Humoristen an der Schüppe
Während hie und da von Ex-Verwaltungs-Kollegas wider besseren Wissens öffentlich Weh- und Klagegeschrei über “Heinz” zu hören ist, der angeblich die Verwaltung mit Arbeit überhäuft hat, um sie dann im Stich zu lassen, nehmen andere “Heinz” den Zugang zur Arbeitsgruppe “Abgehängt” auf den GG.
Während mir Troy wider besseren Wissens User-Ausspionage unterstellt, erwartet Emscherbruch genau den Bruch des Datenschutzes von mir, nämlich die Preisgabe der e-mail Adresse des Deep-Throat users, der hier einen Verwaltungsinternen Text einstellte (hallo GG-Leak).
Während die Ex-Kollegas sich selbst Absolution erteilen (..ja, wir haben Fehler gemacht, – sagen aber nicht welche – ) und ihre Weigerung über die Ziele, Inhalte, Ausrichtung der GG nachzudenken, schnodderig mit “.. wir haben andere Dinge zu tun gehabt” (Zitat Emscherbruch) begründen, nähert sich das Jahr dem Ende.
Mein Interesse zum Jahresende einen Rückblick über die ersten 3 GG Jahre zu veröffentlichen, köchelt bei eisigen Minusgraden auf Sparflamme.
Wie schön dass ich heute den Kalender der Urbanausen in den Händen hielt und sofort große Lust hatte, meine Eindrücke aufzuschreiben.
Chill-out-Areas hemmungslos Gedankenfrei
Blättert man den Kalender bis November durch, gibt es nichts zu meckern, im Gegenteil – er ist bis auf manche mangelhafte Auflösung der kleineren Bilder gut gestaltet und gefällig.
Sicher hätte das Papier dicker sein müssen und pitos kleinteilige Zeichnungen kommen in dem Format nicht wirklich rüber, aber das kann als Zugeständnis an die Funktionalität akzeptiert werden.
Mies wird es, wenn das Dezemberblatt kommt. Statt wie vorgesehen 10 + 2 Künstler im Kalender zu haben, findet sich hier eine Fotobildergeschichte die wohl “the making of” zum Inhalt hat.
Kann man machen.
Auf Rückseiten.
Völlig vertan wurde die großartige Chance, die Bilder (und Künstler) durch Paten oder Kuratoren begleitend kommentieren zu lassen.
Eine leere Rückseite nach der anderen.
Kein Kulturdezernent Dr. Beck, kein Kulturamtssleiter Dr. Bandelow, keine Museumsleiterin Leane Schäfer, kein Kirchen-Kulturbeauftragter Thomas Schöps, kein WAZ Kulturredakteur, kein Kunstvereinsvorsitzender Ulrich Daduna, kein Rektor der Kunstakademie Münster Maik Löbbert, kein Philosoph Peter Trawny usw. usw. haben die Bilder kommentiert oder die Künstler gewürdigt.
Nichts.
Leere.
Dies korrespondiert mit der Inhaltsleere des 10 seitigen GG-Abgehängt Freds, wo bis auf den user Josel (von der Verwaltung argwöhnisch beobachtet) und den user buerio (von der Verwaltung rausgeworfen) sich meiner Erinnerung nach niemand thematisch auf die Bilder einlässt.
Weder Tugces Bild über Gewalterfahrung in GE, noch Franz Kruses goldene Moscheaussicht, weder Rabes spötteln über hasenfüßige Bürger noch Angelas Fluchtversuche sind irgend jemandem einen Gedanken wert. Nicht Axel Sohnius Filzokratie-Persiflage noch pitos Krytographie findet einen Widerhall.
Man könnte fast glauben, die Bilder wären allesamt schlecht.
Oder lag es an der Vermittlung?
Wie auch immer, die GGler feiern sich wieder und wie immer werden sie meine Fragen und Anmerkungen als böse Brunnenvergiftung eines verwirrt-verbitterten abtun.
Wems gefällt.
Auch wenn jeder einzeln Beteiligte ganz sicher viel Zeit & Arbeit in die Umsetzung gesteckt hat, riecht das nach einem schnell zusammen geschusterten Notprojekt. Ich werde den Kalender weiter empfehlen, obwohl hier einige Riesen-Chancen verzockt worden sind.


Verfasst von Enrique Abacho 