Frau Stein, Herr Kanne & ein Einrad

29. November 2010

Frau Stein raucht Malboro

Eine Malboro ist eine Malboro ist eine Malboro. Oder wie der Maler Felix Zdziuch sagt: auf dem Bild ist nur das, was auf dem Bild ist. Es gibt keine Bedeutung darüber hinaus. Keine Zusammenhänge zwischen der Rose, der Malboro, der Frau Stein und dem Text. Das Bild ist einfach nur Bild.

Na dann.

Natürlich sind die Farben nicht echt wiedergegeben, bestimmt kommt trotzdem die Kraft der Frau und des Bildes rüber, was aber laut Maler ja egal ist. Also: ein Stück Stoff mit Farbe. Nicht mehr, nicht weniger. Eine Leinwand ist eine Leinwand ist eine Leinwand – und hängt zur Zeit an meiner Wand.

Topfpflanze auf Einrad mit Lüstling

Mag sein, dass dem seltsam androgynen Lüstling oder der Lüstiline die Topfpflanze an den Kopf fliegt, weil er / sie / es wieder mal nicht die  Triebkräfte umlenken kann – beunruhigend ist aber nicht der mögliche Zusammenprall, sondern das zum Einrad mit Lenker, aber ohne Sattel geschrumpfte Zweirad auf Linie.

Sieht aus wie eine schmerzhaft-unkomfortable festgelegte Einbahnstraßenreise ohne Alternativen und Steuerungsmöglichkeit.

Kanne auf Kubus

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Na gut, nichts stimmt hier, weder die Perspektive, die Gravitation, die Flächen sind nicht gefüllt, das Gras wächst falsch – aber die Kanne wirkt bedürftig-gewalttätig und hat Eigenleben. Also darf sie sein.

Alle Bilder Felix Zdziuch und bei mir “zwischengelagert”.

Danke Felix.


Skylling me softly – oder Unfähigkeit ist auch eine Fähigkeit – Abgesang 2

20. November 2010

Soft Skills werden ja zu recht sehr groß geschrieben bei den GG und sehr viele sprechen sich selbst diese soziale Kompetenz zu, den Unsicheren soll die  Netiquette eine Knigge-Bibel sein. Verantwortlich für die Exegese ist die Verwaltung, die den mehrfachen Schriftsinn der Texte interpretiert. Sie beurteilt den ethischen Sinn, den wörtlichen Sinn, den allegorischen Sinn und letztlich den höheren bzw. tieferen Sinn des Geschriebenen.

Es gibt keine allgemein gültigen Vorstellungen darüber, was und wie die GG sind, sein sollten, sein könnten und deshalb kann und darf sich jeder den eigenen Auslegungsraum stecken, in der Regel im Rahmen des “gesunden Menschenverstandes,” seines Bildungshorizonts und seiner Einzelinteressen. (Selbstdarstellung, Kontaktbörse, politisches Kampfinstrument etc.)

Schauen wir mal ins Labor und nehmen diesen Fred:  zum Fred hier klicken oder direkt im Text hier weiter mit Kurzanalysen und Inhaltsangaben, Erläuterungen und Exegese.

Kwitsche bedauert die Sprachlosigkeit zwischen  Verwaltung und mir, ruft zur “Versöhnung” auf, fragt ob die Verwaltung Gründe nennen kann für diese Entwicklung und bittet um Offenheit.

Er zeigt soziale Kompetenz im Bereich Mitgefühl, Einfühlungsvermögen, Wahrnehmung, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.

Soft Skill Antworter 1:

Berufsphilosoph und Revoluzionsstratege Debray freut sich auf ein beginnendes Freudenfeuer der Eitelkeiten – oder konstatiert ein Fegefeuer der Eitelkeiten, genaues erfährt man nicht.   Guckst du hier für Gelsenkirchen-Tupamaro

Debray versagt im Bereich Perspektivenübernahme, Mitgefühl, emotionaler Intelligenz. Vermutlich teilt er als Kader immer noch  in Haupt- und Nebenwiderspruch auf.

Soft Skill Antworter 2:

Männlein stellt fest, dass die GG nicht am Ende sind, sich aber ändern werden.

Männlein war in der Anfangszeit der GG Mitglied der Senatorengruppe. Diese Gruppe von GG usern beriet die Verwaltung bei schwierigen Entscheidungen und hatte meiner Erinnerung nach auch Stimmrecht. Seine Soft Skills waren vor allem Menschenkenntnis, Großmut, Selbstbeobachtung, Kompromissfähigkeit.

Soft Skill Antworter 3:

Egon erklärt, dass die Verwaltung  Zeit zum Nachdenken braucht und dass sie eine gemeinsam abgestimmte Antwort geben wird. Unter Heinz hätte es das nicht gegeben.

Er persönlich allerdings wüsste auch nach einem Jahr nicht, warum es zu dieser Sprachlosigkeit kam. Kwitsches Befürchtung nicht mehr Gruppenkompatibel zu sein, interpretiert er als Stimmungsmache gegen die Verwaltung und betont noch einmal, dass die Verwaltung user nur überlegt, abgestimmt  und begründet aussperrt und nicht willkürlich, wie unter Heinz. Er bemängelt, dass noch ein Fred zum Thema “Heinz” durch Kwitsche eröffnet wurde.

Egons  Soft-Skill-Defizite sind im Bereich Selbstwertgefühl, Selbstbeobachtung, Menschenkenntnis, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Wahrnehmung. Er greift zum Mittel der Selbsttäuschung und Abwehr.

Kwitsche erklärt, dass er mit Verständigungsschwierigkeiten zwischen ihm und Egon gerechnet hat, er versucht zu vermitteln, dass er mit seiner Frage und der Eröffnung eines neuen Freds Altlasten abschütteln wollte, seine Stimmung mitteilen wollte und keinesfalls Stimmung für oder gegen jemanden machen wollte. Er möchte mehr Details darüber, warum ich Entscheidungen ohne die 6 Verwaltungskollegen treffen konnte, erinnert sich, dass auch Egon für den Ausschluss von usern gestimmt hätte.

Er nutzt das Sprachbild des “Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass” (jemand will nur Vorteile genießen und unangenehmes anderen überlassen) und  stellt  Toleranz,  faires Streiten und Offenheit auf Egons Seite in Frage.

Er glaubt dass Egon und Ralf eher als die anderen Verwaltungsmitglieder für seinen Ausschluss stimmen würden.

Kwitsches resignative Grundstimmung resultiert erkennbar aus bisherigen Beobachtungen und dem jetzigen Gesprächsverlauf , der zeigt dass Angst und  Abwehr auf Egons Seite kaum zu durchbrechen sein wird.

Soft Skill Antworter 4:

Egon stellt fest, dass es Verständigungsprobleme gibt und glaubt dass Kwitsche fremdgesteuert durch Heinz ist.

Alles Auslegungssache

Soft Skill Antworter 5:

Chronistin66 erklärt, dass Heinz jederzeit hier posten  könne, dass er einen eigenen Blog hätte  und dass sie kwitsche nicht verstünde.

Sie lenkt von der Ursprungsfrage ab und zeigt mangelnden Respekt und mangelnde Achtung vor Kwitsche  als Mensch und vor seinem Versuch Antworten auf Fragen zu bekommen, die sich viele stellen. Chronistins Soft Skills sind Härte und Konsequenz.

Kwitsche glaubt nicht dass Egon nicht weiß wie und warum sich die Situation so zuspitzte, sieht die Verwaltung eingeigelt hinter hohen Mauern und hofft dass es irgendwann gesellschaftlicher Konsenz sein wird, über diese Art “privater” Probleme auch öffentlich zu reden. Er sieht eine Doppelmoral der Verwaltung, einerseits nicht öffentlich zu reden vorzugeben und andererseits ausgesuchten usern selektierte Infos zukommen zu lassen. Er bedauert, dass seine guten Absichten in schlechte uminterpretiert werden und wünscht sich mehr Transparenz und Offenheit. Er wünscht der neuen Verwaltung und Heinz alles gute und bedauert noch einmal den Bruch.

Kwitsche zeigt Selbstdisziplin, Verantwortung, Großmut und Konsequenz

Soft Skill Antworter 6:

Verwaltungsmitglied zuzu erklärt, dass die neue Verwaltung keine neue wäre, sondern die alte – nur ohne Heinz.

Mir ist völlig unklar, ob dieses Fragen an sich abperlen lassen und mit Mätzchen und Spott auf ernsthafte Bemühungen anderer zu reagieren, auf sozialer Inkompetenz beruht (mangelndes Selbstwertgefühl, fehlendes Selbstvertrauen, Kritikunfähigkeit), gespielter Zickenalarm ist oder schlimmeres.

Soft Skill Antworter 7:

Paul Herbstwald glaubt dass die Verwaltung noch aus 7 Mitgliedern bestünde, wovon einer Enttäuscht wäre. Er hofft, dass die GG mehr Demokratie wagen.

Hier soziale Kompetenz zu entdecken, ist schwierig, da nur Meinung ohne Kenntnis veröffentlicht ist.

Es beginnt der übliche Austausch von Belanglosigkeiten und Geplänkel und wir setzen wieder ein mit Paul Herbstwald.

Soft Skill Antworter 8:

Wirksamkeit und Effizienz

Paul Herbstwald wünscht sich weniger Diskussion, um so bei Lesern mehr Wirkung zu erzielen. Das prozesshafte gemeinsame ringen um Erkenntnisse  soll  beendet werden zu Gunsten von Statements und Verlautbarungen.

Er glaubt, dass ich noch auf den GG schreibe und gibt vor mich zu kennen und meine künstlerische Arbeit zu schätzen.

Er sieht im Beziehungsabbruch von 7 Menschen eine provinzielle Befindlichkeitsstörung, glaubt immer noch, dass die Verwaltung aus 7 Personen bestünde und gibt als Ziel für die GG und das nächste Jahr aus, mehr Demokratie zu wagen.

Zielorientiert mit qualitativer Verbesserung solle das Projekt GG weiter bestehen – ob mit oder ohne H.

Soft Skills hier im Bereich Härte, Fleiß, Konsequenz -  Defizite im Bereich Perspektivenübernahme, Wahrnehmung, Respekt, Achtung, Selbstbeobachtung, Teamfähigkeit. Bleibt anzumerken, dass er den Charakter der GG ändern will und das Ursprungsthema nur als Stichwortlieferant für seine Umbaupläne nutzt.

Soft Skill Antworter 9

Chronistin66 fragt sich, warum sich die Prägung und Ausrichtung der Verwaltung zwar mit meinem Weggang geändert haben soll, aber nicht mit pitos Ausscheiden.

Sie fragt sich warum ich nicht mehr auf den GG schreibe und warum man mich vermisst.

Diese  rhetorischen Fragen dienen der Stabilisierung ihrer Gruppe und sollen ihren Status festigen. Es zeugt also von Kooperation, Teamfähigkeit und Flexibilität.

Es folgt allerlei Geplänkel zu anderen Themen und wir machen weiter mit Muttis Spaßmacher

Soft Skill Antworter 10:

“Mutti hat Spaß denkt Vati” ärgert sich über meinen Blog, in dem von oben herab die GG kommentiert würden und EX-User ihre Emotionen hochkochen würden.

Er bezweifelt zuzus Kommunikationsfähigkeiten und bescheinigt ihr, patzig-trotzige Antworten zu geben.  Er überlegt, ob Paranoia oder Missverständnisse der Hintergrund für dieses Verhalten sind.

Er möchte das immer wieder auftauchende Thema “Wo ist Heinz – Warum hat er sich zurück gezogen – Warum sagt die Verwaltung nichts”  unbeantwortet beerdigt wissen.

Soft Skill Kompetenzen im Bereich Flexibilität, Härte, Konsequenz, Verantwortung. Um den Gruppenfrieden zu erhalten, opfert er Außenseiter & Ausreißer.

Wir sind auf Seite 4 von 7 angelangt und  Fortsetzung folgt



Wenn der Pawlowsche Schwanz den Hund wackelt – Abgesang 1

13. November 2010

Während ich noch schwanke, ob mein größter Fehler beim Projekt Gelsenkirchener Geschichten die Einführung der exzessiv formulierten Netiquette war oder doch das Konzept des Zufälligen bei der Inner Circle Oligarchie Truppe, wird möglicherweise die “Verschlossene Auster des Jahres” den  GG in ihrer Rolle als Partnervermittlungsinstitution  zugesprochen werden.

Viel Unheil und Stagnation entstand daraus und wiegt den zweifelhaften Unterhaltungswert, der sich durch die GG gefundenen Tandems wie Bonnie und Clyde, Gustav Gans & Daisy DuckGomez Alonzo und Morticia Addams oder letztens Paola & Kurt  Felix, nicht ganz auf.

Lenin Trotzki Original

Lenin und Trotzki zensiert

Die mich berührende “Hosianna & Kreuzige ihn”  Erfahrung (immer wieder beeindruckend, wenn Individuen sich zu Massen-Masken verwandeln) ging nahtlos über in das Vergnügen, meiner Trotzkisierung jüngst sogar auf einer öffentlichen Veranstaltung beiwohnen zu dürfen. Die kleinen und größeren Verrenkungen der Menschen, mich aktiv zum Unerwähnten zu ignorieren, haben in ihrer Unbeholfenheit schon wieder einen fast liebenswürdigen Charme. Jedenfalls sind sie mir sympathischer als die Taschenspieler Tricks der K-Linken, die solche Konflikte ideologisch unterfüttert in Haupt- und Nebenwidersprüche abspalteten. Die Grausamkeiten bleiben gleich, sind nur gefälliger verpackt – und wie wir alle wissen, bestimmt heute Verpackung den Inhalt. Form follows function war einmal.

Wenn Gruppen Gedanken erdrücken

Hunger? Mehr Essen!

An diesem Beispielfred möchte ich einmal exemplarisch belegen, dass die Gelsenkirchener Geschichten eine piefig-spießige abgeschottete Sektenveranstaltung geworden sind, die freien Gedankenaustausch unterbinden, aktiv verhindern und nur noch als Name-Dropping und Selbstdarstellungsplattform für einige wenige dienen.

Troy bzw. die Verwaltung unterstützt löblicherweise ein zivilgesellschaftliches Hilfsprojekt einer Gelsenkirchenerin in dem Heimatdorf ihrer togolesischen Eltern.

So weit so gut. Doch dann fängt das Elend an.

Astrid Becker alias Jazzam wird als Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund um das Projekt vorgestellt und bekennt vollmundig, über Anregungen aller Art dankbar zu sein. Es tauchen anregende Fragen auf. Die Beantwortung der Fragen wird abgelehnt, die  Fragen werden als unverschämt bezeichnet, der Fragesteller je nach Lesart als Troll, Störer, neoliberaler Niebeldirk oder auch Neonazihandlanger gesehen und aus den GG verbannt.

Doch zuvor meldet sich unvermeidlich Pünktchen HelmutWäh zu Wort und erzählt in Prosa, dass er beinahe auch schon mal selber ein Hilfsprojekt gestemmt hätte, wenn nicht dies oder das dazwischen gekommen wäre. Etwas später präsentiert er wie immer die originelle Idee, dass der Künstler auch ein Bild stiften könne, inszeniert sich als feinfühliger Damen-Beschützer Kavalier, um gegen Ende des 7 Seiten Freds selbstlos-bescheiden zu verkünden, das er den Oberbürgermeister für das Projekt in Geiselhaft genommen hat.

Die Verwaltung verlautbart selbstreferenziell, dass der Verein Avenir die Projektidee auch klasse fände, Presseartikel werden zitiert und irgendwann stellt irgendwer die unvermeidliche Frage “Was hat das alles mit Gelsenkirchen zu tun?”

Man ist beleidigt und lässt Publikumslieblingdarsteller Lo-Lancelot ran, der die Frage zwar nicht beantwortet aber bereitwillig als Vorlage für sein Wortspielerei-Hobby aufgreift.

Etwas später reagiert zuzu beleidigt, pito kommt im Imperativ (lass es!) daher und die Verwaltung schützt sich mal wieder vor einem Nachdenken mit der missbräuchlichen Auslegung der Netiquette.

Welche bösen Fragen wurden gestellt?

Der Reihe nach:

1. Gibt es noch ein anderes Spendenkonto als das der GG?

Die Frage blieb unbeantwortet. Auch wenn die Frage möglicherweise nur dazu diente Misstrauen zu säen, hätte die Verwaltung hier eine klare und deutliche Sprache sprechen müssen und genauere Angaben machen müssen. Statt vertrauensbildender Maßnahmen kam nur beleidigtes Geplänkel. In Zeiten der Spenden-Tüvs und Spenden Siegel doch zu dünn und zu wenig.

2. Was hat das mit Gelsenkirchen zu tun?

Glücklicherweise sprang pito für die Fragen-Ansprechpartnerin und die Verwaltung ein und fasste zusammen.

3. Ist diese Hilfsform sinnvoll?

Keine Erklärung

4. Ist das Subsidaritätsprinzip gewahrt?

Keine Erklärung

5. Produziert die Hilfe Abhängigkeiten?

Keine Erklärung

6. Verstellt der “Internationalismus Ablasshandel” den Blick auf die Defizite und Mängel in der direkten Nachbarschaft?

Keine Erklärung

Alles Fragen über die sich weltweit Menschen die Köpfe zerbrechen – nur nicht auf den GG. Im Gegenteil, hier wird der Fragesteller auch noch rausgeworfen und eine absurde Begründung für diesen Rauswurf konstruiert. Immerhin hat sich die Verwaltung da noch die Mühe gemacht irgendwas zu begründen. Mein Rauswurf aus verschiedenen GG-Arbeitsgruppen war nicht mal ne Info an mich wert. Was für eine scheinheilige Armseligkeit, Cliquenwirtschaft und welch ein Rückfall in archaischen Gruppenzwang.

Ich kann mir übrigens durchaus vorstellen, dass die Flugkosten für den Projektleiter durch Spendengelder gedeckt werden könnten und sollten. Auch hier kein Gedankenaustausch, keine Erklärung – nur Empörung und Erregung und Verhinderung des öffentlichen Gespräches.

Das hatte ich mir vor 4 Jahren nicht vorgestellt oder gewünscht, als ich die GG initierte. Ich wollte zwar ein möglichst perfektes virtuelles Spiegelbild der realen Stadt, habe aber völlig ausgeblendet, dass zur Perfektion auch die Filzokratie, Borniertheit, Brain-Drain und die sich verweigernden Naserümpfer-Bildungsbürger gehören – wirklich dumm von mir.

Na ja und die Künstler, die den Stallgeruch der GG fürchten, sollten nicht unerwähnt bleiben.

Säckeweise Asche über mein Haupt für meine Idee, eine in ihrer Strenge so noch nie da gewesene Netiquette für die GG zu komponieren. Asche nur noch bis zum 31.12.2010, danach wird dieses Splitterchen befriedet im Käseigel spicken. Mein Gesprächsangebot an Marie, Sabine, Lothar, Ralf, Egon, Meik, Jesse, Helmut W. und Michael W. ist hiermit nach einem knappen Jahr beendet.  Die Netiquette wird wohl noch einige Zeit darüber hinaus missbraucht werden, um den geneigten Leser der GG endgültig zu Tode zu langweilen und mit belanglosen Beliebigkeiten  zu foltern.

*Nachtrag auf Nachfrage:

mit der Einstellung meines Gesprächsangebotes nach einem Jahr meine ich sowohl Gespräche auf der Sachebene,  wie auch die zwischenmenschliche Beziehungsebene. Von diesen Formen von Kumpanei, Heuchelei, Freundschaft, Bekanntschaft, Zweckbündnissen etc. möchte ich mich doch lieber unabhängig halten.

Und nein, ich habe keinen Groll gegen irgendjemand – wir alle strampeln nur wie der Frosch in der Milch und den wenigsten ist vergönnt, dass daraus Butter wird und sie dem Topf entkommen.

Und ja – ich versuche nach wie vor noch für mich einen zusammenfassenden Rückblick zu schreiben. Ob ich den veröffentlichen werde, kommentieren lasse oder zur Diskussion stelle, weiß ich immer noch nicht. Nach wie vor ist es mir ein Handicap, keinen Zugriff auf meine in 3 Jahren geschriebenen Verwaltungsinternen Texte zu haben – der großzügig-freundlichen Verweigerung meiner Ex-Kollegas sei Dank dafür.

In diesem Sinne – wenn schon nicht Liebe, dann wenigstens:

 


November Praxis-Artisten in der Kunstetage

8. November 2010

Koan

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Ein Priester trat vor Tao-hsin und sprach:

Ich möchte Gutes tun, aber die Menschen befolgen meine Ratschläge nicht.”

Tao-hsin schlug ihn ins Gesicht.

Das tat gut!

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von Oven Straße 10

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Arts-Praxis

von Oven Straße 10

45879 Gelsenkirchen

www.arts-praxis.net

Sprechstunden nach Vereinbarung

 

 

 

 

Angela Polowinski *1955

Blue Angela

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Es heißt dass der < klick Bund Gelsenkirchener Künstler klack> Angela die Aufnahme verweigerte, weil ihre Bilder zu “therapeutisch” wären.  Ob damit gemeint ist, dass die Arbeiten zu harmonisch, zu symbolistisch, archetypisch, zu nah an Rudolph Steiner, Goethe oder C.G. Jung sind, oder nur einfach zu blau, weiß ich nicht.

Kraft, Ruhe, meditatives jedenfalls lassen die Bilder erspüren und sind doch meilenweit entfernt von klebrig süßer heile Welt Malerei.

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Angela  ist Lehrerin, Rhythmikpädagogin, Spielleiterin für Improvisationstheater,

Erinnnerungen (Angela Polowinski)

Heilpraktikerin für Psychotherapie und Kunsttherapeutin. Nach dem Abitur folgte von 1973 bis 1977 ein Kunststudium an der Gesamthochschule Essen. Von 1980 bis 2004  war Angela Lehrerin an der GS Gelsenkirchen. Neben der Lehrtätigkeit hat sie gemalt und ausgestellt.

Sie hat 2010 ein < klick Abgehängt-Banner klack> in der Hauptstraße GE gestaltet.

In der Arts-Praxis wird  sie <klick  Malkurse klack> geben und vor allem kunsttherapeutisch mit Flüchtlingskindern arbeiten.

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Beni Veltum *1987

Benis Bild

Ob Banksy ein Büro hat, weiß ich nicht. Beni, der in Dortmund Medienkommunikation / Grafikdesign studiert, hat jedenfalls eins in der Arts-Praxis. Dort entstehen die Entwürfe für seine Street-Art und dort führt er  Kundengespräche für seine Auftragsarbeiten.

Ein interessantes Spannungsfeld zwischen Non-Profit und und legalen bezahlten Auftragsarbeiten tut sich da auf.

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Beni Veltum

Ich bin gespannt in welche Richtung sich Benis Handschrift entwickeln wird und ob über der Botschaft des Mediums hinaus sich noch klarere Inhaltliche Positionen erkennen lassen werden.

Im Stadtbild ist er jedenfalls schon deutlich und prägend, seien es die legalen Graffitis am Tierheim, an Kioskwänden, Mauern, Garagen oder in Hinterhöfen oder die Streetart Bilder in halböffentlichem Raum wie in Industrieruinen

Weitere Arts-Praktikanten sind:

Hannah Pieneck Kommunikationsdesign

Carlo Feick Fotografie

Gitti Dietze Konzeptkunst (Nachtrag: ausgestiegen)

Jesse Krauß Grafikdesign

Helmut Warnke Malerei

Horst Schielmann Skulpturen
Claudia  S.  Coaching, Start-Up Konzepte

Etwas still scheint es mir um die Arts-Praxis geworden zu sein. Wie ich aus gewöhnlich schlecht unterrichteten Kreisen und absolut unzuverlässiger Quelle hörte, gibt es Abstimmungs- und Kommunikationsprobleme und Klärungsbedarf bei einigen Fragen rund um die Restrenovierung, das Konzept, die Gemeinsamkeiten – sogar das Wasser soll seit 4 Wochen  abhanden gekommen sein.

Aber das werden möglicherweise böse Gerüchte sein.

Kein Gerücht ist, dass der Künstler und Internet-Yedi-Meister  pito sich weigerte, für seine Internet-Laien-Kollegen die Domain & e-Mail Accounts  einzurichten und einen Webauftritt zu gestalten.

Warum?

Weil “Heinz” ihn drum gebeten hatte und er keinesfalls bereit ist mit “Heinz” zusammen zu arbeiten und folgerichtig konsequent Selbstverstümmlung betreibt.

Künstler … tssss.

Was war noch?

Ach ja, Helmut Warnke, der Philosoph, Hausdichter und Malerfotograf der GG, ließ sich von seinen Gefühlen übermannen und machte Johnnie Walker Werbung “… der Tag geht – Johnnie Walker kommt.”

Die künstlerische Übersetzung hieß: “… kommt “Heinz” verlasse ich den Raum.”

Einmal mehr großes Kino eines sich pathologisch von “Heinz” verfolgt fühlenden und mal wieder Anlass für eine Diveninszenierung auf Kosten anderer.

Wenn die Vorurteils-Faustformel gilt, je  neurotischer,  exzentrischer,  egomaner,  antisozialer, desto kreativer der Künstler, dann wird Gelsenkirchen sicher bald mit außergewöhnlicher Kunst überflutet werden.

Der Künstler – mehr der Lebenskunst als unbeschwertem Lebensgenuss zugeneigt oder doch eher das eigene Leben als Kunstwerk stilisierend?

Ich bin gespannt auf die künstlerischen Antworten der Arts-Doktoren auf diese Fragen. Übrigens sollen Scheinarzneimittel und Scheinoperationen ja sehr wirkungsmächtig sein.

Placebo – Nocebo – egal – wichtig iss ja auffem Platz.

Ich drücke den Kunst-Schamanen für gutes Gelingen die Daumen.


Ausgechilled und eingepackt

2. November 2010

Humoristen an der Schüppe

Abgehängt 2010

Während hie und da von Ex-Verwaltungs-Kollegas wider besseren Wissens öffentlich Weh- und Klagegeschrei über “Heinz” zu hören ist,  der angeblich die Verwaltung mit Arbeit überhäuft hat, um sie dann im Stich zu lassen, nehmen andere  “Heinz” den Zugang zur Arbeitsgruppe “Abgehängt” auf den GG.

Abgehängt

Während mir Troy wider besseren Wissens User-Ausspionage unterstellt, erwartet Emscherbruch genau den Bruch des Datenschutzes von mir, nämlich die Preisgabe der e-mail Adresse des Deep-Throat users, der hier einen Verwaltungsinternen Text einstellte (hallo GG-Leak).

Abgehängt

Während die Ex-Kollegas sich selbst Absolution erteilen (..ja, wir haben Fehler gemacht, – sagen aber nicht welche – ) und ihre Weigerung über die Ziele, Inhalte, Ausrichtung der GG nachzudenken, schnodderig mit “.. wir haben andere Dinge zu tun gehabt” (Zitat Emscherbruch) begründen, nähert sich das Jahr dem Ende.

Mein Interesse zum Jahresende einen Rückblick über die ersten 3 GG Jahre zu veröffentlichen, köchelt bei eisigen Minusgraden auf Sparflamme.

Wie schön dass ich heute den Kalender der Urbanausen in den Händen hielt und sofort große Lust hatte, meine Eindrücke aufzuschreiben.

Chill-out-Areas hemmungslos Gedankenfrei

Blättert man den Kalender bis November durch, gibt es nichts zu meckern, im Gegenteil – er ist bis auf manche mangelhafte Auflösung der kleineren Bilder  gut gestaltet und gefällig.

Sicher hätte das Papier dicker sein müssen und pitos kleinteilige Zeichnungen kommen in dem Format nicht wirklich rüber, aber das kann als Zugeständnis an die Funktionalität akzeptiert werden.

Mies wird es, wenn das Dezemberblatt kommt. Statt wie vorgesehen 10 + 2 Künstler im Kalender zu haben, findet sich hier eine Fotobildergeschichte die wohl “the making of” zum Inhalt hat.

Kann man machen.

Auf Rückseiten.

Völlig vertan wurde die großartige Chance, die Bilder (und Künstler)  durch Paten oder  Kuratoren begleitend kommentieren zu lassen.

Eine leere Rückseite nach der anderen.

Kein Kulturdezernent Dr. Beck, kein Kulturamtssleiter Dr. Bandelow, keine Museumsleiterin Leane Schäfer, kein Kirchen-Kulturbeauftragter Thomas Schöps, kein WAZ Kulturredakteur, kein Kunstvereinsvorsitzender Ulrich Daduna, kein Rektor der Kunstakademie Münster Maik Löbbert, kein Philosoph Peter Trawny usw. usw. haben die Bilder kommentiert oder die Künstler  gewürdigt.

Nichts.

Leere.

Dies korrespondiert mit der Inhaltsleere des 10 seitigen  GG-Abgehängt Freds, wo bis auf den user Josel (von der Verwaltung argwöhnisch beobachtet) und den user buerio (von der Verwaltung rausgeworfen) sich meiner Erinnerung nach niemand thematisch auf die Bilder einlässt.

Weder Tugces Bild über Gewalterfahrung in GE, noch Franz Kruses goldene Moscheaussicht, weder Rabes spötteln über hasenfüßige Bürger noch Angelas Fluchtversuche sind irgend jemandem einen Gedanken wert. Nicht Axel Sohnius Filzokratie-Persiflage noch pitos Krytographie findet einen Widerhall.

Man könnte fast glauben, die Bilder wären allesamt schlecht.

Oder lag es an der  Vermittlung?

Wie auch immer, die GGler feiern sich wieder und  wie immer werden sie meine Fragen und Anmerkungen  als böse Brunnenvergiftung eines verwirrt-verbitterten abtun.

Wems gefällt.

Auch wenn jeder einzeln Beteiligte ganz sicher viel Zeit & Arbeit in die Umsetzung gesteckt hat, riecht das nach einem schnell zusammen geschusterten Notprojekt. Ich werde den Kalender weiter empfehlen, obwohl hier einige Riesen-Chancen verzockt worden sind.





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