die Fördermittel.
    Ich mach dat so, die Bongs vonne Pullen kricht
    der Kohlenhändler und ich die Kohlen. Die Plaste
    dann Chinesen, die lassen dann bei GG aus den Garn
    neue Geschichten stricken…
    Passt ja auch auf die GG, Muffe vor den eigenen
    Erfolg. Abba eigentlich typisch für dat Ruhrgebiet.
    War bei die alte Kaue in Hessler so ähnlich, allerdings kam da der Huptstrom vonne Unvernunft aus
    Bochum. Sisse, woanders is auch Scheisse …

  39. Opa Pipe sagt:

    Beim Buttern 22

    „Mensch Fritz, heute bin ich sowat von kaputt, ich könnt mich hier hin haun und glatt ne Rund pennen.“
    „Von wat kommt dat, hasse solange mit deine Perle rum gemacht?“
    „Ach wat, en Krimi hab ich gelesen!“
    „Dat is ja ganz wat neuet; der muss aber spannend gewesen sein.“
    „Und ob!
    Ich sach nur, —-Der Rezensent braucht nicht besser machen können—-so heißt der Titel von den Krimi.“
    „Um wat gehtet denn da?“
    „Da hatten Dampfkessel Überdruck gekricht und plötzlich hat sich dat Überdruckventil geöffnet und raus gekommen is ne Menge öffentliche Kritik, anne Geschichten.“
    „Und war wat dran?“
    „Genau aufen Punkt getroffen!“
    „Und wat kam dann?“
    „Schnipp-Schnapp-Schwupp, der Vorhang geht auf und die, wat so gut russisch kann, bis 100 kannse schon, steht aufe Bühne und hat ihrn großen Auftritt. Ganz in weis mitten Hochzeitskleid, steht se da und versucht mit ihre zarten Hände, mit sowat von gepflechte Fingernägels, den Dampfkessel aus Stahl zu beschädigen.
    Kann nich gehen, dat rafft sogar en blöder Püttmann.“

    „Has noch den Onkel Otto vergessen, der hat auch ma wieder richich inne Tasten gekloppt und son aufklärenden Bericht verfasst.“ —-jau ey !!!—-Dat is aber für dat Onkelchen schonen langet Schreiben.
    Muttis Latinum Bespaßer sieht inne Geschichten sogar ne Zwei-Klassen-Gesellschaft und erkennt die Ex-User, wie er sich ausdrückt, als Angriffskrieger
    Kann auch sein, datter en Verfechter vonne Reinkarnationstherapie is und seine Weisheiten aussen vorigen Leben holt. Aber genauet weis man nich, jedenfalls hatter en neuen Kriechsschauplatz eröffnet.
    Überall rufen se, Heiiiiiiiiiiinz, aber der Deiwel meldet sich nich, der is bestimmt schon am Weihnachtsplätzchen backen. Hatter recht, im Urlaub musser sich auch nich mit son Tinnef beschäftigen.
    Auch der Fuchs, hattet geschafft, en Kommentar zu verfassen, aber dat war en Satz mit x.
    Der schleicht wohl lieber umme Häuser und kuckt, datter Futter für sein letzten Wurf besorgn kann. Is halt en Fuchs.

    Und wat sacht Madam Frankreich?

    —-Ich glaube, hier werden die Rollen verkehrt. Ich wüsste gern, wo Häme und Spott gegossen wurden. Ich könnte allerdings sehr gut sagen, wo täglich über uns z.B. Häme und Spott gegossen wird.—-

    Da kann ich nur sagen, wer en alten Kumpel nackich machen will, auf Grund von Unwahrheiten, muss damit rechnen, datt der nich so doof is und dat ohne wat zu sagn hin nimmt.
    Son blöder Kumpel hatten Gespür dafür, wennet im Gebälk knistert und kann sich zur Not auch helfen.
    Siehe Bild oben.
    Los an die Maloche, gezz ham wer genuch Zeit mitte Geschichten vertrödelt.

  40. Opa Pipe sagt:

    Muttis Spaßmacher, du klopps ganz schön aufe Klötze!
    Ich frach mich nur, ob deine Pfoten auch wat anderet können, als sonne Scheiße zu verzappen. Aus dein Kopp kannet ja nich kommen, da scheint ja mehr drin zu sein.

    Zitat Muttis Spaßmacher:

    Aber worum gehts hier eigentlich? Natürlich nur um gekränkte Eitelkeiten, denn hier sind alle – wie in jedem anderen Hamsterzüchter- oder Modelleisenbahnforum – unglaublich schnell und höchstgradig beleidigt. Und dann kann man sich noch nicht mal über eine simple Sache wie so`n rotes Buch freuen – nee, endlich kommen alle Dummschwätzer und Klugscheißer unter den Steinen hervor und spielen sich als “Rezensenten” oder “Kritiker” auf.

    …und ich wüßte gern, ob das hier ne neue “Wo ist Heinz?”-Diskussion wird, bei der dann ehemalige User als “Ex-User” sozusagen wiedergeboren werden…

    (Schön in diesem Zusammenhang fänd`ich übrigens, wenn die (sagen wir mal) “persönlichen Angriffe” der Ex-User unterbleiben – sieht nicht schön aus!)

    Zitat Ende:

    Kumma auf dat Bildchen, dann weiße wie ich dat seh und auf welche Seite du stehs, dat is sowat von Sonnenklar, da brauch ich kein Latinum für.

    Spaltung

    • Mutti sagt:

      Weisse, Oppa,
      so´n bissken kommse mir voa wie der Felix Magath; kannz nich mit der Sümpatie umgehn, die-e dia ma erworbn hass, un getz wirste persönlich, wenne dich ma mitte Waaheit ausnander setzn muss.
      Ich find, so Ratfahra wie du (nach obn buckln, nach untn treten) solltn in Fernsehn – die suchn imma Talente.
      Schwach!

      • Opa Pipe sagt:

        Kumma Mutti, mit die Sümpatie is dat wie mitten Teller Hühnersuppe, die schmeckt solange gut, wie se aufen Teller is, danach isse weck, der Geschmack aber auch.
        Auf erworbene Sümpatie is gefiffen.
        Aber sach ma, wat is Wahrheit, datt die Ex User vonne GG untere Steine vorgekrochen kommen, dummschwätzen und klugscheißen, oder vonne GG Verwaltung Unwahrheiten über mich verbreitet wurden.
        Ich bin kein Klugscheißer, aber dummschwätzen kann ich gut.
        Und Mutti, persönlich angegriffen, musse dich nich fühln, für mich issen Nick nur en Nick und mit keiner Person verbunden.
        Ach ja, auch du has ma en Opa gehabt und wat für ein, en guten.
        Bis bald, in diesem Theater.

  41. Opa Pipe sagt:

    Kulturhauptstadt 2010!
    Oder besser, das Jahr der Pleiten, Pech und Pannen läuft gemächlich, langsam und ruhig aus.

    Es ist Zeit, dass ich meinen Fokus auf andere Gegebenheiten richte,
    Plattkowskis Geschichten Journal den Rücken kehre und mich in wärmere Gefilde, zurück ziehe.

    @ „Enrique!“
    Deine Ex Kollegas lieben dich doch alle!

    PS
    Meine Pipe ist aus.

  42. Goethe sagt:

    SCHADE

  43. Opa Pipe sagt:

    “Äh, Hannes weiße watt ich heute inne GG gelesen hab?” “Nee sachma!”
    2010 geht vorbei – wir ziehn weiter.
    “Watt zieht denn weiter?”
    “Du Blödmann, die Fuchskarre mitten ArtMzug natürlich!”
    “Wohin ziehn die denn?”
    “Ich denk ma, die stelln sich gezz anne Schulen auf und verkloppen aus ihrn Kasten Kaugummis.”
    “Warum datt denn?”
    “Meinz du die Blagn ham soviel Knete dattse sich sonne teuren Kunstwerke leisten könn?
    (Bild)

  44. Opa Pipe sagt:

    Inne Kneipe anne Theke.

    „Hannes, wann hasse dat letzte ma inne GG gekuckt?“
    „Wieso, warum frachse?“
    „Weil du, wiee immer sachs, dochen Schalke Fan bis!“
    „Und wat hatten Schalke Fan mitte GG zu tu?“
    „Siehse, dat kannze ebn inne GG nachlesen!
    „Gezz komm ma raus mitte Sprache, mit dat watte mich sagn wills!“
    „Detef Agthe, den kennze doch, datt is der, der wat bei die Verwaltungs Polente is und gleichzeitich auch dat Amt vonnen Außenminister bekleidet, der hat nämich en neuen Fred aufgemacht. Und in den Fred willer ham, datt sich dadrin alle Bayernfans wattet inne Geschichten gibt, aufe Fresse haun solln!“
    „Außenminister, du bis doch bekloppt, wenne Innenminister gesacht hättes, dann wär da wat dran. Kumma der wohnt höchstens außen, mehr aber auch nich und innen passter als Verwaltung Polente auf, datt nix von außen inne GG kommt!“
    „Wiee wills, aber den Fred, für aufe Fresse zu kloppen, den hatter aufgemacht!“
    „Ja schon, aber wat ich bis gezz gesehn hab, dat is aber ganz wat anderet!“
    „Wat den?“
    „In den Fred hab ich noch kein Bayerfan gesehn und ich denk ma, in den Detlef Polente sein Kopp läuft wat falsch rum. Wenne ma überlechs, datet 18 Vereine inne Liga gibt, aber inne GG nich drüber schwetzen darfs, ohne rauszufliegn oder innen Klopperfred verschobn wirs, dann weiße genau wat datt fürn Haufen is!“
    „Ja wenne dat so sehn tus!“
    „Aber noch wat, dat schnullige wicki Michalein hat auchen Komentar dafür verfasst!“
    „Und wat sachter?“
    „Nix, aber der wartet im Hintergrund mit seine Senftube bis sich der einzigste Bayernfan inne GG gemeldet hat, und versüßt dann den Fred, ach wat sach ich, süßer Senf kommt ja aus Bayern!“
    „Na egal, ma abwarten, is ja möchlich datet paar versteckte Bayernfans beie Geschichten gibt!“
    http://www.gelsenkirchener-geschichten.de/viewtopic.php?t=9754
    „Aber die Troy sorgende Mutter vonne GG hat wieder son Ding abgelassen, datt dich der Hut hoch gehen könnt!“
    „Sach ma, wat denn!“
    „Als Verwaltungmutti tut se betteln, datt für dat Urbanausen – Treffen viele komm solln mit sonne ganze Galerie von die bewechten Hampelmännekens. Aber wat ich dabei nich verstehn tu, is, et gibt doch garnich so viel Urbanausen wie bewechte Hampelmännekens.
    Scheiß egal, ich gib ma ne Runde auf Verdacht!“
    „Auf wat fürn Verdacht denn?“
    „Natürlich auf den neuen Deutschen Meister Schalke!“
    „Hi hi, wennse dat werdn, kannz fürne Woche auf meine Kappe saufen!

    „Prost Detzlef!“
    Auf gehts

  45. Opa Pipe sagt:

    Zitat: Mutti aus den GG

    Dieser Zusammenfassung schließe ich mich an. Ich ärgere mich nur darüber, dass sich im Internetz ein “Paralleluniversum” etabliert hat, in dem hauptsächlich ehemalige “GG-All-Stars” ihre Emotionen hochkochen und auf den “normalen Geschäftsbetrieb” herabblicken. Besonders unrühmlich finde ich dabei die Kolummne von einem “Ausgewanderten”, der fotodokumentarisch einige Aktionen begleitet und (na sagen wir mal) satirisch kommentiert.

    Zitat: Ende

    Liebe Mutti.
    Wie ich feststelle, bist du in die Jahre gekommen und trittst die Schulbildung die dein Vater dir angedeihen ließ, mit Füßen.
    Hochkochen schreibt man – groß – und Kolumne mit einem – m – und hinter – in dem – gehört ein Komma.

    Ausgewandert, da unterliegst du einem Irrtum.
    Abgewandert ist da wohl passender und zurück blickend, der richtige Weg gewesen.
    Bei meinen häufigen Besuchen in Gelsenkirchen stelle ich nämlich fest, dass von den Menschen, die unsere Stadt einmal prägten, als Beispiel sei dein Opa genannt, nichts mehr übrig geblieben ist.
    Wer sein Leben nicht frühzeitig in die eigenen Hände nimmt, wird zu Gammelfleisch und das gibt es ja bekanntlich, an jeder Ecke zu bestaunen.

    Das – Paralleluniversum, – wie du es nennst, ist eine sehr gute Einrichtung, – von Heinz, – und die einzige Institution, in der Kritik an den Verwaltern der GG offen ausgesprochen wird.
    Demokratie dürfte für dich keine Rechnung mit Unbekannten sein und wer den schmierigen Boden, den das – Internetz – nun mal bietet, betritt, darf nicht nur damit rechnen, mit Weihrauch umnebelt zu werden.

    Die Gelsenkirchener Geschichten sind eine tolle Sache, sie werden von Mitgliedern gefüttert, die ihre Schreiben so verfassen, dass sie in die aufgestellten Foren Regeln passen.
    Diese Regeln dürfen nicht alleine Geltung für die User sein, auch die Verwalter haben sie zu beachten und nicht im Sinne von Machtgehabe zu missachten.

    Kritik an der Verwaltung, in den Geschichten, wird im Keim erstickt, oder durch einige linientreue Untergebene kaputt geredet und in lächerliche Bahnen gelenkt.
    Die Gashülle mit der sich die Verwaltung umgibt, stinkt!

    Ein Lieblingswort von dir, scheinen die Ex – User, der GG zu sein.
    Stell dir mal die Frage, warum und wie so es so viele dieser Typen gibt.
    Aber eins kann ich dir bei deinen Überlegungen mit auf den Weg geben, die Ex – User sind nicht den Geschichten um Asterix und Obelix entsprungen. Die Ex – User sind die Säulen und Stützen unserer Stadt.

    Nur für dich.
    Im Frühjahr 2011 gibt es von mir eine kleine Geschichte über Heßler, in der deine und ein paar andere Familien, alle alte Heßleraner, die Nachkriegszeit gemeistert und das Bild unserer Ortschaft, geprägt haben.

    • Mutti hat Spaß denkt Vati sagt:

      Weisse Oppa,
      dat mitti Rächtschraibung, dat übm wa nochma – nich vabessern, wennze selba Probleme damit hass. Weisse, mit Bildunck sollte man nich praaalen, entweda hasse se, odea nich.
      Un zum Inhalt: ich steh zu meinen Woaten, da brauchse auch nich Hilfe bei mein Oppa suchn.
      Mutti
      PS: soo scheisse schein` die GG ja nich zu sein, wennse den ganzn Tach am lesen bis, ne?

      • Opa Pipe sagt:

        Äh Mutti, dat sind ja richtich töfte Töne, die watte da von dich gibs. Man muss dich nur ma richtich kitzeln, dann springse schon an. Hi hi!

        Aber lesen tuse auch nich gut, ich hab ja geschriebn, datt ich die Geschichten gut finde und nur dat Verhalten vonne Verwalters beanstande.

        Außerdem bin ich nich anne Ecken vergammelt und hab mein Leben, auch ohne Bildunck im Griff.
        Deswegen hab ich ja auch Zeit, inne Geschichten zu schmökern.

        Und wat dein Opa betrifft, da such ich keine Hilfe, aber mein Hut zieh ich heute noch vor ihm.

        Und zu deine Worte musse auch stehn, sonst hättse ja kein Arsch inne Hose.

        Mach so weiter, bis schon auffen richtigen Wech.

  46. Opa Pipe sagt:

    Ergänzung für Mutti.

    Wie sagte doch der Fuchs so schön.

    Zitat: Fuchs

    2010 geht vorbei – wir ziehn weiter.

    Zitat: Ende

    Fotodokumentarisch begleitet, sieht das so aus.

    Die Verwaltung zieht weiter.

    Verluste lässt man liegen.

  47. Opa Pipe sagt:

    Frisch aus der GG Presse.

    Verwaltungs Egon schreibt:

    Zitat:

    Jeder hat das Recht, zu kommen, zu gehen und zu bleiben – jeder so wie er mag. Wir freuen uns über jeden User, der mit seinen Beiträgen dieses Forum bereichert. Und wir sperren nicht aus Herzenslust den Zugang zum Forum für irgendwelche User oder nur deshalb, weil sie nicht mit uns einer Meinung sind.

    Zitat: Ende

    Warum denn sonst?
    Hat dir schon mal einer deine Knifften geklaut?

  48. Opa Pipe sagt:

    Hannes und Öppes aufen Weihnachtsmarkt

    „Sach ma Öppes, gezz wo wer schon ma aufen Weihnachtsmarkt sind, kommt dich dat nich allet bischen früh vor?“
    „Dat schon, aber wenne ma überlechs, datte im September Weihnachtsmänner und Nikoläuse bein Lidl kriss, denk ich, dat die Budenbesitzers sich auchen Häppken davon abschneidn wollen!“
    „Du bis blöd und begreifs nich, wo drauf ich raus will!“
    „Wenn ich blöd bin, sachet doch einfach!“
    „Die Zeit füre Besinnung auf Weihnachten, dat watt der Geburtstach vonnen Jesus is, hat früher immer mitten ersten Adventssonntach angefangn und da ham wer en Kranz inne Stube aufgehängt mit vier Kerzen drauf. Abends wurd dann die erste Kerze angesteckt und dat Lied,
    mach hoch die Tür, die Tor mach weit gesungen!“
    „Dat war bei uns dat selbe!“
    „Siehse, gezz sachse selbst, dat war bei uns dat selbe! Und gezz kuckse ma aufen Kalender und sachs mich ma, wat wer heute fürn Tach ham!“
    „Ach so, gezz versteh ich auch wat gestern en Künstler inne Geschichten geschriebn hat!
    Hörma zu, ich erzähl dich dat ma!“

    Mittelpunkt des Gelsenkirchener Weihnachtsmarktes – jedenfalls auf dem Neumarkt – ist eine Art Säuferbude genannt “Krippenstube”, deren Vorhof die Krippe bildet. Dort plärren bis tief in die Nacht die Schlager von Herz und Schmerz, die wohl einige zur Adventszeit brauchen, wenn sie die Zeit der Besinnung im besinnungslosen Rausch ertränken. Im Moment (21 Uhr) ist dort die feuchtalberne Hölle los. Ich gönne es den Leuten, die den Frust ihres Arbeitsalltags in den Konsumtempeln betäuben wollen. Wenn der Spätkapitalismus solche Perversionen zur Weihnachtszeit hervorbringt, dann wird ein Verhalten, das nach Besinnung drängt, subversiv.

    Rabe (Neumarkt-Anwohner)

    „Ich versteh ja allet ganz gut, aber wat hatter denn mit subversiv gemeint?“
    „Kumma, wennen Künstler dat Wort subversiv innen Mund nimmt, dann meinter dat so, datt die alte Kultur, ebn die Besinnung auf die Geburt vonnen Jesus, am ersten Advent anfängt und keine neue Kultur, mit Pop und Tekno, schon paar Wochen früher los geht!“

    „Wenne ma sein Bildchen inne GG ankucks und siehs dat der Weihnachtsmann ihm auch nich trösten kann, dann weiße wie der sich dat zu Herzen nimmt!“

    Mensch Öppes, hoffentlich tut der sich nix an, denn den brauchen wer noch!“

  49. Opa Pipe sagt:

    „Öppes sach ma, wo is Heinz?“

    „Weck isser, wie allet wat gut war!“

    „Hannes kumma, ne neue Zeit braucht en neuet Kleid.“
    „Deswegen, Blockwart ka 04 fordert en Stehaufmänneken.“
    „Wat willer denn, der hat doch eins!“

    “Öppes, wat bin ich froh, dattet noch die Bild gibt!”

  50. Opa Pipe sagt:

    So weit die Füße tragen, oder auch nicht.
    Meine Erkenntnis nach knapp drei Jahren.

    DER RABE HAT RECHT!

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