Ausgechilled und eingepackt

2. November 2010

Humoristen an der Schüppe

Abgehängt 2010

Während hie und da von Ex-Verwaltungs-Kollegas wider besseren Wissens öffentlich Weh- und Klagegeschrei über “Heinz” zu hören ist,  der angeblich die Verwaltung mit Arbeit überhäuft hat, um sie dann im Stich zu lassen, nehmen andere  “Heinz” den Zugang zur Arbeitsgruppe “Abgehängt” auf den GG.

Abgehängt

Während mir Troy wider besseren Wissens User-Ausspionage unterstellt, erwartet Emscherbruch genau den Bruch des Datenschutzes von mir, nämlich die Preisgabe der e-mail Adresse des Deep-Throat users, der hier einen Verwaltungsinternen Text einstellte (hallo GG-Leak).

Abgehängt

Während die Ex-Kollegas sich selbst Absolution erteilen (..ja, wir haben Fehler gemacht, – sagen aber nicht welche – ) und ihre Weigerung über die Ziele, Inhalte, Ausrichtung der GG nachzudenken, schnodderig mit “.. wir haben andere Dinge zu tun gehabt” (Zitat Emscherbruch) begründen, nähert sich das Jahr dem Ende.

Mein Interesse zum Jahresende einen Rückblick über die ersten 3 GG Jahre zu veröffentlichen, köchelt bei eisigen Minusgraden auf Sparflamme.

Wie schön dass ich heute den Kalender der Urbanausen in den Händen hielt und sofort große Lust hatte, meine Eindrücke aufzuschreiben.

Chill-out-Areas hemmungslos Gedankenfrei

Blättert man den Kalender bis November durch, gibt es nichts zu meckern, im Gegenteil – er ist bis auf manche mangelhafte Auflösung der kleineren Bilder  gut gestaltet und gefällig.

Sicher hätte das Papier dicker sein müssen und pitos kleinteilige Zeichnungen kommen in dem Format nicht wirklich rüber, aber das kann als Zugeständnis an die Funktionalität akzeptiert werden.

Mies wird es, wenn das Dezemberblatt kommt. Statt wie vorgesehen 10 + 2 Künstler im Kalender zu haben, findet sich hier eine Fotobildergeschichte die wohl “the making of” zum Inhalt hat.

Kann man machen.

Auf Rückseiten.

Völlig vertan wurde die großartige Chance, die Bilder (und Künstler)  durch Paten oder  Kuratoren begleitend kommentieren zu lassen.

Eine leere Rückseite nach der anderen.

Kein Kulturdezernent Dr. Beck, kein Kulturamtssleiter Dr. Bandelow, keine Museumsleiterin Leane Schäfer, kein Kirchen-Kulturbeauftragter Thomas Schöps, kein WAZ Kulturredakteur, kein Kunstvereinsvorsitzender Ulrich Daduna, kein Rektor der Kunstakademie Münster Maik Löbbert, kein Philosoph Peter Trawny usw. usw. haben die Bilder kommentiert oder die Künstler  gewürdigt.

Nichts.

Leere.

Dies korrespondiert mit der Inhaltsleere des 10 seitigen  GG-Abgehängt Freds, wo bis auf den user Josel (von der Verwaltung argwöhnisch beobachtet) und den user buerio (von der Verwaltung rausgeworfen) sich meiner Erinnerung nach niemand thematisch auf die Bilder einlässt.

Weder Tugces Bild über Gewalterfahrung in GE, noch Franz Kruses goldene Moscheaussicht, weder Rabes spötteln über hasenfüßige Bürger noch Angelas Fluchtversuche sind irgend jemandem einen Gedanken wert. Nicht Axel Sohnius Filzokratie-Persiflage noch pitos Krytographie findet einen Widerhall.

Man könnte fast glauben, die Bilder wären allesamt schlecht.

Oder lag es an der  Vermittlung?

Wie auch immer, die GGler feiern sich wieder und  wie immer werden sie meine Fragen und Anmerkungen  als böse Brunnenvergiftung eines verwirrt-verbitterten abtun.

Wems gefällt.

Auch wenn jeder einzeln Beteiligte ganz sicher viel Zeit & Arbeit in die Umsetzung gesteckt hat, riecht das nach einem schnell zusammen geschusterten Notprojekt. Ich werde den Kalender weiter empfehlen, obwohl hier einige Riesen-Chancen verzockt worden sind.





Nicht Drinnen sondern Draußen! Straßenkunst der Urbanausen unter dem Titel: “Abgehängt”

6. März 2010

Kulturhauptstadt 2010 Selbstgemacht

Mein letztes von mir angeschobenes Projekt vor meinem GGfreien Jahr ist die Ausstellung “Abgehängt” der Urbanausen in der Innenstadt.

Unter dem Motto 10 Monate, 10 Künstler, 10 Bilder im Jahre 2010 wurden über der Hauptstraße zehn Kunstwerke aufgespannt, die auf zehn Meter lange und ein Meter hohe Banner gedruckt wurden.

Das Thema lautet “Ich und Ihr” und soll die Beziehung der Künstler zur Stadt und zu den Bürgern behandeln.

Ich versuchte eine Mischung hier geborener, zugezogener, weggezogener, bekannter, unbekannter, junger, alter, männlicher, weiblicher, GE-Liebhaber, an GE Leidender zusammenzustellen und die kulturelle Vielfalt der hier lebenden Menschen durch die beteiligten Künstler zu spiegeln.

Zwei meiner Wunschkandidaten wegen ihres künstlerischen Potenzials und ihres spanischen bzw. polnischen kulturellen Hintergrundes, nämlich Luis Saez und Felix Zdzuich, konnten sich wegen unterschiedlicher Zeitvorstellungen zu meinem größten Bedauern nicht an dem Projekt beteiligen.

Das Agenda 21 Büro unterstützte die Idee von “Abgehängt” und erweiterte das Konzept durch den Vorschlag an mehreren Terminen Begegnungen von Schulklassen mit den Künstlern zu ermöglichen und Führungen auf der Hauptstraße zu machen.

Symbolistische Phantastik

Tugce Dagtekin - Titel: "Drei Affen" Material: Fotokarton, Pastellkreide (symbolistische Phantastik)

Heike Feddern Titel: Krakenbarock Material: Acryl auf Holz, Surrealistisch

Heike Feddern Titel: Krakenbarock Material: Acryl auf Holz, (surrealistisch)

Jürgen Kramer Titel: Sieben Schwaben, Material: Nessel, Öl, (symbolistisch)

Jesse Krauß Titel: Zeit und Linie Material: Papier, Tinte (surrealer Graphismus)

Franz Kruse Titel: der lange Weg Material: Nessel, Acryl (Exressionistisch)

Angela Polowinski Titel: rotblaugelb - graubunt .. Farbstraßen durch fünf Jahrzehnte, Material: Papier, gemischt (Abstrahierende Phantastik)

Ulrich Queste Titel: Straßen bahnen Material: digital (Comic Art)

Heike Roscher Titel: "Kein "Ich" auf der einen und kein "Ihr" auf der anderen, sondern "Wir" Material: Airbrush, Holz (Symbolischer Realismus )

Axel Sohnius und Derya Dalar, Imran Gider, Ilkan Gündogan und Yunus Kalafat; Titel: ohne Titel Material: Papier, gemischt (Phnatastisch)

Beni Veltum Titel: Gelsenkirchen Material: Papier, Acryl (Graffiti)

Bitte unbedingt anschauen:

Flyer zur Kunstaktion “Abgehängt” der Urbanausen wunderbar gestaltet von Jesse Krauß.

Zum Jahresende ist ein Kalender mit den Bildern der Urbanausen geplant, die fehlenden 2 Monate gestalten Luis Saez und Jo Schniderjan, dessen Bild hier zu sehen ist:

Jo Schniderjan Titel: Gelsenbahn

Kery Felske und Peter Rose begleiten und betreuen das Projekt als Vermittler zwischen der Öffentlichkeit und den Künstlern.

Es ist eine Versteigerung der Originale und der Banner geplant, der Erlös geht an die Künstler.

Finanziert wurde diese Aktion zum Kulturhauptstadtjahr durch Privatspenden, durch Spenden der Werbegemeinschaft Hauptstraße, durch Sachspenden der Firma Colorpartner und durch “Man-Power” der freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchens, welche die Banner aufhängten.


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